Adam spricht es aus

was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

22. September 2014
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246 – Das Schenken

Liebe Frauen,

bekommt Ihr gerne Geschenke?

Bild: John William Godward

Was für eine Frage, natürlich bekommt Ihr gerne Geschenke, wer bekommt nicht gerne Geschenke, jeder bekommt gerne Geschenke, und vor allem Frauen bekommen gerne Geschenke, und zwar vor allem von ihren Männern. Nicht wahr?

Gut, lassen wir das Frauen-Klischee weg und auch die Pauschalisierung und sagen: Die meisten Menschen bekommen gerne Geschenke, und zwar meistens von ihren Partnern. Warum? Weil Geschenke etwas beweisen. Weil sie für etwas stehen. Weil sie zeigen: Ich denk an dich, ich schenk dir was, das bist du mir wert, ich freu mich, wenn ich dir eine Freude machen kann, ich will dir damit meine Liebe vergegenständlichen.

Und dann?

Dann kommt die Forderung.

Geht es Euch, liebe Frauen, nicht doch hin und wieder so, dass Ihr von Eurem Mann, oder von irgendeinem Mann ein Geschenk bekommt, Blumen oder Schmuck oder ein Buch oder was auch immer, und Ihr wisst es ganz genau: Der Schenker will etwas dafür? Und recht oft seid das Ihr. Oder Euer Körper. Oder Euer Vergeben. Oder Eure Zuneigung. Oder Euer Wohlwollen. Oder Euren Kuss. Oder nur die Dankbarkeit, denn wehe, man bedankt sich nicht höflich, dann ist der Schenker gleich mal zutiefst beleidigt. Weiterlesen →

15. September 2014
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245 – Die Liebe ohne Sex

Liebe Frauen,

was gehört zu einer guten Beziehung?

Bild: Michael von Zichy

Ach, so viel.

Genau, und unter anderem auch Sex, nicht wahr? Dochdoch. Wenn es im Bett nicht klappt, haben wir ein Problem. Und dieses Problem ist so riesengroß, dass es alles andere überschattet. Und kaputt macht. Und am Ende zerbricht auch die Liebe.

Und ich frage mich: Warum?

Ja, versteht mich nicht falsch, Sex ist super und ist super wichtig und wenn es im Bett nicht klappt, dann haben wir tatsächlich ein Problem. Nur hat dieses Problem nichts mit Liebe zu tun. Es ist höchstens Symptom eines Problems, das mit Liebe zu tun hat. Und es ist nie verkehrt, an einem Sexproblem zu arbeiten, wenn dann besserer Sex dabei rausschaut, aber wenn es, wie ich behaupte, eigentlich nur ein Symptom ist, muss die eigentliche Ursache auch mal in Angriff genommen werden. Sonst nutzt es auf Dauer nichts.

Aber.

Wenn in der Liebe alles in Ordnung ist, dann wird das Sexproblem nicht die Liebe kaputtmachen, wenn man es nicht auf die Liebe überträgt. Weiterlesen →

7. September 2014
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244 – Der Sex ohne Liebe

Liebe Frauen,

was sagt uns der Hausverstand? Männer wollen Sex, Frauen wollen Liebe.

Bild: Hishikawa Moronobu

Was sagt uns die Logik? Da kommen zwei nicht zusammen.

Was sagt uns die Hoffnung? Dass der Hausverstand ein dummes arrogantes und rechthaberisches Arschloch ist, dem wir mal nicht so schnell glauben sollten.

Denn sonst haben wir ein Problem.

Und doch.

Und doch kann man es wohl nicht von der Hand weisen, dass Männer im Allgemeinen, wenn auch nicht alle, Sex und Liebe durchaus voneinander trennen können. Und dies äußert sich zu verschiedenen Gelegenheiten: Weiterlesen →

1. September 2014
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243 – Die Sprachen der Liebe

Liebe Frauen,

was sag ich immer?

Redet miteinander.

Bild: Henri Gerbault

Genau.

Aber was, wenn der eine redet und redet und redet … und der andere versteht kein Wort?

Dann haben wir ein Problem.

Und dieses Problem hat nur in den seltensten Fällen damit zu tun, dass man verschiedene Sprachen im Sinne von Deutsch, Englisch, Französisch oder Spanisch spricht. Aber auch in der Liebe gibt es verschiedene Sprachen. Und jeder hat seine eigene Sprache, die er gelernt hat, mit der er aufgewachsen ist, die er fließend spricht.

Nur blöd, wenn der andere mit einer anderen Sprache unterwegs ist, weil dann können sich unter Umständen beide den Mund fusselig reden, und verstehen doch kein Wort von dem, was ihnen gesagt wird.

Und was wird ihnen gesagt? Weiterlesen →

25. August 2014
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242 – Der Anfang vom Ende

Liebe Frauen,

das Ende einer Beziehung ist wie eine schleichende Krankheit, man kriegt es nicht mit.

Bild: Félicien Rops

Ständig hört man das Gleiche: Alles war in allerbester Ordnung, bis auf einmal, plötzlich, wie aus heiterem Himmel nichts mehr gut war. Oder: Sie nichts mehr gut fand. Sagen die Männer. Die sind meist vollkommen überrascht, wenn ihre Freundin oder Frau eines schönen blauen Tages sagt: So geht das nicht weiter. Und wenn die Frau das sagt, meint der Mann, sie meint: Es ist vorbei.

Aber es muss doch Anzeichen geben, sowas passiert doch nicht einfach mal so, weder Mann noch Frau wacht eines Morgens auf und denkt sich: Oh, bis gestern Abend war alles in perfekter Ordnung, aber heute Morgen weiß ich, ich muss jetzt alles ändern.

Na gut, es ist nur sehr selten so.

Was ist davor?

Davor ist die nicht stattfindende Kommunikation. Weiterlesen →

18. August 2014
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241 – Der Exhibitionist

Liebe Frauen,

das Pendant zum Voyeur ist der Exhibitionist.

Bild: Hishikawa Moronobu

Voyeur und Exhibitionist ergänzen sich perfekt, möchte man meinen. Meint man aber falsch. Denn so wie es dem Voyeur durchaus wichtig ist, dass die beobachteten Menschen nicht wissen, dass sie beobachtet werden, so ist es dem gemeinen Exhibitionisten wichtig, dass die Menschen, denen er sich – oder sein Gemächt – zeigt, das gar nicht sehen wollen, sich erschrecken, fortlaufen oder sonstwas derartiges tun.

Ich möchte aber an dieser Stelle über jene Menschen schreiben, die sich zwar zeigen wollen, die das aber nicht machen, um andere zu erschrecken. Und dann kommen wir auch weg von jenen Klischeeexhibiotinisten, die mit dem langen Trench Coat rumlaufen, bis sie ihn aufreißen können, wenn das geeignete Opfer um die Hecke stapft. Weiterlesen →

© Raoul Biltgen

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