Adam spricht es aus

was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

25. August 2014
Keine Kommentare

242 – Der Anfang vom Ende

Liebe Frauen,

das Ende einer Beziehung ist wie eine schleichende Krankheit, man kriegt es nicht mit.

Bild: Félicien Rops

Ständig hört man das Gleiche: Alles war in allerbester Ordnung, bis auf einmal, plötzlich, wie aus heiterem Himmel nichts mehr gut war. Oder: Sie nichts mehr gut fand. Sagen die Männer. Die sind meist vollkommen überrascht, wenn ihre Freundin oder Frau eines schönen blauen Tages sagt: So geht das nicht weiter. Und wenn die Frau das sagt, meint der Mann, sie meint: Es ist vorbei.

Aber es muss doch Anzeichen geben, sowas passiert doch nicht einfach mal so, weder Mann noch Frau wacht eines Morgens auf und denkt sich: Oh, bis gestern Abend war alles in perfekter Ordnung, aber heute Morgen weiß ich, ich muss jetzt alles ändern.

Na gut, es ist nur sehr selten so.

Was ist davor?

Davor ist die nicht stattfindende Kommunikation. Weiterlesen →

18. August 2014
Keine Kommentare

241 – Der Exhibitionist

Liebe Frauen,

das Pendant zum Voyeur ist der Exhibitionist.

Bild: Hishikawa Moronobu

Voyeur und Exhibitionist ergänzen sich perfekt, möchte man meinen. Meint man aber falsch. Denn so wie es dem Voyeur durchaus wichtig ist, dass die beobachteten Menschen nicht wissen, dass sie beobachtet werden, so ist es dem gemeinen Exhibitionisten wichtig, dass die Menschen, denen er sich – oder sein Gemächt – zeigt, das gar nicht sehen wollen, sich erschrecken, fortlaufen oder sonstwas derartiges tun.

Ich möchte aber an dieser Stelle über jene Menschen schreiben, die sich zwar zeigen wollen, die das aber nicht machen, um andere zu erschrecken. Und dann kommen wir auch weg von jenen Klischeeexhibiotinisten, die mit dem langen Trench Coat rumlaufen, bis sie ihn aufreißen können, wenn das geeignete Opfer um die Hecke stapft. Weiterlesen →

11. August 2014
Keine Kommentare

240 – Der Voyeur

Liebe Frauen,

wie stellt Ihr Euch einen Voyeur vor?

Genau: Mit weit aufgerissenen Augen, eventuell hinter dicken schmierigen Brillengläsern, geifernd und sabbernd und die Hand in der Hose. Nicht gerade appetittanregend. Oder alternativ: An einem Teleskop stehend, zwar nicht geifernd und sabbernd, dafür trotzdem mit der Hand in der Hose. Nicht gerade anregender. Insegsamt ist die Vorstellung eines Voyeurs für die meisten Menschen nicht so prickelnd, denn sie beziehen es auf sich als Objekt des Beschautwerdens, wenn sie an einen Voyeur denken. Und ja, wir wissen es, es gibt Menschen, die darauf stehen, beobachtet zu werden. Die meisten allerdings wollen das doch eher nicht. Weshalb Voyeur dann doch meistens in die Kategorie „pervers“ abgeschoben wird.

Dabei denken die wenigsten an sich selber als solcher, wenn sie an einen Voyeur denken.

Dabei sind wir doch alle Voyeure.

Mehr oder weniger. Weiterlesen →

4. August 2014
Keine Kommentare

239 – Die Nacktschläfer

Liebe Frauen,

wollt Ihr endlich glücklich in einer Beziehung sein?

Ganz einfach: Schlaft nackt.

Euer Partner auch.

Fertig aus.

Ja, das hat eine neue Studie ergeben: Je weniger man an hat, desto glücklicher ist die Beziehung. Und diese Studie wurde von einem Textilunternehmen in Auftrag geben, könnte man also meinen, dass eher das Gegenteil rauskommt. Allerdings meint die Studie, dies könne daran liegen, dass sich die Bettwäsche an nackter Haut besonders gut anfühle, weswegen eine Atmosphäre der Offenheit und Intimität gefördert würde. So, ok, und was stellt dieses „Textilunternehmer“ her? Vielleicht zufällig dann doch auch sowas wie Bettwäsche? Wär möglich, nicht? Schließlich muss eine Studie, für die man viel Geld gelöhnt hat, so interpretiert werden, dass man was davon hat. Ein Argument, mehr Bettwäsche zu verkaufen zum Beispiel.

Aber ich glaube der Studie, auch wenn ich einen anderen Grund darin sehe, warum nackt schlafen der Beziehung gut tut. Weiterlesen →

28. Juli 2014
Keine Kommentare

238 – Die Hühnerbrust

Liebe Frauen,

habe auch ich mal wieder was gelernt. Und zwar:

Männer, die gerne mit nacktem Oberkörper durch die Öffentlichkeit laufen, aber nicht jenen Oberkörper vorzuweisen haben, wie man ihn sich erwartet, wird er hergezeigt, die also nicht vollkommen fettfrei und austrainiert und brusthaarentfernt sind, nennt man aerosexuell.

Aerosexuell?

Ja, genau, aerosexuell. Was das zu bedeuten habt, dürft Ihr gerne selber nachschlagen, denn das hat der gute Journalist, der sich gedacht hat, er könne mit einer Wortneuschöpfung in die Duden dieser Welt eingehen, auch getan, um besonders interessant zu klingen. Mich interessiert es aber nicht. Denn der ewige Drang, Männer immer wieder neue Labels überzustülpen, geht mir schonmal ziemlich auf den Sack. Weiterlesen →

21. Juli 2014
2 Kommentare

237 – Das zuschauen Lassen

Liebe Frauen,

letzte Woche habe ich Euch ein wenig über jenen Gesichtsausdruck geschrieben, den man beim Orgasmus an den Tag legt. Und zur Veranschaulichung habe ich Euch noch einen link und zwei Videos hinzugefügt, wo es eben solche Orgasmus-Gesichter zu sehen gibt.

Das hat mich auf einen weiterführenden Gedanken gebracht, dem ich heute nachgehen möchte.

Wichsen ist das, was man alleine macht. Oder? Klar. Egal, wie man es nennt, masturbieren, onanieren, sich selbst befriedigen, sich streicheln, sich liebkosen, sich etwas Gutes tun, sich einen runterhobeln, sich selbst verwöhnen und so weiter. Und man tut es, weil man es gerne tut oder weil man gerade keine andere Möglichkeit hat oder weil man sehr wohl auch andere Möglichkeiten hat, aber man es trotzdem gerne tut oder weil man es einfach tut und aus.

Wenn man aber zu zweit ist, und ich meine jetzt dort, wo man Sex haben will, tut man es nicht. Weiterlesen →

© Raoul Biltgen

Top