Adam spricht es aus

was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

30. März 2015
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273 – Das rote Meer

Liebe Frauen,

Moses teilte es einst, das rote Meer.

Bild: Mihály Zichy

Doch nicht alle Männer sind Moses. Und so teilen sich die nicht-Mosesse grob in zwei Kategorien auf: jene, die das rote Meer lieber umschiffen, und jene die wacker die Fahrt aufnehmen und sich nicht einschüchtern lassen.

Wovon?

Nein, nicht vom Meer, vom Rot des Meeres.

Und ich schätze, Ihr wisst, wovon ich spreche: Sex während der Regel.

Ich bin ja kein Freund von Statistiken, da ich es mit Churchill halte: Die einzige Statistik, der ich glaube, ist jene, die ich selber gefälscht habe. Also nehme ich einfach mal an, dass es unter Euch, liebe Frauen, welche gibt, die sagen: Nein, nur das nicht. Und andere, die meinen: Ja, klar, warum nicht? Und wieder welche werden wohl der Meinung sein: Auf jeden Fall.

Auch unter Männern gibt es durchaus keine Einigkeit, was dieses Thema betrifft, allerdings hege ich die Vermutung, dass es doch so ist, dass es wesentlich mehr Männer gibt, die das Thema, und damit den Vollzug des Aktes während der Regel lieber vermeiden. Warum? Weil sie’s eklig finden. Warum? Tja, das ist doch die Frage. Weiterlesen →

23. März 2015
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272 – Das weiße Schaf

Liebe Frauen,

da dachte ich doch tatsächlich, Euch vertrauen zu können.

Bild: Johan F. L. Dreier

Wie konnte ich nur.

Da habt Ihr mir doch das erzählt, was ich letzte Woche geschrieben habe, nämlich dass es so zu sein scheint, dass Ihr, liebe Frauen, erstmal ein paar Arschloch-Männer durchprobieren müsst, bis Ihr willens und vor allem in der Lage seid, ein nettes Exemplar an Eure Seite zu nehmen und fürderhin mit ihm durchs Leben zu schreiten. Ohne vorheriges notwendiges Arschloch aber haben die Netten keine Chance.

Und da schreibt mir eine Leserin, eine von Euch also, dass sie das ganz anders sieht. Und zwar so: Weil es fast nur Arschloch-Männer gibt und nur ganz ganz wenige Nette, gerät frau unweigerlich erstmal an die Männer, die sie auch gleich wieder auf den Mond schießen kann, bis sie endlich endlich bei einem, sagen wir mal, annehmbaren männlichen Wesen landet. Oder anders ausgedrückt: Die Männer bilden eine große Herde schwarzer Schafe, und nur ganz ganz wenige weiße blöken leise darin rum. Weiterlesen →

16. März 2015
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271 – Das notwendige Arschloch

Liebe Frauen,

also, wie ist das?, Ihr braucht Arschlöcher in Eurem Leben, damit Ihr wisst, dass Ihr den richtigen gefunden habt, wenn Ihr ihn gefunden habt?

Bild: Martin van Maele

Zumindest habe ich das so verstanden. Nachdem ich immer wieder von Frauen höre, dass sie sich erstmal auf einige Arschlöcher einlassen müssen, bevor sie dann auf den Mann stoßen, mit dem sie tatsächlich glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende … Und Arschloch heißt: Ja, leidenschaftlich, sicher, denn es wird ordentlich gestritten, es wird ordentlich gelitten, es wird ordentlich geweint und am ordentlichsten Schlüsse gezogen, dass im Grunde alle Männer Arschlöcher sind, und es wäre besser, man würde sich gar nicht auf wen einlassen, dann kann man auch nicht verletzt werden und überhaupt. Dazu gehört auch, dass sie, diese Männer Dinge tun, die gerne als „typisch männlich“ bezeichnet werden, und das heißt, sie sind egoistisch, sie sind Machos, sie saufen zu viel, sie rauchen zu viel, sie kiffen zu viel, sie koksen zu viel, sie verdienen zu viel … Zu viel verdienen? Ja, das habe ich geschrieben, denn dadurch dass sie so viel verdienen, glauben sie, sie können sich alles kaufen, inklusive Eurer Zuneigung, da kommen fette Geschenke und dafür sollt Ihr dann brav sein und sie anbeten und sie blasen, wenn sie es wollen. Weiterlesen →

9. März 2015
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270 – Der Freifahrtschein

Liebe Frauen,

was ist das Schlimmste, das Ihr über Männer sagen könnt?

Bild: Charles Demuth

Männer sind halt so.

„Seit Jahren sag ich ihm jeden Tag mindestens drei Mal, er soll doch bitteschön die Brille am Klo wieder runterklappen, wenn er es schon nicht fertigbringt, im Sitzen zu pinkeln, aber nein, keine Chance, es ist, wie wenn ich gegen die Wand reden würde, der macht das einfach nicht.“

„Männer sind halt so.“

„Wie der sich aufführt, wenn er mich mal zum Shoppen begleiten soll, wie wenn ich ihn zwingen würde, sich mit dem nackten Arsch auf glühende Kohlen zu setzen, dabei will ich doch nur hin und wieder seine Meinung hören, ich will ja schließlich, dass es auch ihm gefällt, was ich mir kaufe, aber nein, das dauert alles viel zu lang und er versteht nicht, warum ich nicht einfach die ersten Schuhe, die passen, kauf, aber wenn der mal im Baumarkt ist, da möchte ich mal hören, was er sagt, wenn ich ihm vorschlage, doch einfach die erste Bohrmaschine zu kaufen, weil die ist schön gelb, und ich erwähne gar nicht mal, dass er doch eh eine Bohrmaschine hat.“

„Tja, Männer, die sind halt so.“ Weiterlesen →

2. März 2015
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269 – Das gebleachte Loch

Liebe Frauen,

wie ist das jetzt mit Frauen und Analsex? Stehen sie drauf, ja oder nein?

Bild: Félicien Rops

Na los, ich will eine Antwort.

Bei Männern ist das so eine Sache. Dazu habe ich schonmal geschrieben. Spielt ein wenig in die männlich-männlichen Phantasien, Frauen in den Arsch zu ficken, aber selber denken sie doch meistens: Finger weg von meinem Loch. Doch dann stolpere ich plötzlich über ein Phänomen, das bisher, ich gebe es zu, ziemlich spurlos an mir vorbeigeschlittert ist. Anal bleaching.

Für die, die nicht gleich was mit dem Begriff anfangen können: Es geht darum, die meist etwas dunklere Haut rund ums Poloch chemisch aufzuhellen, so dass sie im Idealfall den gleichen Hautton aufweist, wie die umgebende Haut.

Und warum macht man das?

Eben, das macht man ausschließlich dann, wenn man vorhat, diesen Bereich jemand anderem entgegenzustrecken, denn selber sieht man sein Loch doch nur selten und unter Zuhilfenahme von Spiegeln und Verrenkungen. Was früher Pornodarstellern vorbehalten war, das ständige Zurschautragen des Hinterausgangs, wird zum massentauglichen trend. Nicht der erste, der sich aus der Pornoindustrie seinen Weg in die Öffentlichkeit gebahnt hat. Weiterlesen →

23. Februar 2015
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268 – Der Wochenendsex

Liebe Frauen,

Sex immer nur am Wochenende, wie Scheiße ist das denn?

Bild: Peter Johann Nepomuk Geiger

Gehört auch Ihr zu den Menschen, die diesen Satz sagen? Oder denken? Oder fühlen?

Dann gehört Ihr in der Zwischenzeit zu einer großen Mehrheit, die auch noch medial unerstützt wird, wo es geht. Denn tatsächlich scheint es etwas ganz ganz Schlimmes zu sein, wenn man Sex „nur“ am Wochenende hat. Weil dann ist es Routine, dann ist es geplant, dann ist es vorausschaubar, nicht mehr spontan und überhaupt. Das liest man ständig. Und das hört man ständig. Zumindest ich höre es ständig. Na gut, immer wieder. Auf jeden Fall letztens Mal wieder als Adam vom Dienst: Was soll ich machen, wir haben nur mehr Sex am Wochenende. Weiterlesen →

16. Februar 2015
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267 – Die Zwitschervulva

Liebe Frauen,

es gibt nur wenig, was peinlicher ist, als ein Pups beim Sex.

Dabei ist so ein Pups ganz normal. Gerade beim Sex, schließlich wird da doch ein wenig rumgedrückt und sich bewegt und da kann einerseits schonmal Luft, die sich im Darm angesammelt hat, in Bewegung geraten, und andererseits liegt die Konzentration vielleicht gerade woanders, so dass man den Pups nicht mehr zurückdrücken kann. Und dann? Dann hoffe ich, dass es beide Beteiligten eben genau so sehen: Kann passieren. Und weiter im Text.

Aber es gibt noch eine besondere Form des Pupses, der eigentlich gar kein Pups ist. Der Vaginapups. Oder dieses Furzgeräusch, dass einer Frau schonmal untenrum aber vorneraus entweichen kann beim Sex. Da gibt es viele Ausprägungen, ob klein und fein während der Penetration, oder aber wenn der Mann seinen Schwanz rauszieht und so das Loch geöffnet wird, oder aber wenn der Mann schon draußen ist und die Frau sich einfach nur anders hinlegt. Schon passiert. Weiterlesen →

© Raoul Biltgen

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