Adam spricht

über alles, was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

20. August 2017
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398 – Das Stealthing

Liebe Frauen,

Männer sind Schweine.

Oder auch Arschlöcher.

Oder sonstiges, womit man auf rein menschlicher Ebene nichts zu tun haben will. Und auch nicht auf anderer.

Nein, nicht alle Männer. Aber doch welche.

Es gibt aber ein recht neues Phänomen, mit dem sich manche Männer als besonders verabscheuungswürdige Exemplare ihres Geschlechts herausstellen, und das nennt sich „Stealthing“. Weiterlesen →

13. August 2017
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397 – Die Schönheit

Liebe Frauen,

findet Ihr Euch schön?

Bild: Auguste Belloc

Bild: Auguste Belloc

Gut, das freut mich.

Ja, ich nehme an, dass Ihr mit Ja geantwortet habt.

Allerdings höre ich eher so ein: Ja, im Grunde schon, im Großen und Ganzen, bis auf hier und da und …

Und dann höre ich schon gar nicht mehr zu. Eigentlich möchte ich schon beim „Ja“ aufgehört haben zuzuhören. „Ja“ reicht.

Auf die Frage, wann man schön ist, gibt es wahrscheinlich so viele Antworten, wie es Menschen gibt. Und gab. Und geben wird. Und da können sich die Damen und Herren Wissenschaftler lange die schönen Köpfe darüber zerbrechen, was es denn nun ist, was Menschen schön finden, sie können Diagramme basteln und Symmetrien ausmessen und Verhältnismäßigkeiten nachrechnen, am Ende ist all das vertane Zeit. Denn, nun folgt der Stehsatz der Woche: Schön ist, was gefällt. Und selten war ein solcher Satz so wahr. Weiterlesen →

6. August 2017
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396 – Der andere Mensch

Liebe Frauen,

ich bin keine Frau.

Bild: Kitagawa Utamaro

Bild: Kitagawa Utamaro

Große Erkenntnis, ich weiß, aber besser, ich habe sie jetzt als nie, nicht wahr?

Ich bin also ein Mann.

Ich denke also wie ein Mann.

Ich fühle also wie ein Mann.

Und was ich hier tue, nämlich Woche für Woche meine Gedanken und Gefühle zu Bildschirm zu bringen, auch das tue ich als Mann. Um Euch, liebe Frauen, ein wenig Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt eines Mannes zu geben. Viel Spaß. Weiterlesen →

30. Juli 2017
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395 – Das Nebeneinandersitzen

Liebe Frauen,

woran erkennt man, ob ein paar noch ganz frisch verliebt oder schon lange zusammen ist?

Bild: Wilhelm von Plüschow

Bild: Wilhelm von Plüschow

Richtig, daran, wie sie sitzen, wenn sie in einem Lokal sitzen.

Frisch Verliebte sitzen einander gegenüber. Damit sie sich anschauen können. Tief in die Augen blicken. Weil sie nichts anderes sehen wollen, als diesen einen Menschen, der da ganz neu in ihr Leben getreten ist, der das Interessanteste ist, was man sich gerade vorstellen kann, man weiß nicht, wie man das Leben ohne diesen einen Menschen bisher verbringen konnte, man will mehr mehr mehr, ihn nie nie nie mehr aus den Augen lassen, um nur ja keine Sekunde zu verpassen, diesen einen und einzigen Menschen zu sehen. Hach. Weiterlesen →

23. Juli 2017
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394 – Der Schwanz

Liebe Frauen,

Schwanz, Schwanz, Schwanz, Schwanz, Schwanz.

Bild: Richard Payne Knight und William Hamilton

Bild: Richard Payne Knight und William Hamilton

Sagt das mal mehrfach ganz schnell. Was für ein Zungenbrecher.

Und jetzt höre ich schon die Männer kichern: Kch, kch, mein Schwanz ist ein Zungenbrecher.

Oder habt Ihr etwa auch so gedacht, liebe Frauen?

Männer denken auf jeden Fall immer an ihren Schwanz. Und was man alles damit anstellen kann. Oder könnte. Oder überhaupt. Schwanz, Schwanz, Schwanz. Ständig. An nichts anderes denken die. Haben sonst nichts im Kopf. Falsch, nein, sie denken ja mit ihm, dem Schwanz. Und deswegen denken sie im Grunde nur an sich selbst. Weil sie sich als Schwanz sehen. Das ist es, was sie sind, Schwänze. Mit Eiern dran, von mir aus. Aber sonst gibt es da nicht viel. Wenn ich mal so versuche männliche Gedankengänge auseinanderzudröseln: Es läuft immer auf den Schwanz hinaus. Alle anderen Gedanken? Es geht am Ende um den Schwanz. Geld? Schwanz. Muskeln? Schwanz. Klamotten? Schwanz.

Die Welt retten?

Ah, meint Ihr jetzt, da geht es doch nicht um … Weiterlesen →

16. Juli 2017
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393 – Der Schwulenporno

Liebe Frauen,

schaut Ihr gerne Schwulenporno?

Adam spricht - Der SchwulenpornoMänner stehen, wie wohl allgemein bekannt, gerne mal auf Lesbenporno. Klar, da bekommen sie zu sehen, was sie sehen wollen, nämlich schöne Frauen, und sie müssen sich nicht damit auseinandersetzen, dass diese schönen Frauen von Männern gevögelt werden, mit denen sie selber niemals mithalten könnten, ob aus penisgrößentechnischen oder anderen Gründen. Zudem stellt Lesbenporno die ultimative männliche Phantasie des Verruchten dar, da dort zwei Frauen das tun, was aus der Sicht der Männer eben den Männern vorbehalten sein sollte, nämlich, eben, Sex mit einer Frau zu haben. Und dass Porno gerne mal deswegen konsumiert wird, weil damit wenigstens im Kopf Grenzen überschritten werden können, ist nun auch kein allzu großes Geheimnis. Auch wenn Männer sehr oft etwas gegen Lesben im wahren Leben haben. Da klingelt dann gleich mal in ihren Ohren, dass die das doch nicht dürfen. Oder dass die doch einfach mal einen richtigen Mann brauchen. Weil beim Porno ist es eben doch irgendwie nur Fiktion, nicht echt. Und sie dürfen dabei sein, zuschauen, die Männer. Und so wissen die Männer, dass es die Frauen im Grunde eh nur für sie machen, weil es ihnen, den Frauen ja genau darum geht, unbewusst und so, dass sie, die Männer ihnen dabei zuschauen. Hallo, sonst würden die das doch nicht machen, oder?, neinnein, da muss schon irgendwie ein Mann dabei sein, und sei es nur als notgeiler Wichser vor dem Bildschirm. Weiterlesen →

9. Juli 2017
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392 – Der Nippelblitzer

Lieber Frauen,

Nippel, Nippel, Nippel.

Bild: Joseph Roques

Bild: Joseph Roques

Brustwarze, Brustwarze, Brustwarze.

Mamille.

Igelschnäuzchen.

Habe ich nicht er-, sondern nur gefunden. Letzteres.

Facebook verbietet Nippel. Weibliche Nippel. Und man fragt sich, warum das so ist. Warum das auch nur so sein könnte. Warum, um himmelswillen, darf man eine weibliche Brustwarze nicht zeigen?

Ich sag es Euch: Damit sie interessant bleibt. Damit eben nicht das passiert, was Aktionen wie #freethenipple erreichen wollen, dass nämlich ein ganz normaler, entspannter Blick auf die weibliche Brust und deren Spitze geworfen wird. Denn das würde das Ende eines der wichtigsten Errungenschaften modernen Journalismus‘ zerstören: Den Nippelblitzer. Weiterlesen →

© Raoul Biltgen

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