Adam spricht es aus

was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

28. Juli 2014
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238 – Die Hühnerbrust

Liebe Frauen,

habe auch ich mal wieder was gelernt. Und zwar:

Männer, die gerne mit nacktem Oberkörper durch die Öffentlichkeit laufen, aber nicht jenen Oberkörper vorzuweisen haben, wie man ihn sich erwartet, wird er hergezeigt, die also nicht vollkommen fettfrei und austrainiert und brusthaarentfernt sind, nennt man aerosexuell.

Aerosexuell?

Ja, genau, aerosexuell. Was das zu bedeuten habt, dürft Ihr gerne selber nachschlagen, denn das hat der gute Journalist, der sich gedacht hat, er könne mit einer Wortneuschöpfung in die Duden dieser Welt eingehen, auch getan, um besonders interessant zu klingen. Mich interessiert es aber nicht. Denn der ewige Drang, Männer immer wieder neue Labels überzustülpen, geht mir schonmal ziemlich auf den Sack. Weiterlesen →

21. Juli 2014
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237 – Das zuschauen Lassen

Liebe Frauen,

letzte Woche habe ich Euch ein wenig über jenen Gesichtsausdruck geschrieben, den man beim Orgasmus an den Tag legt. Und zur Veranschaulichung habe ich Euch noch einen link und zwei Videos hinzugefügt, wo es eben solche Orgasmus-Gesichter zu sehen gibt.

Das hat mich auf einen weiterführenden Gedanken gebracht, dem ich heute nachgehen möchte.

Wichsen ist das, was man alleine macht. Oder? Klar. Egal, wie man es nennt, masturbieren, onanieren, sich selbst befriedigen, sich streicheln, sich liebkosen, sich etwas Gutes tun, sich einen runterhobeln, sich selbst verwöhnen und so weiter. Und man tut es, weil man es gerne tut oder weil man gerade keine andere Möglichkeit hat oder weil man sehr wohl auch andere Möglichkeiten hat, aber man es trotzdem gerne tut oder weil man es einfach tut und aus.

Wenn man aber zu zweit ist, und ich meine jetzt dort, wo man Sex haben will, tut man es nicht. Weiterlesen →

14. Juli 2014
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236 – Das Orgasmus-Gesicht

Liebe Frauen,

wie fickt Ihr? Mit offenen Augen? Oder lieber Augen zu und durch?

Bild: Gerda Wegener

Oder anders gefragt: Schaut Ihr dem Menschen, der Euch einen Orgasmus und dem Ihr einen Orgasmus beschert, in die Augen?

Und wenn ja: Was seht Ihr?

Es ist ein in der Zwischenzeit im Mainstream-TV angekommener Gag, sich über das Gesicht (oder auch die Laute) eines Menschen beim sexuellen Höhepunkt lustig zu machen, indem man dieses nachmacht. Und was wird nachgemacht? Zusammengekniffene Augen, verzogene Münder, Hecheln und Schütteln und Grinser und Lachen und Weinen und Greinen und … Und Ihr, liebe Frauen, könnt wohl ein Lied singen von dem, was Ihr schon so gesehen habt.

Und? Hat es Euch gefallen? Weiterlesen →

7. Juli 2014
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235 – Die Gratulanten

Liebe Frauen,

Geburtstage sind ja was Schönes, nicht?

Bild: Sasha Kargaltsev

Dochdoch, da kriegt man Geschenke, man lässt sich feiern, Menschen lachen, wenn sie einen sehen, sie singen gar, wenn auch falsch, dafür laut, und sonst würden sie unter gar keinen Umständen und nicht einmal in der Karaokebar besoffen um halb vier in der Früh auch nur den leisesten Ton anstimmen, aber wenn man Geburtstag hat, ja, dann überwinden sich die Menschen, weil sie feiern wollen, weil sie mit dem Geburtstagskind feiern wollen, plötzlich ist man der Held der Mannschaft, obwohl man gar kein Tor geschossen hat, und die Welt ist ein kunterbuntes Konfettispektakel.

Oder ergeht es Euch etwa nicht so, wenn Ihr Geburtstag habt?

Echt jetzt? Keine Kolleginnen, die extra Kuchen gebacken haben? Keine Chefs, die die Zigarettenpause verlängern, damit alle den gestifteten Sekt schlürfen können? Keine Freudengesänge, wenn Ihr auch nur die Tür aufmacht?

Oooh, Ihr Armen, denen es so geht, wie wohl den meisten, die nicht in einer Sitcom leben.

Aber gottseidank gibt es ja facebook. Weiterlesen →

30. Juni 2014
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234 – Die Nostalgie

Liebe Frauen,

manche von uns werden ja älter mit der Zeit.

Ich weiß, nicht alle tun das, vor allem Ihr tut das nicht, ich meine Euch auch gar nicht, ich meine nur, dass es halt auch Menschen gibt, denen das passiert. Die schauen eines Morgens auf die Taschenuhr und sagen sich: Ups, morgen werde ich 40 Jahre alt sein. Oder: Nächste Woche fünfunddreißig. Oder was auch immer an Zahl auftaucht.

Und manche von uns haben ein Problem damit, wenn sie älter werden. Ich weiß, Ihr natürlich nicht, da Ihr ja eh nicht älter werdet, aber es soll solche geben. Die sich im Spiegel anschauen und die Falten zählen und die grauen Haare rupfen, nicht mehr mit der Pinzette, sondern mit der vollen Faust, und die die Speckrollen an Bauch und Hüften mit beiden Händen packen können und die Krampfadern zählen kann man auch, und am Ende kommt man auf etwa so viel, wie man Jahre auf dem krummen Buckel hat.

Und manche von uns sind in solchen Momenten dazu geneigt, in die Vergangenheit zu blicken. Sie schauen in die vergilbten sonnenwarmen 70er oder in die quietschbunten 80er und denken sich: Seufz.

Und ich frage mich: Was gibt es denn da zu seufzen? Weiterlesen →

23. Juni 2014
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233 – Die Nacktbadenden

Liebe Frauen,

im Sommer locken nicht nur die Strandbäder und die Sonnenbrände, nein, es tut sich auch und trotz aller Bleichheiten und Fettpölster und sonstigen subjektiven Unschönheiten der Drang auf, sich nackig zu machen.

Bild: Peter Fendi

Natürlich ist das natürlich, dass man Kleider ablegen will, wenn es heiß ist, denn je weniger an, desto weniger warm, desto weniger Schwitz, desto wohler fühl.

Erstens stimmt das so nicht, sonst würden in den wirklich warmen Ländern die Menschen ja nur mehr nackt rumlaufen, tun sie aber nicht. Zweitens steckt ein ganz anderer Grund dahinter, sich nackig zu machen, nämlich jener, dass man das nicht alleine tut, weil ja auch andere Menschen unter dem Vorwand, so wenig Kleidung wie möglich ob der brütenden Hitze tragen zu müssen, ebendiese abwerfen. Und schon laufen wir alle rum, wie Gott uns schuf.

Falsch. Erstens keine Ahnung, ob und wenn wie welcher Gott auch immer uns geschaffen hat, zweitens ganz sicher nicht in Badehose und Bikini. Aber da gibt es gottseidank Abhilfe, den Nacktbadestrand, nein, besser, den naturbelassenen See, der nicht einsichtig ist und dem es egal ist und wo man tun und lassen kann, was man will, da tut man es und kein Textil dieser Welt will noch am Körper bleiben.

Und damit sind alle Begebenheiten geschaffen für ein sexuell prickelndes Aufeinandertreffen zweier Menschen. Weiterlesen →

© Raoul Biltgen

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