Adam spricht es aus

was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

25. Juli 2016
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342 – Die Männer-sterben-oder-auch-nicht-Notfall-Checklist

Liebe Frauen,

ich weiß ja, wie sehr Ihr Euch darüber lustig macht, dass Männer beim kleinsten Kratzer ob des immensen Blutverlusts in Ohnmacht fallen und bei der leichtesten Verkühlung schwerstleidend dahinsiechen.

Bild: Sasha Kargaltsev

Und ich habe mich auch selber schonmal darüber lustig gemacht (Folge 12: Der Held).

Und es würde mich nicht wundern, wenn der berühmte Männerschnupfen schon Einzug in den allerheiligsten Duden gefunden hätte.

Und dabei geht doch leider eines verloren: Ja, wir Männer leiden gerne und ausgiebig und immer wieder. Aber das tun wir durchaus auch dann, wenn es uns wirklich dreckig geht. Nur dass genau das unter Umständen verloren geht, wenn Ihr Frauen mal wieder annehmt, dass es eh nix ist. Jaja, leide nur, du Mann, du, tu dir selber leid, mir nämlich nicht. Und was ist, wenn es wirklich weh tut? Wenn wir uns wirklich nicht mehr erheben können von der Bettstatt, welche unser Totenlager zu werden droht? Weil Ihr kichernd uns einen ganz ekelhaften Tee ans Bett bringt? Statt zu handeln? Weiterlesen →

18. Juli 2016
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341 – Der Sex im Auto

Liebe Frauen,

und? Schon mal in einem Auto gefickt?

Nicht umsonst ist mir wohl letzte Woche bezüglich Sex und Auto das Bild eines alten Wagens aus Großvaters Zeiten eingefallen, denn so verhält es sich auch mit dem sich darin abspielenden Vergnügens: lang lang ist’s her.

Und damit meine ich nicht: Mein letztes Mal Sex im Auto ist lange her (ist es), sondern überhaupt. Denn: Einerseits legen immer weniger Menschen Wert auf den Besitz eines Personenkraftfahrzeugs, andererseits können wir es auch woanders tun.

Ich bin fast am Land aufgewachsen, sprich: Am Rande einer Kleinstadt. Und damals (ja, es ist sehr lange her), war der Ausbau des öffentlichen Verkehrs höchstens gerade mal gezeugt, ausgebrütet und umgesetzt aber sicher nicht. Da empfahl es sich für junge Menschen, alsbald einen fahrbaren Untersatz ihr eigen zu nennen, so sie denn auch mal im Nachbardorf Kühe umscheißen oder die Landdisko unsicher machen wollten. Weiterlesen →

11. Juli 2016
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340 – Die Bescheidenheit

Liebe Frauen,

könnt Ihr Euch an die Werbung erinnern: Mein Haus, mein Auto, meine Yacht?

Zwei Männer sitzen sich gegenüber. Der erste legt nacheinander drei Fotos auf den Tisch und sagt dazu: „Mein Haus, mein Auto, meine Yacht.“ Auf den Fotos sind ein schönes Haus, ein schönes Auto und eine schöne Yacht zu sehen. Darauf legt der andere Mann ebenfalls drei Fotos auf den Tisch, ebenfalls mit den Worten: „Mein Haus, mein Auto, meine Yacht.“ Zu sehen ist ein größeres Haus, ein größeres Auto, eine größere Yacht. Keine Ahnung, wofür die Werbung war, Geldanlagen oder so. Neunziger halt, da durfte man noch Angeber sein.

Denn eben, heute würde man sagen: Angeber. Die Zeit der Yuppies, die mit dem Arm, an dem die goldene Rolex prangt, lässig über die Tür des brandneuen Ferrari vor der Edelboutique parken und auf ihre getunte Geliebte warten, sind vorbei. Gottseidank. Das heißt allerdings nicht, dass Männer heutzutage nicht mehr reich sein sollten. Ganz sicher nicht. Weiterlesen →

4. Juli 2016
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339 – Die Bräune

Liebe Frauen,

es gibt sehr viel, was ich nicht verstehen kann.

Was Frauen so machen.

Was grundsätzlich ja auch in Ordnung ist, ich muss nicht nur nicht alles verstehen, es ist auch gut, nicht alles zu verstehen, denn wenn man vom anderen alles weiß, wird er langweilig. Gilt eben auch geschlechterübergreifend. Aber.

Aber bitte, liebe Frauen, warum tut Ihr manche Sachen?

Zum Beispiel das mit dem Solarium.

Ich weiß, es ist Sommer, aber bei dem heurigen ist Solarium ein Thema, wie es scheint. Und ja, klar, es kann gut tun, inmitten eines bitteren Winters die Sonne mittels künstlicher Quellen doch auf der Haut zu spüren. Und auch ja, es ist nicht jedem gegeben, mit käsig weißer Haut attraktiv auszusehen. Und weiters ja, eine gesunde Bräune zeugt von, wie der Name schon sagt, Gesundheit, was wiederum etwas ist, was man anstreben sollte. Gesund zu sein. Aber dann sitze ich einer Frau gegenüber, die vielleicht sogar ein hübsche ist, eine nette, eine liebenswürdige, eine … braune. Und ich betone, dass ich keineswegs Frauen meine, die von Natur aus eine dünklere oder dunkle Hautfarbe haben. Weiterlesen →

27. Juni 2016
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338 – Die richtigen Worte

Liebe Frauen,

Männer sind ungehobelte Arschlöcher, Frauen überkandidelte Sensibelchen.

Bild: Kawanabe Kyosai

Das wäre zumindest meine Zusammenfassung jeweils aus der anderen Sicht, wenn ich mir so anschau, wie miteinander geredet wird. Vor allem – wenn auch nicht nur – wenn es um Sex geht.

Ja, Männer sind derbe. Nicht immer, aber oft. Männer sagen „Schwanz“ und „Möse“ oder „Muschi“ und anderes. Sie beschreiben die Tätigkeit, auf die sie aus sind, mit Worten wie „Vögeln“, oder „Bumsen“. Sie sagen: „Du hast so geile Titten.“ Sie sagen: „Ich will dich ficken.“ Oder: „Rammeln.“ Oder: „Es dir aber sowas von besorgen.“ Sie sagen: „Du geile Sau.“ Oder auch: Sie schwingen nicht unbedingt die feine Klinge, wenn es darum geht, zu sagen, was sie wollen. „Nimm ihn in den Mund.“ Weil was gesagt ist, ist gesagt. Und wenn es klar gesagt ist, gibt es auch keine Fragen, was gemeint sein könnte. „Ich will dich in den Arsch ficken“ lässt nur wenig Spielraum für Interpretationen. Weiterlesen →

20. Juni 2016
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337 – Der feuchte Traum

Liebe Frauen,

mir ist zu Ohren gekommen, dass auch Ihr ab und an einen feuchten Traum träumt.

Ja, ich habe gehört, dass auch Frauen von Zeit zu Zeit von Sex träumen, dass sie nächtens und schlafens Lust empfinden, dass ihr Körper in entsprechender Weise reagiert, dass sie feucht werden und einen Orgasmus erleben und juhu tralala.

Und ich kann aus zuverlässiger Quelle sagen, dass Euch, liebe Frauen, die Männer darum beneiden.

Nein, nicht dass Ihr denkt, wir Männer träumen nicht auch immer mal wieder von Sex. Dochdoch, das tun wir, keine Angst. Auch wenn wir es als erwachsene Mannsbilder weit weniger oft tun, als wir das noch als wangen- und sackbeflaumte Teenager getan haben. Damals, ich kann’s Euch sagen, da waren unsere Nächte sehr sehr feucht. Weiterlesen →

13. Juni 2016
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336 – Der heilige Schwanz

Liebe Frauen,

wie Euch sicherlich bekannt ist, sind wir Männer Träger äußerst unterschiedlicher Ausführungen von Gehängen.

Oder anders gesagt: Kein Schwanz gleicht dem anderen.

Bei manchen Exemplaren handelt es sich um wahre Monstren, bei anderen eher um Kleinvieh. Welches aber bekanntlich auch Mist macht. Denn tatsächlich wünschen sich die Männer, alle alle alle, einen großen Penis, aber selbst wenn sie einen solchen nicht ihr eigen nennen, so gibt es am Ende nur wenige Männer, die nicht doch auf ihr Teil stolz sind. In der einen oder anderen Weise.

Was sich darin zeigt, dass sie sie ganz gerne auch mal herzeigen.

In der Hoffnung, damit eine Reaktion hevorzurufen. Weiterlesen →

6. Juni 2016
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335 – Die Ehe

Liebe Frauen,

dass ich ganze 335 Wochen gebraucht habe, um endlich das Thema Ehe in Angriff zu nehmen, dürfte doch schon einiges zu meiner Haltung dazu offenbaren.

Bild: Daniel Chodowiecki

Aber urteilt nicht zu schnell. Ich habe nichts gegen die Ehe. Ich weiß nur nicht, wozu ich sie brauch.

Ja, ich weiß, ich weiß, es ist wunderschön, es ist romantisch und tralala, wenn sich zwei Menschen versprechen, auf immer und schlimmer zusammenbleiben zu wollen und sich zu lieben und nie nie nie anderer Meinung sein zu wollen.

Und es ist noch viel romantischer, wenn das in einem unglaublich teuren weißen Kleid und einem nicht ganz so aber immer noch sehr teuren schwarzen Anzug gemacht wird. Denn dann ist der Schwur der Ehe natürlich auch viel mehr wert, klar. Und nein, ich werde mir jetzt nicht die Blöße geben und erwähnen, dass eben dieser Wert unter Umständen ja bereits dann flöten geht, wenn das unglaublich teure Kleid auf willhaben verscherbelt wird, weil eine neue Waschmaschine angeschafft werden muss, oder es praktischerweise etwas entrüscht und rot eingefärbt zu einem schönen Abendkleid zusammengestaucht wird. Denn es geht ja nicht nur um das Kleid. Weiterlesen →

© Raoul Biltgen

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