Adam spricht es aus

was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

26. Januar 2015
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264 – Der kleine Unterschied

Liebe Frauen,

was ist der kleine Unterschied zwischen Mann und Frau?

Bild: Franz von Bayros

Genau: der Schniedel.

Nur dürft Ihr das keinem Mann sagen, denn der hofft natürlich, dass es ein großer Unterschied ist, den er da zwischen seinen Neinen hat, dass er den größten Unterschied vorzuweisen hat, den Ihr jemals zu Gesicht bekommen habt, dass es aber ein gewaltiger Unterschied ist, jaha.

Aber ob dieser Unterschied nun so groß ist oder nicht, ist im Grunde nicht wirklich ausschlaggebend. Denn es kommt nicht auf die Größe an. Sondern auf die Anzahl. Nein, nicht der Penisse, sondern der Unterschiede, die es so gibt zwischen Männlein und Weiblein, denn es gibt viele, sehr viele, und also zwischen Partner und Partnerin auch. Was verwundern mag, scheint es doch ein erstrebenswertes Ziel in einer Beziehung zu sein, ohne großen Unterschiede auszukommen. Gleich und gleich gesellt sich gern, und damit ist gemeint, dass man zusammen Canyoning machen will oder amerikanische hard-boiled Krimis mag, weichgekochte Eier zum Frühstück einem Knäckebrot vorzieht, CSI nicht mehr gut findet, seit Grissom weg ist, Hunde mit Bart lustig findet, Rechtspopulisten am liebsten in den Arsch treten würde. Oder oder oder.

Oder es heißt, dass man auf die gleichen Dinge im Bett steht. Weiterlesen →

19. Januar 2015
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263 – Der Fremde

Liebe Frauen,

irgendwann war man sich noch fremd.

Bild: Johann Nepomuk Geiger

Irgendwann ist es losgegangen, man hat jemanden getroffen, jemanden, der einem gefallen hat, den man attraktiv fand und den man leiden mochte, den man wiedersehen wollte, von dem man mehr wollte, den man kennenlernen wollte.

Und dann hat man sich kennengelernt und war erfreut über das, was man am anderen kennengelernt hat, man hat sich verliebt und man ist zusammengekommen und man hat den anderen lieben gelernt und man hat ihn kennengelernt.

Und dann kennt man ihn.

Oder sie.

Und dann …

Fehlt auf einmal etwas. Auf einmal ist es nicht mehr so prickelnd, es ist nicht mehr so spannend, es ist, ja, sagen wir es, langweilig geworden. Mist. Warum? Weiterlesen →

12. Januar 2015
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262 – Das Wünschen

Liebe Frauen,

was ist der Schlüssel zur Glückseligkeit?

Bild: Félicien Rops

Reden.

Das wissen wir in der Zwischenzeit.

Reden, reden reden.

Es klappt was nicht in der Beziehung?

Drüber reden.

Es klappt was nicht beim Sex?

Drüber reden.

Es klappt was nicht im Leben?

Drüber reden.

So haben es uns sämtliche Beziehungs-, Sex- und Lebensberater der Welt beigebracht.

Und so habe auch ich es oft genug gesagt.

Denn:

Menschen können keine Gedanken lesen. Die eigenen nur selten, die eines anderen Menschen nie. Niemals. Nienienie. Auch nicht die des geliebten Menschen. Weiterlesen →

5. Januar 2015
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261 – Der Nachwuchs

Liebe Frauen,

Kinder. Kinder kriegen. Mutter sein, Vater sein. All das eben habe ich bisher nicht behandelt. Und man könnte sich fragen, warum.

Bild: Heinrich Zille

Weil ich ein Mann bin und das Frauensache ist?

Weil ich ein Mann bin und es auch Männersache sein sollte, aber ich, typisch Mann, feige bin und es mal außen vor lasse, weil ich hab ja Zeit, mir kann das wurscht sein, es läuft ja dann doch darauf hinaus, dass es Frauensache ist, was geht mich das an?

Weil es heutzutage nicht mehr so ist, dass sich die Männer davor drücken, Kinder haben zu wollen und für sie da sein zu wollen, weil sie Väter sein wollen, wie es ihre Väter nicht waren, weil das alles gar kein Thema mehr ist?

Warum auch immer, jetzt will ich es mal versuchen, mich dem Thema ein wenig anzunähern. Und zwar, weil eine Frau ein Buch geschrieben hat mit dem Titel „Die Uhr, die nicht tickt: Kinderlos glücklich. Eine Streitschrift“, worin sie darüber spricht, dass man auch kinderlos glücklich sein kann. Weiterlesen →

29. Dezember 2014
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260 – Der Sex auf Papier

Liebe Frauen,

seit die Menschen die Schrift beherrschen, gibt es erotische Literatur.

Bild: Kenyon Cox

Genau, Schweinskram.

Aber den Schweinskram würde es ja nicht geben, wenn wir ihn nicht liebten. Und ob es Schweinskram ist, der so genannt werden sollte oder nicht, das obliegt allein dem Leser. Schweinskram kann super sein. Schweinskram kann Literatur sein. Schweinskram kann sogar hohe Kunst sein. Oder eben nicht. Und wenn nicht … ist es auch ok, wenn es den Zweck erfüllt, den es erfüllen sollte. Und der ist meistens: Geil machen.

Nicht erst seit den berühmt-berüchtigten Shades of Grey fällt mir auf, dass Erotik in Buchform ein vor allem weibliches Publikum anzusprechen scheint (im Gegensatz zur visuell umgesetzten Erotik für Männer in Filmchen der eindeutigen Art). Gut, auch ich schreibe über Schweinskram und seit Jahren beginne ich, wie Ihr wisst, meine Texte mit „Liebe Frauen“. Dabei weiß ich aber, dass sehr wohl auch Männer meine Sachen lesen. Weiterlesen →

22. Dezember 2014
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259 – Die Grautöne

Liebe Frauen,

50 shades of grey.

Bild: Gregor

Gelesen?

Und?

Gut gefunden?

Geil geworden?

Handschellen gekauft?

Benutzt?

Mehr als ein Mal?

Keine Angst, sie verstauben zusammen mit den Latexstrapsen in so manchen Nachtkästen der westlichen Welt vor sich hin. Und das ist auch vollkommen ok. Und ich werde jetzt nicht darüber herziehen, wie unglaublich schlecht dieses Buch ist, denn dafür hätte ich es gelesen haben müssen. Ich hab’s aber nur bis etwa auf Seite 150 des ersten Teils geschafft. Weil ich es so unglaublich schlecht gefunden habe. Das war nur langweilig. Und ich habe nur so lange ausgehalten, um wenigstens eine Sexszene zu lesen. Und auch die war nur langweilig. Und prüde, herrgott, so prüde, da hätte auch vom Keksebacken geredet werden können. Aber wurscht, ich bin schließlich nicht die Zielgruppe. Weiterlesen →

© Raoul Biltgen

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