Adam spricht es aus

was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

26. März 2017
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377 – Der Job-Wichser

Liebe Frauen,

Ihr kennt sie sicher auch, die Wichser im Job.

Bild: Franz von Bayros

Bild: Franz von Bayros

Man kann nicht alle Menschen mögen. Und manche Menschen werden von recht wenigen anderen gemocht. Weil sie einfach Wichser sind. Ist so. Kann man aus dem Weg gehen. Manchmal. Manchmal aber auch nicht. Denn wenn sie Kollegen sind, dann hat man unter Umständen ein Problem. Das noch größer ist, wenn es sich unter Umständen auch noch um den Chef handelt

Aber.

Es gibt auch viele Kollegen, die man eigentlich ganz gerne hat. Und trotzdem sind sie Wichser. Ja, und zwar im eigentlichen Sinn. Sie holen sich einen runter. Onanie.

Gut, wer tut das nicht? Und ich inkludiere ganz klar Euch, liebe Frauen. Das gehört dazu, auch wenn wir nicht so gerne drüber sprechen. Es zugeben. Und jeder kann tun und lassen, was er will, wenn er zuhause in seinen eigenen vier Wänden ist und …

Und manche tun es eben nicht nur dort, sondern auch am Arbeitsplatz. Weiterlesen →

19. März 2017
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376 – Das kleine und das große Au

Sie schlug ihn mit der flachen Hand mitten ins Gesicht.

Und dann fragte sie: „Liebst du mich?“

Er war verwirrt.

Das sah man ihm wohl an.

Also schlug sie noch einmal zu.

Das tat weh, es sammelte sich sogar ein wenig Wasser in seinen Augen. Was ihn in eine Zwickmühle brachte: Die Tränen rinnen lassen oder wegwischen? Was machte ihn schwächer? So als Mann? Weil auch wenn boys don’t cry, hat er als moderner Mann doch gelernt, dass es ihn erst dann stark macht, wenn er zu seinen Gefühlen stehen kann. Also rinnen lassen, wenn es rinnen will. Und keine Kinohollywoodschmonzette wird je wieder trockenen Auges von ihm verlassen. Wegwischen hingegen ist eine große Geste, die nichts als Schwäche ausdrückt. Nur sein Problem war, dass er ja wusste, was sie von ihm erwartete. Sich schwach zeigen. Sich untergeben. Ihr. Was war es also, was ihr das geben konnte, was sie wollte? Schließlich hatte er sich bereit erklärt, sich voll und ganz drauf einzulassen, auf ihr Experiment. Weiterlesen →

12. März 2017
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375 – Der Blick

Liebe Frauen,

worauf kommt’s an, wenn’s drauf ankommt? Wenn eine Frau einem Mann gefallen will. Wenn sie ihn für sich gewinnen will. Wenn sie ihm zeigen will, dass sie ihn will, ohne dabei plump zu sein, denn sie will ihn für immer, sie will ihn ernsthaft, nicht nur für eine Nacht, sie will ihn ganz, nicht nur seinen Körper. Sie will ihn. Also: Worauf kommt es an? Was muss sie tun? Was?

Bild: Toshiro Kataoka

Bild: Toshiro Kataoka

Nichts.

Oder nicht viel.

Sie muss nur schauen.

Schluss.

Wirklich, mehr ist es nicht, sie muss schauen. Ihn anschauen.

Na gut, sie muss nicht nur schauen, sie muss blicken, ihn anblicken. Sie muss den Augenkontakt suchen. Und wenn sie ihn gefunden hat, halten. Wenn es sein muss über Stunden. Immer in die Augen. Dann ist alles klar.

Bitte nicht einen besonderen Blick aufsetzen dabei. Nicht das Gesicht verzerren zu einer Fratze, die signalisieren soll: „Ich will dich.“ Dabei kommen nur Schnabelmünder und verdrehte Augen und so dabei raus, und das kann doch auch nicht gesund sein, immer so dreinzuschauen, ganz ehrlich. Weiterlesen →

5. März 2017
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374 – Die Swinger

Liebe Frauen,

ab und zu bekomme ich den Auftrag, mit Vorurteilen aufzuräumen.

Bild: Thomas Rowlandson

Bild: Thomas Rowlandson

Immer wieder gebe ich mir diesen Auftrag selber.

Doch manchmal, möchte ich meinen, ist es ganz gut, es bei den falschen Vorstellungen der breiten Masse zu belassen.

Duke Ellington sitzt also da, nickt zufrieden im Takt der Musik, hebt die Hände zu den Tasten und spielt. Musik liegt in der Luft. Die Stimmung ist unbeschwert, die Menschen hören gerne zu, sie tanzen, sie erfreuen sich ihres Lebens. Sie küssen sich und entkleiden sich und alle ficken mit allen.

Ja, herrgott, auch in einem Swingerclub darf Swing gehört werden. Aber ich weiß natürlich, dass Ihr nichts über den Duke lesen wollt, sondern darüber, wie das so ist, in einem Swingerclub, wo man hingeht, um mit irgendwelchen wildfremden Menschen rumzuvögeln, nur um des lieben Vögelns willen. Tut man das? Soll man das tun? Soll man das tun wollen? Bin ich pervers, wenn ich das will? Oder sind vielmehr alle pervers, die das pervers finden, weil wir sind erwachsene Menschen und können vögeln, mit wem wir wollen. Weiterlesen →

26. Februar 2017
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373 – Die Maulfaulheit

Liebe Frauen,

wer müde ist, hat keine Lust zu ficken.

Bild: Theodor Roussel

Bild: Theodor Roussel

Soweit die Quintessenz der vergangenen Woche.

Doch das ist bei weitem nicht das Schlimmste, was einem passieren kann, wenn man zu wenig Schlaf bei zu viel Anstrengung bekommt.

Denn Müdigkeit macht auch maulfaul. Und damit meine ich jetzt nicht, dass man auch keinen Oralverkehr mehr hat, das war schon beim Ficken mit eingeschlossen. Nein, mit maulfaul meine ich, dass man keine besondere Lust zu reden hat.

Und ein müder Mensch kommt nach Hause und lässt sich müde aufs Sofa fallen, nachdem er müde seine Schuhe von den Füßen gestülpt und unversorgt hat rumliegen lassen. Und ein anderer Mensch lässt müde einen Satz durch die gemeinsame Wohnung fallen, der da lautet: „Und?“ Weiterlesen →

19. Februar 2017
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372 – Die Müdigkeit

Liebe Frauen,

Migräne ist out, Müdigkeit ist in.

Bild: Xuancunghoa

Bild: Xuancunghoa

Denn Müdigkeit ist etwas, das dürfen auch die Männer haben. Denn es ist Ausdruck eines arbeitsreichen Tages, die hat man sich also wohlverdient.

Mann und Frau arbeiten. Das dürfen beide, das tun beide, das ist gut so, wir leben nicht mehr in den 50ern, als Frau noch Hausfrau und Mutter zu sein hatte. Okay, nein, jetzt habe ich einen Fehler gemacht. Auch Hausfrau und Mutter ist Arbeit. Und alle Hausfrauen und Mütter wissen, wie viel Arbeit es ist. Gilt übrigens auch für Hausmann und Vater. Was ich gemeint habe: Menschen arbeiten und dürfen nach getaner Arbeit rechtschaffen müde sein, egal ob sich diese Arbeit zuhause abspielt oder in einem Büro oder in der Kanzel eines Krans. Und auch egal, ob diese Arbeit Spaß macht oder nur Maloche ist. Weiterlesen →

12. Februar 2017
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371 – Die Scham

Liebe Frauen,

schämt Euch.

Bild: Studio J. Mandel

Bild: Studio J. Mandel

Wofür?

Dafür, dass Ihr Frauen seid.

Wie bitte? Geht’s noch? Jetzt haben sie dir aber vollkommen ins Hirn geschissen, oder welcher Goldfisch ist grad aus deinem Aquarium gehüpft?

Sorry, liebe Frauen, habe nicht ich erfunden, gibt es schon seit Langem, ist so ein Ding diverser Religionen, vor allem der christlichen, weil es ja Eva war, die die Erbsünde begangen hat. Adam konnte da gar nichts für. Ich kann da gar nichts für. Also, schämt Euch auch noch, mich da zu bezichtigen, Unfrieden säen zu wollen oder so.

Scham ist ein sehr tiefgehendes Gefühl. Und deshalb bedeutet es Macht für diejenigen, die anderen vorgeben können, auf welche Art und Weise auch immer, dass sie sich zu schämen haben. Kinder, die etwas Falsches getan haben, können mit Strafen umgehen, wenn sie deren Sinn und Zweck erkennen, und vor allem die Chance, daraus zu lernen. Scham aber trifft ins Mark. Einem Kind zu sagen, es soll sich schämen, bringt es in einen inneren Konflikt mit sich selber, mit dem, was es ist. Ob es gut genug ist für diese Welt. Weiterlesen →

5. Februar 2017
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370 – Der Bierbauch

Liebe Frauen,

warum stehen Männer auf große Brüste?

Weil sie dicke Bäuche haben.

Und warum stehen sie auf schlanke Frauen?

Weil sich dicke Bäuche haben.

Und warum haben sie dicke Bäuche?

Weil sie dicke Bäuche haben.

Na schön, Erklärung. Männer haben dicke Bäuche, weil sie faule Säcke sind und Six-Packs sehr viel Zeit und Aufwand in Anspruch nehmen. Und auf der anderen Seite Bier und Schnitzel und überhaupt Essen und Rumsitzen das ist, was Spaß macht. Sofafußballer. Bildschirmhelden. Nabelfusselsammler.

Was soll ich sagen? Die meisten Männer, die nichts dagegen tun, kriegen im Lauf der Jahre einen Bauch, der sich so nennen darf. Bei manchen ist es in Ordnung, von einem Bauchansatz zu sprechen, bei anderen ist derselbe derart voluminös, dass sie ständig auf der Hut vor mit Harpunen bewehrten Männer namens Ahab sein müssen. Aber der Bauch kommt. Ist so. Und alle Bauchträger schauen neidvoll auf die paar Ausnahmen, die auch über 60 noch athletisch schlank rumlaufen und graubehaart Männermodell werden, um sich ihre karge Pension aufzufetten. Statt sich. Weiterlesen →

© Raoul Biltgen

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