Adam spricht

über alles, was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

15. Oktober 2017
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406 – Der Beischlafdiebstahl

Liebe Frauen,

lasst Euch nur ja nicht den Sex klauen.

Bild: Heinrich Lossow

Bild: Heinrich Lossow

Ja, es gibt ihn, ganz offiziell, den Beischlafdiebstahl, fragt die Polizei, die wissen das. Und Opfer davon sind meistens – die Männer. Aber nein, ihnen wird nicht etwa der Geschlechtsakt geklaut, neinnein, den geben sie schon noch freiwillig her, zahlen sogar unter Umständen dafür. Aber genau dieser Umstand wird genutzt, um die Männer zu bestehlen. Geld zum Beispiel. Oder die Uhr. Oder die Unterhose, wer weiß. Also: Beim Ladendiebstahl wird nicht der Laden, sondern im Laden geklaut. Beim Beischlafdiebstahl wird eben auch lediglich die gute Gelegenheit genutzt.

Denn Männer sind ja so leichte Opfer. Weil sie bekannterweise nur mit dem Schwanz denken. Vor allem, wenn ihnen Sex ins Haus steht, da geht oberhalb des Äquators gar nichts mehr. Weiterlesen →

8. Oktober 2017
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405 – Die Beinhaare

Liebe Frauen,

ob Frauen sich wirklich die Beine rasieren müssen, wollt Ihr also wissen.

Bild: Archives d‘Éros

Diese Frage wäre so leicht zu beantworten, hätte ich nicht letzte Woche ein Plädoyer dafür gehalten, dass sich Frauen nicht durch welche Modemeinungen auch immer dazu überreden lassen sollen, sich das Schamhaar zu rasieren. Oder weil es Männer (angeblich) wollen. Konsequenterweise müsste also meine Antwort zu dieser Frage eindeutig sein und lauten: Nur wenn Ihr das wollt.

Nun bin aber selbst ich manchmal (aber doch) nur ein Mann. Und habe dementsprechend so meine Vorlieben. Die ich manchmal sehr eindeutig an dieser Stelle zu verkünden mich bemüßigt fühle. Manchmal aber auch nicht. Weiterlesen →

1. Oktober 2017
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404 – Der Busch

Liebe Frauen,

Schamhaare feiern ihr Comeback.

Bild: Jules Richard

Bild: Jules Richard | Adam spricht

Ja, das habe ich kürzlich in einem Frauenmagazin gelesen: Frauen laufen wieder mit Haaren in der Hose rum. Sie hören auf, sich unten rum zu rasieren. Männliche Hipster tragen schließlich auch Bart. Obwohl ich da wiederum gelesen habe, das sei schon wieder out. Egal. Behaarter Vernushügel ist in. Wieder. Busch is back.

Darf ich Euch etwas verraten? Was Ihr eigentlich wissen müsstet. Die Schamhaare feiern gar nichts, auch kein Comeback, denn zurück kommen sie ständig. Um dann wieder abgesäbelt zu werden. Woche für Woche. Oder auch Tag für Tag.

Und ich atme tief aus, dass es scheinbar nun mal wieder trendy ist, aber sowas von, die lieben Härchen einfach mal wieder ein wenig wachsen zu lassen. Denn dann kann ich mir zukünftig die Frage ersparen: Warum?

Warum, um himmelswillen, wollen Frauen untenrum unbedingt glatt rasiert sein?

Und jetzt sagt nicht, weil es die Männer so wollen. Weiterlesen →

24. September 2017
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403 – Das Sextoy für den wahren Mann

Liebe Frauen,

denkt nur nicht, Männer würden nicht auch ganz gerne mal mit Spielzeug hantieren.

Und was fällt Euch ein, wenn Ihr Euch einen Mann vorstellt, der sich, das Gesicht hinter dem aufgeschlagenen Mantelkragen des Trench Coats versteckt, in den Sex Shop schleicht?

Richtig, an Gummipuppen.

Was soll ich sagen: Ja, sie werden gekauft, die Gummipuppen, und das nicht nur von Brautjungfern zum Jungesellinnenabschied, haha, lustig. Stellt Euch eine solche Puppe mal vor, und dann stellt Euch den lieben Bräutigam vor, dem Ihr Eure beste Freundin am nächsten Tag bis zum Ende ihres Lebens anvertrauen wollt, wie er auf der Puppe draufliegt, sie begattet, seinen Penis in ihre Plastikvagina steckt und rein und raus und spritz und aus. Oder er packt sie beim Hinterkopf und nutzt die ach so anpassungsfreudigen Lippen in O-Form, um … Bild da? Schön. Werdet Ihr jetzt auch nicht mehr so schnell los. Und ich wiederhole: Genau zu diesem Zwecke werden diese Puppen hergestellt. Und genutzt.

Aber nur von den Männern, die nicht mehr ganz so up to date sind. Weiterlesen →

17. September 2017
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402 – Die Dankbarkeit

Liebe Frauen,

dankt uns nicht.

Bild: Joseph Apoux

Bild: Joseph Apoux

Danke.

Männer lernen ja dann doch im Laufe der Zeit. Unter anderem lernen sie, dass sie, so sie in einer Beziehung sind, auch Teil des Haushalts sind. Und dass sie also auch Teile des Haushalts übernehmen müssen. Sollen. Dürfen. Dass sie also auch kochen, putzen, Blumen gießen, den Hund ausführen, den Müll runterbringen und die Wäsche machen müssen. Sollen. Dürfen.

Und weil Eure Männer, liebe Frauen, zu den besonders lehrsamen Exemplaren zählen und sich dementsprechend einbringen und halbe-halbe gelebte Realität ist, seid ihr natürlich sehr dankbar. Vor allem, weil Ihr ja seht, mit welchen Neandertalern Eure besten Freundinnen gesegnet sind. Euer Mann holt sich selbst sein Bier. Und bietet Euch sogar eines an. Na also. Was sagt man da? Richtig: Danke.

Bitte.

Und ich sage: Hört auf damit, Euch zu bedanken.

Warum? Weiterlesen →

10. September 2017
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401 – Die Falten

Liebe Frauen,

lasst die Finger von Botox.

Bild: Jan Matejko

Bild: Jan Matejko

Danke, das war’s.

Euer Adam.

Wie jetzt, Ihr wollt wissen, warum?

Ich finde es traurig, dass ich das jetzt auch noch erklären muss, denn das zeigt, dass Ihr, liebe Frauen, tatsächlich denkt, dass es gut sein könnte, unter welchen seltsamen Umständen auch immer, keine Falten zu haben. Und ich spreche von jenen Falten, die sich jeder Mensch im Laufe seines Lebens nunmal anzüchtet. Und bei manchen sind diese tief, bei anderen nicht. Bei manchen kommen sie früh, bei anderen scheinbar überhaupt nie. Stimmt natürlich nicht, sie sind nur weniger auffällig. Und ja, man kann so viel dagegen tun, diese Falten zu bekommen. Zum Beispiel Cremes und Salben und Tupfer und weiß der Geier verwenden. Die Industrie dankt. Ob es die Haut tut? Ich weiß ja nicht. Weiterlesen →

3. September 2017
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400 – Die Hitze der Nacht

Liebe Frauen,

gebt mit Euren Schweiß, oh ja, ich stehe drauf.

Bild: Auguste Levêque

Bild: Auguste Levêque

Zwei menschliche Körper, ineinander verschlungen, Arme, Beine, Rücken und Bäuche und Brüste und Ärsche und ein Penis, eine Vagina. Würde man von außen drauf schauen, man könnte kaum erkennen, wem welcher Teil gehört. Aber es ist egal und wir schauen nicht von außen drauf, nein, wir sind mittendrin, wir sind Teil dieses gordischen Knotens, den man nicht einmal durch Zerschlagen lösen kann. Und wir wollen ihn ja auch nicht lösen, sondern immer fester ziehen. Und Haut gleitet an Haut, schweißnass. Denn es ist heiß, sehr heiß. Wir sind heiß, sehr heiß. Uns ist heiß, sehr heiß. Tiefe Nacht und doch noch fast dreißig Grad, schwül und windstill und die Bettlaken klamm von der Feuchte, die in der Luft liegt.

Und ich denk mir …. Ja, nein, ich weiß ja nicht. Weiterlesen →

© Raoul Biltgen

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