Adam spricht es aus

was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

27. April 2015
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277 – Der Sex halt

Liebe Frauen,

wie ist Sex?

Bild: Michael Zichy

Sex ist groß, Sex ist überwältgend, Sex ist die wichtigste Nebensache der Welt, Sex ist die wichtigste Hauptsache der Welt, Sex regiert die Welt, Sex ist unbeschrieblich, es ist, fuck, es ist, Sex ist einfach, genau, das ist es, Sex ist.

Aha.

Immer?

Eben.

Manchmal, nein, ich sage es gleich: Gar nicht mal so manchmal ist Sex halt auch einfach nur … halt. Sex halt. Man vögelt miteinander und fragt sich nicht, wie es denn war, denn die Antwort wäre: Sex halt. Keine übermäßige Extase, keine unglaubliche Erleuchtungen, kein Beben, das die Welt erschüttert, kein kleiner Tod und schon gar kein großer. Sex halt. Nein, nicht schlecht, wirklich nicht, ich rede nicht davon, dass man was erlebt, was man nie nie nie mehr erleben will, weil es mies war, weil es wehgetan hat, weil es eklig war, weil man es beenden wollte, sofort, nein, wriklich, ich meine nicht den schlechten Sex. Ich meine den Sex, der halt Sex ist, den man dann auch wieder vergisst. Man hatte Sex, man ist gekommen, beide, es war auch in dem Moment sogar gut, aber es war nichts Besonderes. Weiterlesen →

20. April 2015
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276 – Die erogenen Zonen des Mannes

Liebe Frauen,

es gibt so viele Witzchen und Klischees darüber, dass der Mann nur eine einzige erogene Zone besitzt, und die sitzt zwischen seinen Beinen.

Bild: Wellcome Images

Natürlich haben diese Witze nicht recht, ein Mann hat nicht nur eine erogene Zone. Ein Mann hat zwei erogene Zonen.

Und, ja, die erste sitzt zwischen seinen Beinen. Allerdings ist sie ausgedehnter, als so mancher annehmen möchte. Denn sie umfasst den Penis, auf jeden Fall, sie inkludiert aber auch die Eier, die Innenseiten der Oberschenkel, den Damm, also den Übergang der Eier nach hinten, und den Anus. Genau, das Loch. Auch wenn viele Männer diesen letzten Teil nicht zulassen wollen, aber das ist dann deren Problem. Dann ist allerdings meistens auch bereits der Damm Tabuzone. Die Innenseiten der Oberschenkel hingegen sind deswegen Teil dieser etwas größeren erogenen Zone, weil sie hinführen zum Mittelpunkt, eben, zum Schwanz. Die Eier hängen halt dran, also warum sie nicht mit einbeziehen? Ansonsten aber kommen wir der Sache mit den Witzen recht nah: Weiterlesen →

13. April 2015
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275 – Der Durchschnitt

Liebe Frauen,

wir leben in einer vermessenen Welt.

Bild: Friedrich Eduard Meyerheim

Das wisst Ihr, darunter leidet Ihr, denn unter anderem vermessen werden etwa Hintern und Beine und Brüste und Nasen und Augen und Lippen und … so weiter.

Auch bei Männern wird so manches vermessen, allerdings vor allem der Schwanz.

Aber die Vermessungswut der Menschen beschränkt sich natürlich nicht auf den Körper, es wird auch das Verhalten des Menschen vermessen. Wie lange ist man mit wem zusammen? Wie lange kann man mit wem vögeln? Wie oft vögelt man? Oder auch: Wie oft redet man miteinander, wie oft küsst man sich, wie oft streitet man, wie oft versöhnt man sich, wie oft hat man dabei Versöhnungssex, wie oft hat die Fraue einen Orgasmus und wie oft der Mann?

Und wie viele Partner braucht der Mensch? Im Leben? Bis er oder sie den oder die Richtigen oder Richtige gefunden hat? Und wie muss der oder die Richtige aussehen und was muss sie tun und wie oft?

Und was haben wir davon?

Zahlen, Zahlen, Zahlen. Weiterlesen →

6. April 2015
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274 – Der weibliche Orgasmus

Liebe Frauen,

ach, es gibt so vieles an Euch, was uns Männern auf ewig ein Rätsel bleiben wird.

Bild: Heinrich Lossow

Und das ist nicht nur Eure Mensutruation.

Das Problem der Männer aber ist, dass sie meistens nicht wissen, dass es da noch viele viele weitere Geheimnisse zu entdecken gäbe.

Oder gibt es sie nicht zu entdecken? Bleiben sie uns armen Würstchen auf ewig verborgen? Weil wir denken, wir wissen Bescheid, haha?

Genau, haha, so ist es.

Aber wir wissen nicht Bescheid, wir wissen nichts, wir ahnen nicht einmal, was es zu wissen geben könnte. Also bleiben wir dumm.

Zum Beispiel der Orgasmus einer Frau. Letztens hat mich eine Leserin gefragt, wie sich Männer den vorstellen. Sehr viele Männer sehen den weiblichen Orgasmus vor allem als Resultat dessen, was sie mit einer Frau machen können. Ihr einen Orgasmus bescheren. Weil sie so gute Ficker sind. Sie bringen die Frauen zum Schreien, zum Weinen und Lachen, zum Beben und Zittern, weil sie es ihr besorgt haben, der Mann, der Orgasmus-Bescherer, hurra, und der Orgasmus ist dann vor allem eins: Überwältigt sein vom Können des Mannes. Und seiner Ausstattung natürlich, klar. Weiterlesen →

30. März 2015
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273 – Das rote Meer

Liebe Frauen,

Moses teilte es einst, das rote Meer.

Bild: Mihály Zichy

Doch nicht alle Männer sind Moses. Und so teilen sich die nicht-Mosesse grob in zwei Kategorien auf: jene, die das rote Meer lieber umschiffen, und jene die wacker die Fahrt aufnehmen und sich nicht einschüchtern lassen.

Wovon?

Nein, nicht vom Meer, vom Rot des Meeres.

Und ich schätze, Ihr wisst, wovon ich spreche: Sex während der Regel.

Ich bin ja kein Freund von Statistiken, da ich es mit Churchill halte: Die einzige Statistik, der ich glaube, ist jene, die ich selber gefälscht habe. Also nehme ich einfach mal an, dass es unter Euch, liebe Frauen, welche gibt, die sagen: Nein, nur das nicht. Und andere, die meinen: Ja, klar, warum nicht? Und wieder welche werden wohl der Meinung sein: Auf jeden Fall.

Auch unter Männern gibt es durchaus keine Einigkeit, was dieses Thema betrifft, allerdings hege ich die Vermutung, dass es doch so ist, dass es wesentlich mehr Männer gibt, die das Thema, und damit den Vollzug des Aktes während der Regel lieber vermeiden. Warum? Weil sie’s eklig finden. Warum? Tja, das ist doch die Frage. Weiterlesen →

23. März 2015
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272 – Das weiße Schaf

Liebe Frauen,

da dachte ich doch tatsächlich, Euch vertrauen zu können.

Bild: Johan F. L. Dreier

Wie konnte ich nur.

Da habt Ihr mir doch das erzählt, was ich letzte Woche geschrieben habe, nämlich dass es so zu sein scheint, dass Ihr, liebe Frauen, erstmal ein paar Arschloch-Männer durchprobieren müsst, bis Ihr willens und vor allem in der Lage seid, ein nettes Exemplar an Eure Seite zu nehmen und fürderhin mit ihm durchs Leben zu schreiten. Ohne vorheriges notwendiges Arschloch aber haben die Netten keine Chance.

Und da schreibt mir eine Leserin, eine von Euch also, dass sie das ganz anders sieht. Und zwar so: Weil es fast nur Arschloch-Männer gibt und nur ganz ganz wenige Nette, gerät frau unweigerlich erstmal an die Männer, die sie auch gleich wieder auf den Mond schießen kann, bis sie endlich endlich bei einem, sagen wir mal, annehmbaren männlichen Wesen landet. Oder anders ausgedrückt: Die Männer bilden eine große Herde schwarzer Schafe, und nur ganz ganz wenige weiße blöken leise darin rum. Weiterlesen →

16. März 2015
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271 – Das notwendige Arschloch

Liebe Frauen,

also, wie ist das?, Ihr braucht Arschlöcher in Eurem Leben, damit Ihr wisst, dass Ihr den richtigen gefunden habt, wenn Ihr ihn gefunden habt?

Bild: Martin van Maele

Zumindest habe ich das so verstanden. Nachdem ich immer wieder von Frauen höre, dass sie sich erstmal auf einige Arschlöcher einlassen müssen, bevor sie dann auf den Mann stoßen, mit dem sie tatsächlich glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende … Und Arschloch heißt: Ja, leidenschaftlich, sicher, denn es wird ordentlich gestritten, es wird ordentlich gelitten, es wird ordentlich geweint und am ordentlichsten Schlüsse gezogen, dass im Grunde alle Männer Arschlöcher sind, und es wäre besser, man würde sich gar nicht auf wen einlassen, dann kann man auch nicht verletzt werden und überhaupt. Dazu gehört auch, dass sie, diese Männer Dinge tun, die gerne als „typisch männlich“ bezeichnet werden, und das heißt, sie sind egoistisch, sie sind Machos, sie saufen zu viel, sie rauchen zu viel, sie kiffen zu viel, sie koksen zu viel, sie verdienen zu viel … Zu viel verdienen? Ja, das habe ich geschrieben, denn dadurch dass sie so viel verdienen, glauben sie, sie können sich alles kaufen, inklusive Eurer Zuneigung, da kommen fette Geschenke und dafür sollt Ihr dann brav sein und sie anbeten und sie blasen, wenn sie es wollen. Weiterlesen →

© Raoul Biltgen

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