Adam spricht es aus

was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

30. Mai 2016
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334 – Das Sexdoping

Liebe Frauen,

wir armen armen Durchschnittsmänner haben mal wieder ein Problem.

Und das begründet sich mal wieder in unserem eh schon übertriebenen Pornokonsum.

Weil die Männer in den Pornos nicht nur viel dickere und größere und standfestere Schwänze haben als wir, nein, die bringen es sogar fertig, einen ganzen 90-Minüter durchzuhalten, wenn es darauf ankommt.

Und nicht nur das: Egal, was wir lesen oder hören oder sehen, immer wieder müssen wir von nächtelangem Sex, wochenendlangem Rumgeficke, gar nicht enden wollende Orgien hören. Und beschämt schauen wir auf unseren Schniedel, der recht abgeschlafft da rumhängt, dabei ist das letzte Mal doch schon eine halbe Stunde her, eine Stunde, sechs. Und das letzte Mal ging nicht sechs Stunde, ehrlich gesagt nicht einmal eine, eher eine halbe. Und verdrossen ziehen wir ihn ein, den Schwanz, und schauen fern. Und sehen Sport. Weil wir Männer das halt so tun. Tour de France am Start. Und da geht uns plötzlich ein Licht auf. Eine ganze Lichterkette. Weiterlesen →

23. Mai 2016
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333 – Das Glück dieser Erde

Liebe Frauen,

das Glück dieser Erde ist die Liebe.

Bild: John Reinhard Weguelin

So, und mit diesem einfachen Satz könnte ich es auch schon für heute belassen, da es ist alles drin, was reingehört.

Und doch schreibe ich noch ein paar Zeilen.

Vielleicht weil ich noch nicht gelernt habe, jene Momente zu erkennen, in denen es besser ist, die Klappe zu halten. Oder die Finger im Zaum. Zu spät.

Ach, wir kennen das doch alle. Und wenn nicht, dann wünsche ich es uns allen, es zu kennen. Nämlich dieses Gefühl, wenn man sich frisch verliebt hat. Es tut weh. Es ist nicht immer schön. Man hat sich nicht mehr unter Kontrolle. Man denkt nur mehr an einen Menschen. Und benimmt sich, wie ein Teenie. Ist es nicht schön? Ich sage: Es ist super. Solltet Ihr Euch das nächste Mal in diesem Zustand befinden, versucht, nur für einen kurzen Moment, Euch von außen zu betrachten und dafür dankbar zu sein, diese unbändigen Gefühle haben zu dürfen. Und genießt.

Aber das ist noch nicht die Liebe. Weiterlesen →

16. Mai 2016
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332 – Die Unlust

Liebe Frauen,

hat Euer Mann schon mal Sex abgelehnt mit der Begründung, am nächsten Tag früh raus zu müssen?

Obwohl das Klischee natürlich besagt, dass dies absolut unmöglich, da wir ja wissen, dass Männer ständig und immer und überall nichts anderes als Sex wollen, und es im Gegensatz dazu die Frauen sind, die sich weigern und klassicherweise Migräne vorschützen, möchte ich dieses Mal dann doch behaupten, das Klischee sei nur bedingt auf die Realität umzulegen, woraus ich folgere, dass die Antwort auf meine oben gestellte Frage in vielen Fällen „Ja“ lauten wird.

Und trotz dieses langen Satzes ist die Erklärung dafür kurz: Es ist eine Lüge. Weiterlesen →

9. Mai 2016
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331 – Die Einsamkeit der Zweisamkeit

Liebe Frauen,

Party, yeah, feiern, bis der Arzt kommt, und dann mit dem durch die Krankenbetten robben, saufen ohne Koma, Freude, yeah.

Bild: Gerda Wegener

Und so.

Wann macht Ihr das?

Richtig, wenn Ihr single seid.

Vor allem das mit dem Arzt.

Und dann lernt Ihr irgendwann bei diesen gar erquicklichen Aktivitäten den Arzt Eures Vertrauens kennen und erkort ihn zum Hausarzt. Oder es ist kein Arzt. Es ist halt der Mensch, in den Ihr Euch verliebt, der sich in Euch verliebt, mit dem Ihr in Beziehung geht und mit dem Ihr ein Paar werdet. Erstmal hindert Euch das nur wenig, auch weiterhin auszugehen und einen oder zwei drauf zu machen, zusammen halt. Und dann zieht Ihr zusammen. Und dann besorgt Ihr Euch ein Netflix-Abo. Und dann strickt Ihr Makramee-Aufhänger für die Pflanzen am Balkon. Weil die Begrünung der Behausung zu einem wichtigen Thema geworden ist. Weiterlesen →

2. Mai 2016
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330 – Das Souvenir

Liebe Frauen,

ich wette, auch Ihr habt irgendwo eine Schachtel, in der die ganzen Erinnerungsstücke an vergangene Tage aufgehoben sind.

Und ich meine: Souvenirs vergangener Lieben.

Geht mal hin und öffnet sie. Was ist drin? Fotos? Wahrscheinlich. Konzerttickets, Kinotickets, Theatertickts. Ein Schleifchen, das mal woran war? An einem Weihnachtshasen? Einem Ostermann? Oh, eine aufgerissene Kondompackung, verfickt, ja, das war, als wir im schönsten Sommer seit Jahren am Strand von Malle, nein, im Park in Berlin, oder doch damals im Auto auf der Fahrt nach Kroatien?, eben richtig, ja, das war’s. Nur mit wem? Klaus? Otto? Eberhard?

Stimmt natürlich nicht, meine Annahme, dass sich da irgendwelche Ungenauigkeiten in der Erinnerung einschleichen, Ihr wisst ganz genau, dass Ihr mit Pascal bei Euch zuhause im Bett gefickt habt, aber es war das erste Mal und er hat die Gummiverpackung mit den Zähnen aufgerissen, da sieht man noch den Abdruck, und es war gut, so gut, sowas vergisst man doch nicht.

Und doch habt Ihr seit Jahren nicht mehr dran gedacht. Weiterlesen →

25. April 2016
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329 – Die Abhänggkeit

Liebe Frauen,

Ihr wisst doch, wie das ist: Auch wenn das eine die Wahrheit ist, heißt das noch lange nicht, dass das Gegenteil nicht ebenso wahr sein kann.

Bild: Luc Lafnet

Zum Beispiel: Wenn Ihr Euch an das zurückerinnern wollt, was ich letzte Woche geschrieben habe, so wisst Ihr noch, dass ich dafür eingetreten bin, sich selber als Individuum innerhalb einer Beziehung nicht aufzugeben und zu verlieren. Weil es ohne die zwei Individuen, welche die Beziehung zueinander haben, eben diese Beziehung gar nicht geben kann.

Tja, und heute sage ich: Macht Euch doch mal abhängig.

Es ist ja sehr in Mode, immer stets auf den Einzelnen und seine Bedürfnisse bezogen zu sein. Was es früher ja durchaus nicht so gab. Da war eine Ehe eine Einheit. Da tat der eine nichts ohne den anderen. Nichts. Gut, vor allem die Frau tat nichts ohne den Mann. Oder seine Zustimmung. Sie war abhängig von ihm. Und keine Angst, liebe Frauen, ich werde jetzt ganz sicher nicht anfangen, und dieses alte und verstaubte und zu verramschende Weltbild neu aufzukochen. Weiterlesen →

18. April 2016
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328 – Die Selbständigkeit

Liebe Frauen,

was ist wichtig in einer Beziehung?

Bild: Caldene Clothes

Richtig, dass man man selber bleibt.

Ja, eine Beziehung im Sinne von Liebesbeziehung ist in den meisten Fällen ein Konstrukt aus zwei Menschen. Ist es nur ein Mensch, ist es nicht mehr eine Beziehung. Denn Beziehung beinhaltet Beziehung zu … zum Beispiel eben Beziehung zu einander. Da geht der Einzelne auf in einer Zweisamkeit, die als ersehnt gesehen wird. Da wid davon gesprochen, dass man sich gegenseitig ergänzt, die bessere Hälfte ist, das, was einem gefehlt hat. Gerade noch. Das hat mir gerade noch gefehlt. Zum Glücklichsein. Zum Unglücklichwerden. Denn was passiert?

Irgendwann merkt man, dass man sich verloren hat in dem Ganzen. Dass man selber nicht mehr da ist. Dass man nicht mehr alleine funktioniert. Dass man nicht mehr alleine sein will. Dass man das scheiße findet. Weiterlesen →

11. April 2016
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327 – Das große Verstehen

Liebe Frauen,

hat zufällig eine von Euch mitgezählt, wie oft ich schon gesagt habe, man soll in einer Beziehung miteinander reden?

Bild: Eadweard Muybridge

Nein.

Macht nichts, ich auch nicht.

Die Antwort lautet: oft.

Sehr oft.

Ja, und ich wiederhole es: Wenn Ihr die ewig gleichen Missverständnisse vermeiden wollt, die seit Jahrhunderten und Jahrtausenden so viele Beziehungen auf dem Gewissen haben, dann redet miteinander. Sagt, was Euch bedrückt, was Euch nervt und auch was Euch gefällt. Und hört zu, wenn Euer Partner das zu Euch sagt. Denn Menschen können keine Gedanken lesen. Und werden es in absehbarer Zeit auch nicht erlernen. Reden führt zu verstehen. Und darum geht es doch, oder etwa nicht?, dass man den anderen versteht. Denn wenn man ihn versteht, dann muss man nicht sauer sein, auch wenn man etwas nicht mag an ihm. Weil man es versteht. Weil man ihn versteht. Weil man Euch versteht.

Alles klar?

Ja, eh längst, ich weiß.

Die Frage, die ich aber förmlich nun in Euren Köpfen wie Luftblasen aus tiefster Tiefe des Meeres aufsteigen seh, ist: Warum tun es dann die Männer nicht? Reden und Zuhören. Weiterlesen →

© Raoul Biltgen

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