Adam spricht es aus

was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

20. Mai 2013
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176 – Die Häufigkeit

Liebe Frauen,

Bild: Peter Fendi

der Mensch vergleicht sich ja gern in allem, was er tut, mit seinen Mitmenschen. Um festzustellen, dass er selber besser ist als alle anderen. Als die meisten. Als viele. Als der Durchschnitt halt. Und weil Sex nunmal mehr als nur eine schöne Nebensache ist, ist dem Menschen wichtig, auch im Sex nicht nur gut, sondern besser zu sein. Oder größer. Oder öfter. Weshalb sich vor nicht allzulanger Zeit mal wieder zwei österreichische Printmedien in Zusammenarbeit mit einem Privatfernsehsender und einem Marktforschungsinstitut daran gemacht haben, das Sexualverhalten des gemeinen Österreichers in Zahlen zu fassen. Und diese Zahlen möchte ich Euch, liebe Frauen, nicht vorenthalten.

In der ersten Zeitung lesen wir, schön in einer Tabelle zusammengefasst, dass der Österreicher im Durchschnitt 106 Mal im Jahr Sex hat (Kronenzeitung, Sonntag 14. April 2013, S. 39). Das klingt doch vernünftig. Und auch irgendwie nachvollziehbar, das wäre zwei Mal in der Woche. Aber wir wollen es genauer wissen, weshalb wir das Konkurrenzblatt am gleichen Tag konsultieren, und dort lesen: „Lediglich 52-mal im Jahr hat der durchschnittliche Österreicher Sex“ (Österreich, 14. April 2013, S. 14). Oha, denken wir uns sehr zurecht, wie kann denn das sein, das ist ja gerade einmal die Hälfte? Weiterlesen →

13. Mai 2013
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175 – Der Schmollmund

Liebe Frauen,

ich will mir Mühe geben, es dieses Mal kurz und schmerzlos zu machen: Schmollmund ist Scheiße.

Bild: Wenceslaus Hollar

Na gut, so schnell lass ich Euch natürlich nicht vom Haken. Und à propos Haken: Das ist ein Grund, warum ein Schmollmund scheiße ausschaut: Ein Schmollmund erinnert leider extrem an die Lippen eines Fisches, der aufgeregt nach Luft schnappt, wenn er am Haken einer Angel aus dem Wasser gefischt wird. Und will ich, dass eine Frau so ausschaut? Nein, das will ich ganz sicher nicht. Ich glaube, nicht einmal eingefleischte Fischer wollen das. Vielleicht Fischfetischisten, wenn es sowas gibt, aber was gibt es nicht?, die wollen Fischmünder küssen, aber ich nicht. So. Und wenn ich nur dran denk, dann steigt in mir dieser süßlich faulige Geruch auf, den man dort vernimmt, wo man mit Sicherheit keinen Fisch kaufen will. Etwa bei Verleihnix. Das ist der Fischhändler in den Asterix-Heften. Aber zurück zum Thema:

Was, bitteschön, will eine Frau mir mit derart geschürzten Lippen mitteilen? Soll das einen Kussmund darstellen? Wenn die Lippen unnatürlich nach vor gestülpt sind? Nein danke. Weiterlesen →

6. Mai 2013
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174 – Die Webcam

Liebe Frauen,

liegt es daran, dass es in meiner Jugend noch kein Internet gab (ja, so alt bin ich), und Videotelefone nur in science fiction-Filmen zu sehen waren, ich weiß es nicht, trotzdem wurde ich halt noch mit Telefon (und ich meine Festnetz) sozialisiert, und dementsprechend verbinde ich Sex auf Entfernung halt eben auch mit diesem möglicherweise dem einen oder der anderen antiquiert erscheinenden Kommunikationsmittel.

Bild: Félicien Rops

Dementsprechend liegt es auf der Hand, dass wenn man heutzutage von Telefonsex spricht, die Webcam als Mittel zur logischen Weiterentwicklung desselben angeführt wird. Doch diesmal bin ich es, der aufschreit, denn die Webcam bedeutet doch ganz was anderes.

Ihr habt doch sicher auch schon davon gehört, dass es Computerviren und Trojaner und Würmer gibt. Und dass manche davon die Bedienung der Webcam, die ja längst in jedem Gerät Standard ist, kontrollieren. Folge: Irgendwo auf der Welt hat irgendein hornbebrillter Nerd freie Sicht in dein Gesicht, wenn du gerade vor dem Bildschirm sitzt. Uuuh, böse. Der sieht einfach immer, was Ihr grad macht. Und wie Ihr dabei dreinschaut. Und wenn Ihr aufsteht, dann sieht er in Euer Zimmer rein, in dem Euer Laptop oder PC oder Mac steht. Und was sieht er da? Na? Eben, Privates. Er sieht in Euer Leben, er schaut Euch zu, wie Ihr Dinge tut, die Ihr nur tut, wenn Ihr ganz alleine seid. Weiterlesen →

29. April 2013
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173 – Der Telefonsex

Liebe Frauen,

wir alle wissen, und Ihr natürlich auch, dass Sex längst nicht nur das ist, was sich zwischen den Beinen abspielt, sondern vor allem das, was sich zwischen den Ohren abspielt. Richtig, im Kopf. Was wir uns vorstellen, ist das, was uns geil macht.

Bild: angrylambie

Natürlich spielt da die körperliche Berührung keine unwesentliche Rolle, aber selbst dann geht es doch immer noch vornehmlich um das, was wir uns dabei vorstellen. Wir sehen, wie unser erigierter Penis in die Vagina einer Frau eindringt, und wichtig ist, was im Kopf abgeht. So ist das. Und damit meine ich nicht, dass wir uns dabei eine andere vorstellen. Das soll es geben, und ich möchte absolut nicht darüber urteilen, die Gedanken sind ja schließlich frei, und was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß und so weiter und so fort. Wobei in dem Fall sollte mich schon etwas heiß machen, aber das kann ja auch etwas anderes sein als das, was den anderen heiß macht. Trotzdem muss ich sagen, dass ich Gedanken an etwas anderes als den gerade stattfindenden Sex oder an einen anderen Menschen als den, mit dem ich den gerade stattfindenden Sex habe, eher abtörnend, aber jeder wie er oder sie mag, nicht wahr?

Jaja.

Aber selbst dann, wenn ich voll und ganz bei der Frau bin, die ich gerade ficke oder von der ich gerade gefickt werde, ist mein Hirn ja nur selten komplett außer Dienst gestellt. Weiterlesen →

© Raoul Biltgen

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