Adam spricht

über alles, was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

120 – Der Blähbauch

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Liebe Frauen,

Ihr seid uns Männern ja immer wieder Geheimnis und Rätsel. Und hin und wieder wollen wir Euch lüften respektive lösen. Und dann halten wir uns an alle Hinweise, die wir so finden können. Und viele dieser Hinweise entnehmen wir den Medien, allen voran der Werbung. Und diese teilt uns nicht nur mit, dass Frauen unten raustropfende und leicht müffelnde Wesen sind (wofür bräuchtet Ihr sonst die ganzen Slipeinlagen mit und ohne Flügel und Deofunktion für die starken und stärkeren und ganz normalen Tage?), nein, Ihr seid auch wie Wasserleichen, die aufblähen zu unförmigen Teilen, die anschließend pupsen aber nicht kacken können.

Ist das so?

Geht Ihr mit Euren Müttern respektive Töchtern durch den Wald spazieren und reibt Euch die ganze Zeit den Wanst und redet darüber, dass Ihr schon seit drei Wochen nicht mehr ordentlich Druck abgelassen habt, weswegen Ihr jetzt unbedingt diesen einen und einzigen Jogurt essen müsst, damit alles endlich entweichen kann, was da entweichen muss?

Steht Euch nach einem ganz normalen Mittagessen die Luft bis in den Hals und Ihr könnt Euch nur mehr bewegen, wie wenn Ihr im neunten Monat schwanger wärt?

Rinnt Ihr wirklich ständig unten aus?

Was seid denn Ihr für Menschen? Was hat sich Gott, die Natur oder die Evolution dabei gedacht, dass Ihr einfach nicht ohne all dieses beworbene Zeug leben, überleben könnt?

Und müssen wir Männer darauf Rücksicht nehmen?

Euch furzen lassen? (Dabei sind doch wir Männer es, die anscheinend immer und überall rumpupsen.)

Euch Abführmittel zum Dessert anbieten, weil Ihr sonst irgendwann platzt? Und weil Ihr vor allem, voll wie Ihr seid, keinen Bock auf Sex habt?

Oder seid Ihr, liebe Frauen, einfach so extrem anfällig für Suggestionen, dass die Werbeindustrie nur mal wieder irgendeinen Defekt bei der Frau erfinden muss, um ein Mittelchen dagegen anpreisen und verkaufen zu können? Was kommt dann als nächstes? Tee, der Spannungen in der Brust lindert? Zäpfchen gegen das allseits bekannte Ohrläppchenkribbeln? Alpha-Beta-Omega-Drinks gegen diese schimmelige Mundtrockenheit an den Tagen zwischen den Tagen? Oder libidokontrollierende Bananen für die Zeit des Eisprungs weil:

Tochter zur Mutter: „Also seit ich die Pubertät hinter mir gelassen habe, da kann ich mich an den Tagen meines Eisprungs einfach nicht zurückhalten und muss alles bumsen, was einen Schniedel hat“. Mutter, mit traurig-schmerzverzerrtem Gesicht eine Hand in ihren Schritt legend, zur Tochter: „Oh, das kenn ich, das hatte ich auch, wie glaubst du, kam es zu dir?“ Verstehendes Lächeln der Tochter. Mutter weiter: „Aber ich habe daraus gelernt. Seither stecke ich mir täglich eine Banane von … (beliebigen Markennamen einsetzen) rein und bin frigide wie Mutter Theresa.“ Tochter: „Wirklich? Das muss ich auch probieren.“ Darauf entnimmt die Mutter ihrer Handtasche eine Banane und reicht sie lächelnd der Tochter. Lustig über einen mit Moos bewachsenen Baumstamm hüpfend gehen Mutter und Tochter weiter. „Machen Sie mit bei den Aktionswochen mit Geld-zurück-Garantie.“

Ja, man kann sich auch Probleme machen. Ein Hoch auf den Blähbauch.

Euer Adam

Bildtext: „Kümmern Sie sich um Ihre Brüste? Machen Sie Ihre Brustwarzen hart, indem Sie sie täglich mit kaltem Wasser waschen.“ Weil diese ewig weichen Nippel, ich glaube, die könnten auch noch ein ganz gutes Gesprächsthema zwischen Mutter und Tochter abgeben…

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© Raoul Biltgen

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