Adam spricht

über alles, was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

123 – Der Sugardaddy

| 1 Kommentar

Liebe Frauen,

es gibt nichts, das nicht gebraucht wird.

Na, das ist doch mal eine Aussage, was?

Letzte Woche habe ich über jene Frauen geredet, die sich aufführen wie frühpubertierende Mädels, und dass ich mit ihnen nicht unbedingt viel anfangen kann. Trotzdem gibt es sie. Also werden sie, folge ich meiner Anfangsweisheit, auch gebraucht. Sie sind existenzberechtigt. Fragt sich nur, warum. Respektive für wen.

Ganz einfach, für jene Männer, die gerne Püppchen um sich herum haben, die es mögen, wenn Kaugummi kauende Blondchen mit Zöpfchen und Mini-Popöchen aber Megatittchen sie aus ihren rehbraunen Augen anschauen und den Kopf leicht schief legen, und dann setzen die Männer ein wohlwollendes Lächeln auf und nicken bedächtig mit dem Kopf, den sie auch schief legen, dann drücken sie ihrem Spatzi einen feuchten Schmatzer auf die Stirn und sagen: „Na sicher darfst du noch eine Portion blauer Zuckerwatte haben, schließlich passt die so gut zu deinem Cheerleader-Outfit, mein Kind.“ Und meinen tun sie nicht ihr Kind im Sinne von Nachwuchs, sondern sie meinen jene Frau, die ihnen als Dankeschön etwas später auf der Heimfahrt vom Rummelplatz mit klebrigem Mund und blutroten Lippen einen bläst, hurra.

Genau, es geht um die Sugardaddys, die sich Frauen kaufen wie Spielzeug. Und welche Frauen lassen sich kaufen? Gut, nein, ich meine jetzt nicht die Prostituierten, nein, es sind die Dummchen der Nation, es sind jene, die, wie als Kind schon, einfach alles tun, um die neueste Barbie zu ergattern. Und weil sie auch als Erwachsene ihre Barbies haben wollen, ihre Schühchen und Täschchen und Röckchen, die gerade mal den Slip bedecken, falls sie denn einen tragen, spielen sie die Masche durch, die ihnen immer schon Erfolg gebracht hat. Und es gibt Männer genug, die das ganz angenehm finden. Sofern sie es sich leisten können. Finanziell wie psychisch, denn neben der Kohle, um immer wieder neue Wünsche erfüllen zu können („der neue Mini Cooper ist so süß, bittebittebitte, haben möchte ich“), braucht es Nerven wie aus dreimal geflochtenen Straßenbahnschienen, denn sonst sind die doch nicht auszuhalten, mal ehrlich, oder?

Oder sie sind weit besser auszuhalten, als ich mir das denk, da ich nicht zu den Sugardaddys gehöre, da ich es mir gar nicht leisten könnte, einer zu sein. Aber wenn das Geld keine Rolle spielt, tja, dann ist es doch einfach, Autochen gekauft und die Frau ist auch schon ab, um mit ihren Freundinnen ein Hundekörbchen für den Beifahrersitz in passender Farbe (pink) zu kaufen. Und am Abend, wenn Mann entspannen will, verhilft sie ihm dazu. Nein, reden muss er nicht mit ihr, wozu auch? Oder etwas unternehmen. Außer sie mitschleppen zu irgendwelchen Geschäftsessen oder Galadinners, bei denen er sie vorführen kann, schließlich sieht sie geil aus, da kann man nichts sagen, und wenn man sie in ein teures Kleidchen steckt und ihr den Mund verbietet, dann kommt sie sogar ganz ordentlich rüber. Was sie aber natürlich nicht muss, denn die werten Kollegen wissen, worum es geht: Darum, eine immer bereite Schnitte an der Seite zu haben, die aber nie und nimmer, hätte sie ein wenig Grips im Kopf, mit einem alten Schmiersack wie ihrem Mann auch nur eine Sekunde ihres Lebens verbringe würde, denn er ist dick und hässlich und stinkt und hat kein Niveau und führt Frauen vor wie seine Trophäen und…

… und er hat den Neid so manchen Mannes, der auch ganz gern ein Sugardaddy wär, nur es eben nicht kann. Nein, nicht um ebenfalls dumme Püppchen abschleppen zu können, neinnein, um den Frauen zu zeigen, dass auch reiche Männer Geschmack haben können.

Euer Adam

Bild: Lovis Corinth

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Ein Kommentar

  1. Hallo Susanne,
    auf Grund deines Hinweises habe ich mir das Thema noch mal angesehen.
    Ich kann diese Männer nicht verstehen. Ich sehe gerne schöne Menschen, ganz besonders aber Frauen. Nein, schön wird die Norm bezeichnet. Ich meine attraktiv und ansprechend.
    Wie kommt jemand auf die Idee, dass sein eigener Wert steigt, wenn er sich so eine Puppe kauft. Ja kaufen. Diese Männer haben Komplexe, die sie überspielen wollen. Es weiß doch jeder aus seiner Jugend wie man Ältere beurteilt. Zwischen 20 und 30 Jahre liegend Welten, zw. 30 und 50 eine Generation.
    Ein Kollege hatte mal mit seiner jüngeren Frau geprahlt, zwar mit etwas Spaß.
    Ich habe ihm gesagt, er habe eine junge Frau, weil er vor reifen Frauen Angst habe.

    Wahrscheinlich bin ich selbstbewusst genug, oder eingebildet, weil ich so etwas nicht brauche. Ich brauche nicht mal Schmuck um mich wohl zu fühlen.

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© Raoul Biltgen

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