Adam spricht es aus

was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

139 – Der Sex mit Hund

| 11 Kommentare

Liebe Frauen,

ich kenne keine Zahlen und will, ehrlich gesagt, auch keine kennen, aber deswegen rede ich jetzt nur von Vermutungen, und die gehen so: Sehr viele Menschen lassen sich ihre sexuellen Bedürfnisse von Tieren befriedigen. Ist so. Finden die meisten Menschen, nämlich jene, die das nicht tun, eher eklig. Aber die Bilder von Männern, die sich Schokolade auf den Schwanz schmieren, um sie sich von ihrem Hund abschlecken zu lassen, spuken wohl in so manchen Köpfen rum. Oder die Frage, was viele Katzenladies mit ihren Katzen anstellen? Eben, da gibt es doch sicherlich auch die eine oder andere von Katzen und Katern geliebte Speisen, welche sich auf der Vagina verteilen lassen. Dabei möchte ich jetzt gar nicht darauf eingehen, dass Katzenzungen im Vergleich zu jenen von Hunden recht rauh sind. Denn eigentlich wollte ich überhaupt nicht über diese Spielart der sexuellen Befriedigung schreiben. Auch wenn ich’s jetzt getan habe. Zu spät.

Vielmehr gibt es etwas, das ich persönlich durchaus als Unart empfinde, was mit Hunden und anderem Kleinvieh zu tun hat: Nämlich mit ihnen das Bett zu teilen. Ich meine jetzt schlafend. Hunde haben ihren angestammten Platz unter den Bettdecken von vielen, sehr vielen Menschen, und diesen Platz, haben sie, die Hunde meine ich jetzt, ihn sich einmal ergattert, beanspruchen sie auch in Zukunft Nacht für Nacht. Und er wird ihnen gewährt. Nacht für Nacht. Die Folge: Hundehaare in der Bettwäsche. Weniger Platz, um sich selber auszustrecken. Mit penetrantem Mundgeruch angegähnt werden. Viel zu früh mit Schlabberzunge geweckt werden.

So, und nun, liebe Frauen, stellt Euch das mal bei einem Pärchen vor. Ja, bei einem Menschenpärchen mit Hund. Ein solches Menschenpärchen hat ja nun auch menschliche Bedürfnisse, die sie als Pärchen befreidigen wollen. Im Bett. Sex. Da küsst man sich, da streichelt man sich, da macht man sich nackig, man fällt übereinander her oder wie man auch immer den Geschlechtsverkehr angehen mag, und plötzlich werden Zehen geleckt, wo grad kein Mund des Partners erwartet wird, befindet der sich doch gerade beim eigenen Geschlecht. Oder, noch schlimmer, der Mund des Partners befindet sich beim eigenen Mund, und man spürt etwas am Penis oder der Vagina, was sich irgendwie nicht nach Fingern anfühlt, sondern nach Nase, nach feuchter Nase, und dann spürt man ihn, den typischen überprüfenden Riechatem eines Hundes. Und, wenn ich da mal aus der eigenen Tasche plaudern darf: Ich finde das nicht gerade antörnend. Aber was soll man machen, wenn das Hundetier nunmal ins Bett gehört? Es aus dem Schlafzimmer für die Zeit des Aktes ausperren? Zurecht wird es an der Tür kratzen, denn es wird nicht verstehen, warum es gerade jetzt nicht dahin darf, wo es doch immer hin darf. Oder es wird winseln, bellen, jaulen, und weil es beleidigt ist, vor die Tür kacken, so, das habt ihr davon, ihr blöden Menschentiere, ihr.

Also lässt man die Tür offen und hofft. Man hofft, dass der liebe Hund mal wirklich lieb und wohlerzogen ist, und sich für einen Moment geduldet. Dann entsteht natürlich Zeitdruck, denn wer weiß, wie lange der Hund geduldig ist. Und Hunde sind nicht unbedingt bekannt dafür, geduldige Lebewesen zu sein. Also schnell rein und raus und kommst du schon?, noch nicht?, dann aber los jetzt, sonst wird das nix mehr.

Und, ja, man schafft es, es ist super, man spürt, wie es kommt, wie man kommt, es geht los, jetzt, jetzt, jetzt, ja, ja, ja…

Und der liebe Hund denkt sich: Warum schreit denn Frauchen so? Und schaut nach. Und warum stöhnt denn Herrchen auf einmal? Stimmt da was nicht?

Nein, es ist nicht schön, mitten im schönsten Orgasmus eine Hundeschnauze vor der Nase zu haben oder einen wedelnden Schwanz, weil sich der beste Freund des Menschen ja freut, dass es Herrchen und Frauchen offensichtlich gut geht, da wird sich aber gleich mal mitgefreut und der Orgasmus verpufft in einem sich vor der spitzen Zunge des Hundes in Verrenkungen rettendes Gesicht.

Nur soviel: Kleine Hunde kann man mit einem gezielten Griff auf Abstand halten. Aber wer will sich schon in einem solchen Moment um sowas kümmern?

Und auch will ich nicht meine wohlverdiente postkoitale Ruhephase neben einem zufrieden vor sich hinseufzenden Hund verbringen, da will ich die Frau im Arm halten, die mich und die ich in diesen Zustand versetzt hat und habe.

Aber gottseidank bin ich kein Hundebesitzer und darf mich getrost mit anderen Unannehmlichkeiten des Lebens beschäftigen.

Euer Adam

Bild: Franz von Bayros

 

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11 Kommentare

  1. obwohl hund im bett schlafen darf, hat sie verstanden, wenn wir sie mal runterschieben… sie geht dann gleich freiwillig woanders hin, weil sie ja schon schlafen möchte und da die unruhe im bett sowieso hinderlich ist.
    da sie noch ein welpe ist, kommt sie ganz selten mal nachsehen, was da so tolles gespielt wird, aber da wird runtergeschoben und mittlerweile hat sie sich dran gewöhnt :)

    • tatsächlich habe auch ich in der Zwischenzeit die Erfahrung gemacht, dass sich Hunde dran gewöhnen können, dass Menschen ab und zu mal seltsame Dinge tun, bei denen sie stöhnen oder schwer atmen oder ähnliches, und sich deswegen nicht mehr so sehr dafür interessieren. Und die Menschen also in Ruhe lassen dabei. Man muss wohl nur anfangs da durch, bis es dem Hund wurscht ist. Dabei geholfen haben übrigens Kauknochen und so, da hatte der Hund was zu tun, was einfach wichtiger war als wir Menschen ;-)

  2. Schokolade ist nicht gut für Hunde… Wenn ‘s dann doch sein muss, nimm Honig.

    • das stimmt, schokolade sollte nicht sein. allerdings stehen hunde auf käse, was ich durchaus überraschend fand, als ich es gehört (und erlebt) habe

  3. Also Tier im Recht oder VTL, Stumme Schreie sind keine Seriösen Quellen !
    Das wäre so als fragt man den Vatikan, was Homosexualität ist.
    Nur ist der Vatikan da längst nicht so radikal !

  4. http://www.tierimrecht.org/de/PDF_Files_gesammelt/Zoophilie-Studie1042005neue_fussnote.pdf “Weitgehend fehlen daher auch verlässliche Untersuchungen oder Statistiken über die Häufigkeit
    zoophiler Kontakte in der Gesamtbevölkerung. Obschon Sexualität mit Tieren in den
    meisten Staaten nicht per se verboten ist45, bekennt sich kaum einmal ein Betroffener öffentlich
    und freiwillig zu entsprechenden Neigungen46. Da weder Umfragen noch Strafverfahren
    gesicherte Rückschlüsse auf die tatsächliche Verbreitung erlauben, lässt sich über das effektive
    Ausmass der Zoophilie nur spekulieren.”

  5. und das war ende 40er, anfang 50er, wie schauts heute aus???

  6. http://othes.univie.ac.at/10279/1/2010-05-16_0301563.pdf “Kinsey, Pomeroy, Martin, und Gebhard (1948, 1953) geben an, dass 8% der Männer und 3% der Frauen Erfahrungen mit sexuellem Mensch-Tier-Kontakt haben.” Igitt igitt sag ich da nur…

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© Raoul Biltgen

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