Adam spricht

über alles, was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

164 – Die Wanderhaare

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Liebe Frauen,

dass der Mensch vom Affen abstammt, stimmt ja so nicht ganz. Trotzdem ist diese vereinfachte Darstellung der menschlichen Evolution manchmal besonders einleuchtend. Und zwar meistens bei Männern. Weil sie dann doch mehr Haare am Körper haben als die Weibchen der gleichen Spezies. Und ich rede jetzt nicht über Damenbart oder ähnliches.

Bild: Wenceslas Hollar

Und da fragt man sich durchaus, warum das so ist. Oder nicht?

Also: Haare am Kopf: Ist klar, das wärmt das Gehirn, und dieses braucht man ja so grundsätzlich zum Denken. Naja, viele, wenn auch nicht alle. Aber dann … Haare im Gesicht? Wozu? Damit die Zähne nicht frieren? Damit wir uns vorkommen wie wilde Löwen? Weil wir in irgendeiner Fernsehdoku gesehen haben, dass bei den Löwen die Männchen immer nur im Schatten eines dürren Baumes vor sich hindösen, während es die Weibchen sind, die sich nicht nur um den Nachwuchs, sondern auch um die Jagd kümmern? Während wir unsere Mähnen pflegen?

Und dann: Auf der Brust. Man könnte behaupten, es ginge darum, die Lungen zu schützen oder das Herz. Aber das müssen die Frauen wohl nicht? Weil die Frauen mehr Fett am Körper haben? Weil die Männer mehr draußen unterwegs sind? Weil sie eben keine Löwen sind und selber auf die Jagd müssen? Hm, irgendwie erscheint mir das noch nicht ganz schlüssig. Aber immer noch besser als eine Erklärung für die Haare am Rücken finden. Was liegt denn da jetzt so, dass es vor Wind und Wetter geschützt werden müsste? Und die wenigsten Männer haben dann doch eine solche Rückenmatte, dass sie in irgendeiner Weise irgendetwas wärmen könnte. Am besten aber ist es, wenn sich die Haare am unteren Rücken zur Wirbelsäule versammeln und zum Arsch hin verdichten. Und der ist dann übersäht mit einer Pracht, welche so manche Frau erblassen lassen kann. Weil sie sich solch dichtes Haar auf dem Kopf wünscht. Was man da alles draus machen könnte, Langhaarfrisur, Locken, vielleicht mal ein Pony? Aber was, bitteschön, haben diese Haare am Allerwertesten verloren? Sitzpolster oder was? Weil wir ja heutzutage nur noch im Büro sitzen, nix mit Jagd an der frischen Luft. Vielleicht.

Da ich, der ich ja normalerweise ein Fan von ihr bin, in diesem Fall die Natur eindeutig nicht verstehe, muss ich auf die sehr schöne, weil absolut logische Theorie der Wanderhaare zurückgreifen: Das männliche Haar hat die Veranlagung, sich im Laufe eines Menschenlebens auf Wanderschaft zu begeben. Am Anfang lebt es noch hübsch und zufrieden am Kopf unter seinesgleichen, doch kaum kommt es in die Pubertät, zieht es das halbwüchsige Haar in die Ferne. Und so schnürt es seinen Ranzen und begibt sich erstmal über den Umweg Gesicht auf die Schultern. Manche Haare werden dort sesshaft, andere wollen lieber den Rücken besiedeln. Und wieder andere zieht es in die weit entfernten Ecke ihres Universum, an den Arsch nicht der Welt, sondern des Körpers. Und dann wundert man sich, wenn am Kopf keine Haare mehr sind. Halt nur die alten und gebrechlichen. Und die haben auch nicht mehr lange zu leben.

Und dies bedeutet: Wenn der Mensch auch weiterhin immer älter wird, werden die Haare immer tiefer wandern. Irgendwann ist es nicht mehr der behaarte Hintern, über den man sich vortrefflichst lustig machen kann, sondern die Füße. Und werden Hobbits nicht recht alt im Vergleich zum Menschen? Und die haben eindeutig behaarte Füße, man frage nur Tolkien. Beweis erbracht. Und wer wird in Mittelerde am Ältesten? Die Elben. Und wo haben die ihre Haare? Genau, ausschließlich am Kopf. Es gibt keine bärtigen Elben. Aber auch keine glatzköpfigen. Was nur eines bedeuten kann: Wenn das Wanderhaar mit seiner Runde am Ende des Körpers angelangt ist, kann es wieder zurück an seinen angestammten Platz. Auf den Kopf. Wo es hingehört.

Aber Männer sind keine Elben, nich einmal Hobbits, das sind eher behaarte Trolle, die sich mit schmutzigen Fingernägeln den behaarten Arsch kratzen und sich nichts dabei denken. Können sie ja auch nicht, da ja am Kopf das Haar fehlt, welches das Gehirn vor Überhitzung schützen könnte. Deshalb, liebe Frauen, denkt doch für uns wanderhaargeplagte Männer mit und sagt uns, dass man auch Haare am Rücken entfernen kann, wenn man sich ein wenig Mühe gibt. Oder eben die am Po. Schließlich verlangen wir das Nämlich von Euch unter den Achseln und an den Beinen und …

Euer Adam

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© Raoul Biltgen

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