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171 – Der Sex mit Gemüse

15. April 2013

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  • Sex

Liebe Frauen,

wer erinnert sich nicht an die Szene aus „American Pie“, in der der spätpubertierende und sich auf der Suche nach sexuellen Erfahrungen befindliche Jim einen noch warmen Kuchen entdeckt und … Ja, genau, das Backwerk zur Selbstbefriedigung missbraucht und natürlich von seinem verklemmten und doch so gerne aufgeschlossenen Vater dabei erwischt wird? Eines kann ich versichern: Ich kenne niemanden, wirklich niemanden, der genau das jemals versucht hätte. Schon gar nicht in der Küche.

Wenn man an Sex mit Lebensmitteln denkt, fällt einem was zuerst ein? Gurken, Karotten, Sellerie, also phallisch anmutende Gemüsearten, welche sich frau vaginal (und/oder anal) einführt. Zu Recherchezwecken zu diesem Artikel habe ich mir auf den einschlägigen Pornoseiten im Netz ein paar Filmchen angeschaut, in denen genau dieser Vorgang gezeigt wird, und ich muss sagen, das 171 - der Sex mit Gemüse | Adam sprichtgibt mir nichts. Gar nichts. An der sehr leicht zu beobachtenden, respektive in diesem Fall nicht zu beobachtenden Erregung meinerseits nachprüfbar. Gibt es Euch, liebe Frauen, was? Oder ist Gemüse eher als billiger Ersatz für grad nicht verfügbare Dildos, Vibratoren oder Schwänze anzusehen?

Aber bevor ich irgendwelche Vermutungen darüber anstelle, wie Ihr dazu steht, möchte ich mich mit dem aufhalten, wie wir Männer das sehen.

Männer, die gerade am Anfang ihrer Karriere als solche stehen, sprich Teenager, probieren alles mögliche aus, in Erwartung dessen, was da noch kommen wird. Ob es Socken sind, die über den erigierten Penis gezogen werden, oder die Bettdecke, die zu einem ach so lebensechten Ersatz für eine Frau zusammengeknüllt und in einer Rasanz, wie man sie ansonsten nur von rammelnden Kaninchen kennt, begattet wird, ist ganz gleich, alles wird erstmal auf seine Tauglichkeit zur sexuellen Befriedigung geprüft. In diesem Fall kann auch schon mal das eine oder andere Lebensmittel seinem Zweck der Ernährung entfremdet werden. Klassisch sind etwa Melonen: Loch rein, Schwanz ins Loch, und los geht’s. Ich hab’s nie probiert, und ich schätze, es sind eher die Versuche, amerikanischer Filmemacher, witzig zu sein, die uns diese Vorgehensweise ans Herz legen. Andererseits wissen wir ja, woher der heutige junge Mann seine Inspiration hat: aus Film, Fernsehen und Internet.

Eher werden auch von Männern die länglichen Gemüsesorten benutzt. Und zwar wozu? Eben, um sie einzuführen. Machen dann doch weniger die absoluten Anfänger, sondern eher jene Männer, die nicht ganz so homophob durchs Leben laufen und deshalb einfach mal wissen wollen, wie sich das anfühlt, penetriert zu werden. Anal. Und um einen ersten Eindruck zu bekommen, ist da Gemüse gar nicht einmal so schlecht. Mein Tipp: Mit den Möhrchen anfangen und sich langsam steigern. Gurken schälen, das verringert die Verletzungsgefahr und man kann auf zusätzliche Gleitmittel verzichten. Aber auch da muss ich zugeben, dass ich keinen Mann kenne, der sowas öfters gemacht hat, als dass es zum schnellen Ausprobieren ausreicht. Hat’s gefallen, wird entweder die gerade anwesende Sexualpartnerin mehr oder weniger deutlich darauf hingewiesen, dass das männliche Poloch auch bedient werden will, oder, ist ein dazu williges weibliches Wesen nicht vorhanden, es wird sich ein in einem diskreten braunen Umschlag verpackter Dildo oder Vibrator nach Hause liefern gelassen. Gut, unter Umständen hat der dann die Form eines Maiskolbens, soll mir recht sein, aber es ist und bleibt Plastik und hat wohl diese spezielle Form auch nur deshalb, weil es lustig ausschaut und die Knubbeln der Maiskörner als angenehm empfunden werden können. Aber wem erzähl ich das, liebe Frauen?

Und das Obst und Gemüse landet wieder dort, wo es hingehört: im Magen.

Ich spreche allerdings hier von der breiten Masse. Natürlich gibt es auch Menschen, die gerade darauf stehen, Sex mit Lebensmitteln aller Art zu haben, dafür gibt es sicherlich auch noch einen super toll klingenden Fachbegriff, und die privaten Fernsehsender dieser Welt planen auch schon irgendwelche Möchtegernaufklärersendungen darüber, die einzig und allein dem Zweck dienen, dass sich das Publikum denkt: „Iiih, wäh, ist ja eklig.“ Und es sich genau aus diesem Grund anschaut. Nachdem ja mittlerweise bei jeder noch so grenzwertigen Show irgendwelches Zeug per Gewinnspiel an die Menschheit gebracht wird, sollte man den Redakteuren dieser Sendungen mal vorschlagen, eine Kiste mit Salatgurken zu verlosen, ich wär gespannt, wie viele Leute den Hinweis verstehen und gerade deshalb anrufen würden.

Wir werden’s wohl nie erfahren, denn so humorvoll ist das deutschsprachige Fernsehen leider nicht.

Wer aber erfahren will, wie Sex mit Gemüse ist: ab in den nächsten Supermarkt. Der Vorteil: Nicht einmal der Mensch an der Kasse wird sich Schlimmes dabei denken, wenn er das, was demnächst in Arsch und Muschi landet, über das Band zieht. Ansonsten habe ich nur einen Tipp zu geben: Vor Gebrauch waschen. Das Obst oder Gemüse mein ich, denn dem ist es in der Regel recht egal, wie sauber der Mensch ist, der sich mit ihm befriedigt. Sich selber waschen sollte man nachher.

Euer Adam

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