Adam spricht

über alles, was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

187 – Der Succubus

| 2 Kommentare

Liebe Frauen,

der Succubus, was ist denn das schon wieder?

Bild: Albert Joseph Penot

Auf englisch gelesen – suck a bus – kommt schon mal was raus, wo man sich denkt: pervers. Und man sieht einen Bus voller Männer vor sich, deren Schwänze von wahlweise einer oder ganz vielen Frauen gelutsch werden. Oder es ist ein Mann mit einem Dödel so groß wie ein Bus. Oder …

Der Succubus hat aber nichts mit einem Bus zu tun.

Mit Saugen schon eher.

Mit Sex auf jeden Fall.

Der Succubus, oder auch Sukkuba, ist ein weiblicher Dämon, ein Alb, ein Elf, der respektive die sich nächtens über schlafende Männer hermacht und Sex mit ihnen hat, ohne dass sie aufwachen. Und am nächsten Tag erinnern sie sich an einen feuchten Traum, und tatsächlich, da haben sie doch in ihr Pyjama-Unterteil gespritzt. Der Succubus ernährt sich nämlich von der Lebensenergie des Mannes, die, wie wir alle wissen, sein Sperma ist.

Der Succubus ist wahrlich keine neue Erfindung, schon die Mesopotamen (nennt man die so?) kannten diese Dämonen, besonders beliebt waren sie aber im Mittelalter, weil es natürlich eine Sünde war, erotische Gedanken zu haben. Aber ich war das nicht, lieber Gotti, das war der böse böse Succubus.

Na dann, mein Kind, ist ja alles in Ordnung, und bete fünf Gegrüßet seist du Maria und alles wird gut.

Alles wurde nicht gut, denn die Hexenverfolgung hat dem Succubus den Garaus gemacht, denn der gute alte Teufel kam zwar in Gestalt eines Succubus daher, aber vom Teufel besessen zu sein, tja, da war man schon auch selber wieder Schuld. Und ab ins Feuer damit.

Und dann geriet er in Vergessenheit, der arme Succubus.

Und sitzt jetzt wahrscheinlich irgendwo in einer Ecke, ganz dünn und ausgemergelt, weil die Männer sich nicht mehr von ihm aussagen lassen, da werden sie doch lieber wach und freuen sich über ihre nächtliche Megalatte, die sie sogleich und in vollem Bewusstsein bedienen. Und Succubus weint eine einzige ganz ganz kleine Träne, weil sie für mehr Tränen nicht die ausreichende Körperflüssigkeit hat.

Moah.

Dabei war Succubus echt eine geile Braut, wenn man sich die Illustrationen so anschaut, die konnte was. Und ganz ehrlich, von wegen: Succubus ist Schuld, ich hab das nicht gewollt. Jaja, wir kennen doch die Männer, nicht wahr, liebe Frauen, und glaubt mir, wenn ich euch sage: Die Männer wünschen sich nichts anderes, als dass sie mitten in der Nacht von einer leicht bekleideten Frau besetzt werden. Lebensenergie hin oder her. Das ist ein Traum eines jeden Mannes. Und mitnichten ein Alb-Traum.

Vielleicht ist es das, vielleicht müssen die Männer sich einfach wieder bewusst werden, dass das vorkommen kann, und das wird Succubus wiederbeleben, es wird Succubus eine neue Daseinsberechtigung verpassen, Succubus wird aufstehen, ihr Haar nach hinten werfen, die Brüste richten und sich wieder wie in den guten alten Zeiten der Männer bedienen, wie es ihr grad in den Sinn kommt, ja, Succubus, mach das, nimm uns, nimm uns, wie es dir gefällt, und selbst wenn wir dabei wach werden, wir werden einfach so tun, als ob wir schliefen, um dich nicht zu stören, während du uns nimmst.

Oder aber, liebe Frauen, Ihr seid unsere Succubi. Und die Nächte werden sündig und heiß wie bei einer Hexenverbrennung sein.

Euer Adam

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2 Kommentare

  1. Sehr gut! Bisher war mit nur das männliche Gegenstück (Incubus) bekannt.

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© Raoul Biltgen

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