Adam spricht

über alles, was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

195 – Das Spielzeug

| 1 Kommentar

Liebe Frauen,

wieviele von Euch haben einen Dildo im Nachtkasten? Oder einen Vibrator im Badezimmerschrank? Bitte aufzeigen. Seid ehrlich.

Bild: Franz von Bayros

Eben, doch so einige, hab ich‘s mir gedacht.

Und was tut Ihr damit? Euch selbst verwöhnen? Wenn Ihr alleine seid?

Sicher.

Oder holt Ihr die treuen Geräte auch mal hervor, wenn ein Mann dabei ist?

Aha, da fliegen weit weniger Hände in die Luft.

Warum?

Weil Männer das nicht wollen? Weil Männer der Meinung sind, das alles auch ohne technische Hilfsmittel zu leisten? Weil sie wahre Männer sind und Plastikspielzeug nicht ihr Ding ist?

Oder weil Männer Angst davor haben, weil die wenigsten Männer haben die Länge oder den Umfang der meisten „originalgetreu“ nachgeformten Dildos. Und ihre Teile könne auch nicht vibrieren. Oder sich drehen. Und sie haben auch keine kleine Kitzelaufsätze, mit denen sie die Klitoris stimulieren können, während ein innwändig angebrachter Knubbel den G-Punkt anstupst.

Und so bleibt der stramme Max in der Schublade.

Dabei haben Männer gelernt. Sie haben sich angepasst. Sie wissen, dass so ein Ding durchaus auch ihnen Spaß bereiten kann. Und ich meine jetzt nicht, weil er ihnen eingeführt wird. Obwohl … doch, ein wenig meine ich auch das, aber selbst jene Männer, die immer noch eine panische Angst schieben, wenn es darum geht, dass ihnen irgendwas in den Allerwertesten gesteckt werden soll, können damit umgehen, dass eventuell sie einer Frau etwas in die Vagina stecken, was nicht an ihnen festgewachsen ist. Weil sie gelernt haben, dass auch frau ihren Spaß haben will. Und eben auch so erfahren kann. Während sich dadurch wiederum viele weitere Möglichkeiten des Sexspiels eröffnen. Etwa einen geblasen bekommen, während man die Frau penetriert. Ganz was Neues.

Der Dildo ist also nicht mehr der Konkurrent, sondern der brave Helfer auch des Mannes, wenn es um die Befriedugung der Frau geht. So war es und so ist es. Den Feind zum Verbündeten machen, die andere Firma einfach aufkaufen und unter dem eigenen Namen weiterprodizieren lassen.

Die neue Aufgeschlossenheit ist also im Grunde nur eine vermeintliche, denn das Prinzip ist uralt: Nutze, was geht, um deinen eigenen Gewinn zu maximieren. Neu ist nur, dass doch immer Männer Gewinn daraus schlagen, Euch Frauen zu Eurem Vergnügen zu verhelfen, weil sie sich das ja dann wieder als Ehrenmedaille auf die eigene Brust heften können.

Und man höre und staune: Wenn man sich durch die einen oder anderen unteren Schubladen von Männern wühlt, entdeckt man sogar die eigenen Utensilien, den eigenen Dildo, Gleitgels, plüschbesetzte Handschellen und Federzeug. Nicht weil das auf einmal männlich wär, sondern weil die Männer wissen, was sie bieten müssen. Oder denken, dass sie bieten müssen. Dienstleistung. Oder so.

Aber wie immer, wenn Männer was Neues für sich entdecken: Sie neigen dazu, es zu übertreiben. Wenn Ihr also genug davon habt, mit Federn am ganzen Körper bepinselt zu werden und blaue Delphine in Euch rumeieren zu lassen, und einfach nur wieder mal einen Mann spüren wollt, habt keine Hemmungen, es zu sagen, den Mann wird’s am Ende freuen.

Euer Adam

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Ein Kommentar

  1. Liebe Frauen, diesen link, der mir eine Leserin geschickt hat, möchte ich Euch nicht vorenthalten:
    http://www.brigitte.de/liebe/sex-flirten/afd-spricht-sich-gegen-vibratoren-aus-10964336.html
    Und dann sagt nachher nicht, Ihr hättet es nicht besser gewusst!
    Euer Adam

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© Raoul Biltgen

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