Adam spricht

über alles, was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

197 – Das Lecken

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Liebe Frauen,

ja, richtig, wenn ich über „das Lecken“ schreibe, dann meine ich damit die orale Befriedigung der Frau. Durch einen Mann.

Bild: Michael von Zichy

Ihr müsst Euch schon denken, ich halte mich ausschließlich in schlechtem amerikanischen und noch schlechterem, weil vom amerikanischen schlecht kopierten europäischen Fernsehen auf, aber auch diesmal kommt mir als erster Gedanke einer, den ich von ebendort eingeimpft bekommen habe. Nämlich? Dass Männer sich einen von ihren Frauen blasen lassen, während sie selber aber nicht bereit sind, ihren Frauen einen zu blasen. Oder sie zu lecken. Untenrum. Und ich stelle mir die Frage: Ist das so?

Nun könntet Ihr, liebe Frauen, mir diese Frage sicherlich beantworten, denn Ihr werdet Eure Erfahrungen gemacht haben mit den Männern, und ob sie es getan haben oder nicht, ob sie es gerne getan haben oder nicht, ob sie es nur getan haben, um Euch ruhig zu stellen und im Gegenzug wieder einen geblasen zu bekommen. Oder nicht.

Und ich muss sagen, ich tendiere – mal wieder – dazu, dem Fernsehen widersprechen zu wollen: Es stimmt nicht, dass Männer Mösen nicht lecken wollen. Männer wollen Mösen lecken. Gerne. Immer wieder. Bis Ihr unter ihren Zungen erbebt. Männer wollen so nah wie möglich an Euch sein, sie wollen in Euch sein, sie wollen mehr in Euch sein, als sie es beim Vögeln können, obwohl sie das nicht können, aber das Hirn sitzt im Kopf und die Augen auch und die ganze Wahrnehmung, und es entsteht der Eindruck, dass egal wie tief man mit dem Penis in der Vagina ist, das doch so weit weg ist von einem selber, während man, wenn man mit dem Mund an den Schamlippen ist und mit der Zunge dazwischen, dass man so nah ist, wie man nur kommen kann. Ich denke, das ist auch der Grund, warum Männer die Tendenz haben, etwas zu rabiat zu lecken und zu schlecken, zu saugen und zu reiben, weil sie eigentlich noch weiter gehen wollen, aber dann doch an die anatomischen Grenzen stoßen. Ihr dürft in solchen Fällen ruhig „ruhig, Brauner“ sagen, und den Mann zwischen Euren Beinen zu einem Tempo und einer Vehemenz leiten, die Euch angenehm ist, denn auch wenn der Mann es tut, weil er es will, so soll er es wollen, weil er Euch damit eine Freude machen kann. Also sorgt dafür, dass er das auch tut.

Aber ich möchte, was diese Fernseh- und Kino-Fehlinformation angeht, noch weiter gehen. Es ist kein Geheimnis, dass wir uns durch die Medien beeinflussen lassen. Und ich glaube, dass viele Männer, die sich weigern, Euch oral zu befriedigen, es nur deswegen nicht tun, weil es ihnen als etwas vorgegaukelt wurde, das man nicht tut. Durch Film und Fernsehen. Dass sie aber im Endeffekt nicht nur Euch eines schönen Erlebnisses berauben, sondern auch sich selbst. Und da kommt wieder Ihr ins Spiel, und wie Ihr ihn dazu verführen könnt, es doch zu tun: Erpresst ihn nicht („Wenn du mich nicht, dann ich dich nicht“), ladet ihn ein („Du darfst mich bis zum Orgasmus lecken“), da funktionieren die Männer nämlich wieder sehr simpel. Und das ist hin und wieder ganz gut so.

Ach, und jetzt fällt mir auf, dass ich einen ganzen Text lang übers Lecken schreibe, und kein einziges Mal ein in diesem Zusammenhang doch recht wichtiges Wort erwähnt habe, weshalb ich es jetzt dreifach nachholen möchte: Klitoris, Klitoris, Klitoris.

Euer Adam

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2 Kommentare

  1. Ich habe schon gelesen es sei unhygienisch. Vielleicht schreckt das manche Männer ab. Und evtl. auch Frauen?

    • man kann ja waschen … Ich denke eher, es ist die Vorstellung, die Männer und Frauen abschreckt, denn in der Phantasie ist meistens alles schlimmer, als es tatsächlich jemals sein kann.

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© Raoul Biltgen

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