Adam spricht

über alles, was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

205 – Die Leberwurst

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Liebe Frauen,

nein, es geht heute nicht um eine Sexualpraktik, bei welcher Leberwurst eine Rolle spielt.

Bild: Félicien Rops

Und falls Ihr genau daran gedacht habt, dürft Ihr Euch nun selber an der Nase packen.

Wobei … Was könnte man mit Leberwurst so alles anstellen? Irgendwo draufstreichen und sich ablecken lassen? Irgendwo reinstecken? Irgendwie … Nein, aus, darüber will ich nicht schreiben.

Seid Ihr jetzt beleidigt, weil ich Euch den Mund mit Leberwurst wässrig gemacht habe, und all das Schöne auslasse, was doch jetzt hätte kommen sollen?

Dann ist das genau das, was ich erreichen wollte, denn in der Tat soll es heute um die berühmte und berüchtigte beleidigte Leberwurst gehen.

Und um Euch gleich abermals zu beleidigen: Das ist doch etwas, das man eher bei Frauen findet, nicht wahr?, dass sie beleidigt sind, weil …

Ja, warum eigentlich? Warum sind Frauen beleidigt? Männer sind sauer, Männer sind angepisst, Männer kriegen nicht einmal mit, dass es einen Grund gibt, sauer oder angepisst oder gar beleidigt zu sein. Auch das ist nicht immer lustig. Aber gebt es zu, auch Ihr habt das Bild einer Frau vor Euch, auch wenn Ihr natürlich nienienie selber so seid, die die Arme vor ihrem Körper verschränkt einen Schmollmund ziehend mit dem Fuß aufstampft und die kalte Schulter mit einem schwungvollen Dreh, sodass die Haare wie in Zeitlupe darüberfliegen, jedem zeigen, der es verdient hat.

Das Problem dabei: Männer haben einfach keine Ahnung, warum sie es verdient haben. So sind sie, die Männer, könnte ich jetzt sagen, und Ihr könntet abermals beleidigt darauf reagieren und Euch denken: Blöder Mann, da macht er es sich ja mal wieder ganz besonders einfach. Nur: Warum Männer auch immer keine Ahnung haben, warum ihre Frauen beleidigt sind, weil sie eben keine Ahnung haben, haben sie auch keine Ahnung, wie sie darauf reagieren sollen. Viele Männer haben sich die Taktik zugelegt, sich einfach mal zu entschuldigen, pauschal, für alles, was Grund sein könnte. Tutleid. In der Hoffnung, Ihr bezieht diese Entschuldigung auf das Richtige und alles ist gut. Andere Männer reagieren sauer oder angepisst oder sie gehen. Sauer und angepisst gehen sie. Auf ein Bier. Dann seid Ihr zwar noch beleidigter, aber dann kriegt er es nicht mit. Juhu. Und weil Ihr sein nicht ausgesprochenes Juhu so laut wie Glockengeläut zu Ostern hört, seid Ihr schon wieder noch beleidigter, puh. Es ist ein Teufelskreis, aus dem nicht zu entkommen ist.

Doch, Männer nämlich schon, indem sie, wie gesagt, auf ein Bier gehen. Und auch diese Tatsache führt wozu? Eben, Ihr: Wieder eine Stufe beleidigter. Und wieder. Und wieder.

Da auch ich ein Mann bin, kann ich leider nur den einen Rat geben, der den Teufelskreis durchbricht: Durchbrecht ihn. Sagt uns, warum Ihr beleidigt seid, und wir entschuldigen uns für das Richtige. Oder wir gehen trotzdem auf ein Bier, dann könnt Ihr nicht nur beleidigt, sondern auch sauer sein, denn alleine beleidigt sein macht keinen Spaß, denn das ist doch das, was das beleidigt Sein ausmacht: Dass man es einem anderen Menschen zeigt, dass man grad aber sowas von beleidigt ist. Und man sagt ihm nicht, warum, denn das gehört dazu, da muss er schon selber drauf kommen. So.

Wem schadet Ihr also?

Nur Euch.

Und warum sag ich das?

Weil es nicht wahr ist, Ihr schadet uns, massiv, denn Männer, auch saure und welche, die Bier trinken, machen sich Gedanken, warum Ihr schon wieder beleidigt seid. Und allein dieses „schon wieder“ macht sie fertig.

Wenn Ihr also mit Eurem beleidigt Sein Eure Männer fertig machen wollt, ja, dann macht nur weiter, dann seid Ihr auf dem besten Weg.

So, vielleicht sind ja noch ein paar von Euch nicht beleidigt und haben bis hierher gelesen. Dann sage ich gleich mal pauschal für alles, was ich je geschrieben habe: Tschulgung und tutleid. Wieder gut?

Euer Adam

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© Raoul Biltgen

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