Adam spricht

über alles, was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

221 – Der schlimme Finger

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Liebe Frauen,

welcher Finger ist der schlimme?

Der Mittelfinger. Weil man ihn nicht herzeigen darf. Weil wenn man es trotzdem tut, deutet man damit an, dass man jemandem sein Geschlechtsorgan zeigt. Mit dem Gedanken: Da kannst du mich lecken …

Moment …

Dann wär das doch eigentlich ein Kompliment. Also ich zeige meinen Penis grundsätzlich nicht Menschen, die ich gerade nicht leiden kann. Und ich fordere sie schon gar nicht dazu auf, etwas damit anzustellen. Weswegen ich zum Schluss kommen muss, dass es nicht der Mittelfinger ist, der der schlimme Finger ist. Sondern …

Gewonnen hat der Ringfinger.

Warum der?

Ist doch klar, weil er zeigt, was Sache ist, nämlich ob man verheiratet ist. Oder so tut als ob. Oder so tut als ob nicht. Der Ring am Ringfinger ist das Zeichen, was geht und was nicht.

Und da stelle ich mir die Frage: Warum? Also warum gerade der Ringfinger?

Weil es immer schon so war?

War es das?

Ja. Zumindest war es das schon bei den Ägyptern. Das kann man mal pauschal als „immer schon“ stehen lassen. Aber abgesehen davon gibt es nicht ganz so alte Hinweise darauf, warum es so ist. Weil nämlich der schlimme Ringfinger Auskunft gibt über Dinge, die ein jeder Mensch wissen will, wenn er sich auf die Pirsch macht. Wissenschaftlich belegt. Vor allem ein gewisser Herr Manning hat da gemessen und geforscht und gerechnet. Und er kommt zum Beispiel zu dem Schluss, dass es nicht die Nase des Mannes ist, der über die Länge seines Schwanzes was zu erzählen weiß, sondern, genau, der Ringfinger. Je länger er im Verhältnis zum Zeigefinger ist, desto länger ist der Penis. Tada. Weil die Hormonausschüttung im Mutterleib direkten Einfluss auf das Wachstum der Finger hat. Tada. Mehr Testosteron: längerer Ringfinger. Längerer Penis. Besser in Mathe. Rationaler im Denken. Sportlicher. Männlicher. Und umgekehrt.

Das heißt?

Ab sofort bitte nurmehr mit einem Maßband rumrennen, liebe Frauen.

Geht übrigens auch bei Euch: Eine Studie besagt, dass Frauen mit „männlicheren“ Händen sportlicher sind. Und eher lesbisch.

Hm.

Und wieder haben wir eine neue Möglichkeit, Menschen zu schubladisieren.

Blöd.

Euer Adam

P.S.: Und weil ich weiß, dass Ihr es jetzt wissen wollt: Man teile die Länge desZeigefingers durch die des Ringfingers. In Mitteleuropa kommt dann etwas zwischen 0,95 und 0,98 bei Männern, zwischen 0,97 und 1,0 bei Frauen raus. Kleiner = männlicher. Größer = weiblicher. Und falls Ihr mogeln wollt: Die rechte Hand ist oft männlicher.

P.P.S.: Casanova hatte einen langen Ringfinger, sagt er selber.

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© Raoul Biltgen

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