Adam spricht es aus

was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

24 – Die Chefinnen

| 1 Kommentar

Liebe Frauen,

es wurde die Frage „Was denken Männer über Frauen in Männerberufen?“ an mich herangetragen.

Meine spontane Antwort: Nix Besonderes.

Ich zumindest sehe keinen Unterschied, ob eine Frau einen Job macht oder ein Mann. Ob eine Frau mein Auto repariert oder ein Mann. Hauptsache, es fährt. Ob eine Frau in den Krieg zieht oder ein Mann. Krieg bleibt Krieg und wer sich dafür abknallen lassen will, soll’s tun. Ob eine Frau mein Arzt ist oder ein Mann. So lange er oder sie mir hilft, wenn ich krank bin. Und so langsam gehen mir auch schon die Berufe aus, die man als typische Männerberufe abstempeln könnte. Maurer? Wurscht. Holzfäller? Mülleimer in den Müllabfuhrwagen Kipper? Presslufthammerschwinger? Keine Ahnung. Irgendwie fallen mir nur Berufe ein, wo’s um die körperliche Kraft geht, aber selbst da seh ich eigentlich keinen Grund, warum das nicht auch von einer Frau gemacht werden könnte. Vieles davon könnte ich (obwohl ich ein Mann bin) nicht. Und viele Frauen könnten es, weil sie stärker sind als ich. Wo ist das Problem?

Ach so, verstehe, das Problem liegt nicht bei diesen Berufen, sondern in der Chefetage. Weil immer noch davon ausgegangen wird, dass ein Mann Probleme damit hat, wenn sein Chef eine Frau ist. Tja, auch das kann ich nicht bestätigen. Doch, eines kann ich bestätigen: Tatsächlich sind Frauen als Chefs oft die strengeren Chefs. Was wohl einfach nur darauf zurückzuführen ist, dass Frauen eben denken, dass sie sich viel mehr als Chef den männlichen Untergebenen gegenüber in Szene setzen müssen, weil diese Probleme damit haben, dass ihre direkte Vorgesetzte kein Zipfelchen hat.

Und da sind wir auch schon am Kern der Sache: Nur weil ein Mensch penisbestückt ist oder nicht, soll das was über die Voraussetzungen, bestimmte Berufe auszuüben, aussagen? Kann ich nicht nachvollziehen.

Ja, sicher gibt es Männer, die Probleme damit haben, aber, ganz ehrlich, dann haben diese Männer Probleme mit sich selbst und ihrer Männlichkeit, das hat nichts mit Euch Frauen zu tun. In manchen Belangen wundert es mich sogar, warum da nicht viel eher die Frauen das Sagen haben: Frauenärzte? Sicher mehr Männer als Frauen. Urologen? Da ist mir noch keine Frau untergekommen. Polizistinnen? Politikerinnen? Bankmanagerinnen? Ja, da und in noch vielen anderen Bereichen fehlen mir die Frauen in „Männerberufen“. Und das sag ich als Mann.

Ich denke, je weniger man sich damit befasst, ob man als Frau einen Männerberuf ausüben sollte oder nicht, desto selbstverständlicher wird es. Und zwar für Frauen und Männer gleichermaßen.

Allerdings plädiere ich auch eindringlich dafür, dass Frauen und Männer endlich das gleiche Geld für die gleiche Arbeit kriegen.

Euer Adam

Bild: Dtrix

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Ein Kommentar

  1. adam wird politisch… auch nicht schlecht!

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© Raoul Biltgen

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