Adam spricht

über alles, was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

243 – Die Sprachen der Liebe

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Liebe Frauen,

was sag ich immer?

Redet miteinander.

Bild: Henri Gerbault

Genau.

Aber was, wenn der eine redet und redet und redet … und der andere versteht kein Wort?

Dann haben wir ein Problem.

Und dieses Problem hat nur in den seltensten Fällen damit zu tun, dass man verschiedene Sprachen im Sinne von Deutsch, Englisch, Französisch oder Spanisch spricht. Aber auch in der Liebe gibt es verschiedene Sprachen. Und jeder hat seine eigene Sprache, die er gelernt hat, mit der er aufgewachsen ist, die er fließend spricht.

Nur blöd, wenn der andere mit einer anderen Sprache unterwegs ist, weil dann können sich unter Umständen beide den Mund fusselig reden, und verstehen doch kein Wort von dem, was ihnen gesagt wird.

Und was wird ihnen gesagt?

Dass sie geliebt werden.

Und da erklärt sich auch, warum sich so oft Menschen darüber beschweren, dass ihr Partner nie nie nie sagt, dass er sie liebt. Vielleicht tut er es ja doch, nur wird er nicht verstanden.

Ja, wenn wir verliebt sind, da sprechen wir alle noch in etwa die gleiche Sprache, und die ist vor allem hormonell gesteuert, wir begehren einander und haben Spaß miteinander und es reicht, wenn wir beieinander sind, um zu wissen, was der andere fühlt und denkt und will und tut.

Doch dann.

Dann ist die schöne Verliebtheit weg.

Und dann kommt die Liebe.

Und dann wird es schwer. Denn so ist die Sprache der Liebe der Frau zum Beispiel jene, die ihre Liebe mit gesprochener Sprache ausspricht. Und sie tut es. „Ich liebe dich.“ Und ärgert sich, dass er es nicht tut. Dabei tut er es sehr wohl, doch seine Sprache der Liebe ist unter Umstände jene der Geschenke. Sie aber denkt sich: Statt dass er mich mit irgendeinem Plunder zumüllt, den ich ja gar nicht will, soll er mir einfach nur mal sagen, dass er mich liebt. Und er denkt sich: Ich zeige ihr jeden Tag meine Liebe, indem ich ihr Blumen schenke und Schmuck und Bücher und noch so viel anderes, und sie ist immer noch nicht zufrieden. Und was tut sie? Sie redet mir den Kopf dusselig.

Oder aber er zeigt seine Liebe, indem er tut und werkt und einfach alles erledigt, was es zu erledigen gibt. Sie denkt: Ich brauch keinen Heimwerker, sondern einen Mann, mit dem ich einfach mal Zeit verbringen kann, ohne dass er mit irgendwas beschäftigt ist. Warum? Weil ihre Sprache der Liebe jene der Zeit zu zweit ist. Oder sie denkt sich: Statt dass er die Heizung und das Waschbecken und den Saubsauger und was nicht noch alles repariert, soll er mich mal in den Arm nehmen. Und sie tut es bei ihm. Und er fühlt sich eingeengt. Stattdessen hätte er ganz gerne mal ein wenig Anerkennung dafür, dass er so vieles macht.

Worauf ich hinauswill, ist wohl klar: Statt anzunehmen, dass der andere einfach nicht tut, was man will, könnte man mal versuchen, herauszufinden, was er tut, was er will. Oder auch: Miteinander reden. Wie geht deine Sprache der Liebe? Wie geht meine? Und dann kann man die des anderen lernen. Und wir wissen ja wie das ist, wenn wir auf Reisen sind: Den Einheimischen ist es immer lieber, jemand radebrecht was vor sich hin, aber gibt sich Mühe, sich in der Landessprache auszudrücken, als dass er von vorneherein verlangt, dass alle seine Sprache sprechen.

Und damit Ihr nicht glaubt, ich habe das selbst erfunden oder gar geklaut: Wenn Ihr noch viel viel mehr über die Sprachen der Liebe erfahren wollt, dann empfehle ich Euch „Die 5 Sprachen der Liebe“ von Gary Chapman. Der hat’s erfunden.

Euer Adam

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© Raoul Biltgen

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