Adam spricht

über alles, was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

254 – Der hingebogene Mann

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Liebe Frauen,

das Schwerste für eine Frau ist es doch, einen Mann zu finden.

Hat man zumindest manchmal den Eindruck, wenn man die diversen Zeitschriftentitel anschaut.

Deswegen darf frau auch auf keinen Fall den einen und einzigen Fehler begehen, den es zu begehen gibt, nämlich auch noch zu erwarten, dass der Mann, den sie dann endlich am Ende ihrer Suche gefunden haben will, als perfekten Mann zu bezeichnen. Denn den gibt es nicht. Und wenn man sich liebt, nicht wahr?, da fallen die paar Kleinigkeiten nicht so ins Gewicht, damit kann man umgehen, ja, es sind doch diese Details, die man besonders liebt, weil sie den Mann einzigartig machen und …

Und das ist gequirlte Kacke. Denn das hat mit Liebe kaum etwas zu tun. Sondern mit Verliebtsein, mit jenem Gefühl am Anfang einer Beziehung, das die Menschen tatsächlich blind macht. Und dumm. Und das sie denken lässt: Jaja, das ist alles kein Problem. Und das sie denken lässt: Jaja, diese kleinen Makel, die werde ich ihm schon noch abgewöhnen, ausbügeln, wegerziehen, ich werde ihn zum perfekten Mann machen, kein Problem, da gibt es doch nicht viel zu tun.

Das ist nicht möglich.

Nochmal: Es ist nicht möglich, einen normalen Mann zu einem perfekten Mann zu machen.

Und noch einmal: Das geht nicht.

Genausowenig wie es umgekehrt geht: Auch eine Frau kann man nicht hinbiegen. Nur dass Männer, scheinbar, weniger oft den Wunsch und die Absicht verspüren, das tun zu wollen. Aber Frauen, doch, die schon. Und sie glauben daran. Und das ist doch das Schlimme: Nicht, dass der Mann nicht perfekt ist, sondern dass die Frau daran scheitert, ihn perfekt zu machen. Das muss doch gehen, verfickt, so schwer kann das doch nicht sein, das ist doch nur ein Mann, so ein simpel gestricktes Ding, und der Hund von meiner Oma, der hat auch immer auf mich gehört, nur auf mich, weil ich ihm nichts zu fressen gegeben habe über Tisch, und mein Mann, der kriegt auch nur dann seine Leckerli, wenn er brav ist und tut, was ich von ihm verlange.

Erster Fehler: Frau denkt, Mann muss wissen, was das ist, was sie von ihm verlangt, selbst wenn sie es nicht äußert. Aber das ist ein anderes Thema. Zweiter Fehler: Das überhaupt zu wollen. Entschuldigung, aber Männer sind keine Hunde, die man dressieren kann. Das geht einfach nicht. Ja, doch, sicher, mit ein wenig Konditionierung kriegt man es schon hin, dass sie den Klodeckel runterklappen und frische Socken anziehen, aber das sind nur Kunststücke, die das Wesen des Hundes, des Mannes nicht verändern. Deswegen möchte ich es nochmal sagen:

Ihr könnt einen Mann nicht hinbiegen.

So wie man grundsätzlich keinen Menschen hinbiegen kann.

Deswegen bleibt Euch nur eines: Die Fehler, die Ihr erkennt, nicht auf die Liste „auszumerzen“ eintragen, sondern Euch überlegen: „Kann ich damit leben?“, „Kann ich diesen Mann lieben, auch wenn er einen kleinen Fehler hat?“ Und „Kann er mit meinen Fehlern leben?“ Dann erspart Ihr Euch sehr viel Mühe, uns sehr viel Stress, und wir können uns gemeinsam auf das einlassen, was Spaß macht an einem Leben zu zweit.

Euer Adam

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3 Kommentare

  1. Und genau das Gleiche gilt auch umgekehrt – sag ich als Mann

  2. Lies mal “Der dressierte Mann” von Esther Vilar

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© Raoul Biltgen

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