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313 – Das Risiko

4. Januar 2016

9 Kommentare

  • Liebe
  • Singles

Liebe Frauen,

ach, wenn wir doch nur wüssten.

Was?

Alles.

Wenn wir doch nur wüssten, ob es sich lohnt, etwas zu lernen, weil wir es später anwenden können, oder ob es nur vertane Zeit ist. Wenn wir doch nur wüssten, ob wir uns in einem Fitnessstudio anmelden sollen, oder ob wir eh nur Monatsbeiträge in den Wind zahlen. Wenn wir doch nur wüssten, ob wir jene Schuhe kaufen sollen, weil sie uns besonders gut stehen, oder die anderen, die bequem sind, wenn wir wüssten, ob wir in diesen nie mehr Blasen bekommen und sich unsere Wirbelsäule wie von Geisterhand wieder geradebiegt, oder ob wir in jenen dem Menschen auffallen, der zwar einen leichten Schuhtick hat, aber trotzdem oder deswegen der Mensch unseres Lebens wird.Wenn wir doch nur wüssten, ob wir ein zweites Date wollen. Wenn wir doch nur wüssten, ob 313 - das Risiko | Adam sprichtwir sagen sollen, dass wir heimlich und klamm darauf stehen, auf die Nase geküsst zu werden, von hinten genommen zu werden, beim Essen, beim Fernsehen, aus dem Schlaf geweckt Sex zu haben. Wenn wir doch nur wüssten, welche Entscheidungen im Leben sich lohnen, wirklich lohnen, welche Entscheidungen lebensentscheidend sind, welche unser Leben verbessern werden, welche uns glücklich machen werden, welche die Entscheidungen sind, die wir treffen sollen. Und welche nicht, niemals, nienienie, weil wir eigentlich wissen müssten, weil wir es doch verfickt nochmal wissen müssten, dass es nichts bringt, dass nur Desaster rauskommen, dass es alles ganz umsonst ist, alle Anstrengungen und Mühe und Liebe und Hingebung und Leidenschaft und Energie, wenn wir doch nur wüssten.

Und dann?

Wenn wir all das wüssten?

All das und noch viel viel mehr?

Schön, ja, dann würden wir keinen Fehler mehr begehen, wir würden immer alles richtig machen und … glücklich sein?

Vielleicht.

Aber darf ich Euch etwas verraten?

Wir wissen es nicht.

Und wir werden es auch nie wissen.

Wir müssen uns also entscheiden.

Und diese Entscheidung läuft sehr oft auf die gleiche Entscheidung raus: Risiko oder nicht Risiko. Variante A, von der wir annehmen, dass sie schon keine allzu schlimmen Folgen nach sich ziehen wird, oder Variante B, bei der wir aber volle Kanne auf die Fresse fliegen können. Oder eben aber nicht, bei der wir auch etwas erreichen können, was wir gar nicht vorausahnen können, etwas Unerwartetes, Tolles, Superes. Spaß.

A oder B?

Sicherheit oder Risiko?

Entscheidet Euch.

Immer wieder.

Riskiere Spaß.

Euer Adam

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9 Kommentare zu "313 – Das Risiko"

  • Lieber Adam,

    schön, dass du auch in diesem Jahr wieder da bist und für uns Frauen (und mehr oder minder heimlich mitlesende Männer) schreibst. Ich freue mich!

    Stephan und ich wünschen dir Glück und Zufriedenheit, Gesundheit, dass deine Wünsche, Hoffnungen, Sehnsüchte und Ziele in Erfüllung gehen.

    Das Risiko und wenn wir doch nur wüssten… Ich behaupte einfach einmal, dass das auch von der persönlichen Veranlagung eines jeden abhängt, ob er lieber auf alles und jedes vorbereitet ist oder lieber unvorbereitet sieht, was sich ihm bietet, was aus einer Situation entsteht, welche Konsequenz sich aus dem Kauf dieses oder jenes Schuhmodells ergibt. Welche Entscheidungen sich letztendlich lohnen oder nicht? Ach nee, sowas lass ich lieber auf mich zukommen. Zuviel Abwägen nimmt einem doch nur die Freude. Und wenn es sich am Ende als Desaster herausstellt, na gut, dann heisst es sich schütteln und weitermachen.

    Ob wir sagen sollen, wir möchten aus dem Schlaf geweckt Sex haben? Unbedingt!

    Stephan und ich sind beide absolut die Typen für die Variante B. Wenn wir dann volle Kanne auf die Fresse fliegen, heisst es ebenso, schütteln und weiter im Text.

    Ich möchte deinen Abschluss \“Riskiere Spaß\“ gerne als Jahresmotto ausgeben. Ich möchte gar nicht in die Kristallkugel schauen können, um vorher zu sehen, ob sich etwas am Ende als gut oder schlecht erweist. Dadurch nimmt man sich doch auch sämtlichen Spaß und wären sicherlich weniger glücklich. Also vielen Dank für deine Schlussbemerkung.

    • Ja, ich muss zugeben, mir gefällt dieses \“Risikiere Spaß\“ auch sehr gut 😉
      Ich selber kann interessanterweise ganz gut nach dem Motto leben, wenn es um große Entscheidungen geht. Wenn ich mir dann aber ein neues Paar Schuhe kaufen soll oder diese Fernsehsendung oder jene anschauen, dann kann ich mir schon sehr schwer tun. Obwohl (oder weil?) das Risiko minimalst ist, dass etwas Schlimmes bei der falschen Entscheidung passiert.

  • \“Verstehen kann man das Leben nur rückwärts.
    Leben muß man es vorwärts.\“
    von Kierkegaard

    Ich werde dieses Jahr 50 und hab schon manches Risiko gelebt, um hinterher festzustellen, ich hätte es besser bleiben lassen. Aber ohne ist es langweilig. Und das betrifft neue Schuhe genauso wie Sex nach dem aufwachen! Ein frohes Neues…. und auf auf, volle Kraft ins Leben.

    • Liebe Bettina!

      Auf, auf? Ganz meine Meinung. Ich kenne das Risiko-Gefühl, bin prinzipiell ohne Netz und doppelten Boden unterwegs und deshalb auch schon mehr als einmal mit allen Vieren im Staub gelandet. Macht aber eindeutig mehr Spaß als immer nur mit der Nasenspitze vorsichtig um die Ecke zu schielen. Schön, dass es noch jemand so sieht.

    • ich möchte sogar soweit gehen, dass die meisten Male auf der Nase gelandet nicht welche sind, wo ich besser das Risiko hätte bleiben lassen. Kann zwar weh tun, aber auch das kann mich im Endeffekt weiterbringen. Die Nase hört schon wieder auf zu bluten.

  • Eine Entscheidung muß genau dann gefällt werden, wenn sie ansteht. Keine Entscheidung ist meistens falsch.
    Ich hasse es, wenn Entscheidungen WESENTLICH später kritisiert werden. Hinterher sind alle schlauer.

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