Adam spricht

über alles, was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

336 – Der heilige Schwanz

| 10 Kommentare

Liebe Frauen,

wie Euch sicherlich bekannt ist, sind wir Männer Träger äußerst unterschiedlicher Ausführungen von Gehängen.

Oder anders gesagt: Kein Schwanz gleicht dem anderen.

Bei manchen Exemplaren handelt es sich um wahre Monstren, bei anderen eher um Kleinvieh. Welches aber bekanntlich auch Mist macht. Denn tatsächlich wünschen sich die Männer, alle alle alle, einen großen Penis, aber selbst wenn sie einen solchen nicht ihr eigen nennen, so gibt es am Ende nur wenige Männer, die nicht doch auf ihr Teil stolz sind. In der einen oder anderen Weise.

Was sich darin zeigt, dass sie sie ganz gerne auch mal herzeigen.

In der Hoffnung, damit eine Reaktion hevorzurufen.

Nein, ich rede jetzt nicht von den hornbebrillten Ungustlingen, die sich mit langem Trenchcoat durch den Park machen, um ihr Gemächt unschuldig entangschlendernden Frauen entgegenzustrecken, sondern eher von den alltäglichen Nacktheiten, die jeder so kennt. Dusche. Sauna. FKK-Strand. Wurscht. Es gibt sie, die Gelegenheiten, in vollkommen unverfänglicher Situation sein Geschlechtsteil sichtbar zu machen. Und sei es nur dem Menschen, mit dem man zusammen ist.

Die Reaktion, die sich die Männer erhoffen, ist natürlich eine positive. Sie erhoffen sich ein erfreutes Gesicht der Frau, der sie ihren Fortsatz zu zeigen bereit sind, Freude über diesen Anblick, hach. Ja, eh, und natürlich auch gerne mehr, was sich aus der empfundenen Freude so ergibt, also etwa ein Berühren, ein mehr als nur Berühren, ein Verführen, ein Einführen … Ja, eh. Aber darum geht es tatsächlich nur zweitrangig. Vor allem geht es um die Bewunderung. Dafür, dass es da ist, das Teil. Ein respektvoller Blick, ein ehrfürchtiges Innehalten, vielleicht auch ein kleiner Stoßseufzer ob der Unmöglichkeit der gerade angedeuteten Nutzung des Geräts, oder aber auch ein Hinknien und sich über alle Unmöglichkeiten Hinwegsetzen. Ach so, ja, auch Hinknien, um das Wunderding zu blasen, klar, aber vor allem, um dem Wunderding die gebührende Ehrerbietung angedeien zu lassen. Richtig, um es anzubeten.

Nichts weniger erhoffen wir Männer von Euch Frauen.

Frauen, sprecht nur ein Wort, so wird unsere Seele gesund.

Und warum das so ist?

Weil wir selbiges mit Euch machen.

Heimlich.

Im Geist.

Wir tun nichts anderes, als den weiblichen Körper anzubeten.

Tag und Nacht und Zeit unseres Lebens.

Da liegt es doch auf der Hand, dass wir annehmen, dass Ihr selbiges mit uns und anderem tut.

Also.

Euer Adam

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10 Kommentare

  1. Herrlich die Kommentare zu lesen.. Erst kam der sehr ironische Gedanke “Susanne, wie kannst du Ihn nur nicht anbeten?” Und dann kommt da so eine kleine Stimme die mir eine lang vergangene Erinnerung ins Gedachtnis gebracht hat… Ein paar Momente wo ich mich doch auch dabei ertappt habe einen Schwanz “anzubeten”. Ihr braucht nur den richtigen Augenblick und ja, dann beten wir Euch Männer an, beten Euren Schwanz mehr oder weniger an und ihr habt sicher Euren Spaß dabei ;-) Viel Spaß beim Augen danach aufhalten!

  2. Tja, dieses besonders anbetungswürdige Teil muss sogar dann zurechtgerückt werden, wenn man bei einer EM in der coaching zone hin- und herläuft, zum Glück jedoch nicht aller Welt gezeigt werden. Respektvolle Blicke? Ehrfürchtiges Innehalten? Muss ich noch etwas mehr üben!

    • Üben macht die Meisterin :-P

      • Hallo Adam,

        habe gerade diesen Artikel gelesen und dabei den Fehler gemacht, “ja, hat was” zu murmeln. Brachte mir prompt einen verbalen Nasenstüber ein: “Jungs, ihr habt eindeutig zu viele schlechte Filme gesehen. Wahrscheinlich sollen wir auch noch verzückt nach Luft schnappend etwas wie ooooooh japsen. Reicht es denn noch nicht, dass wir zeitweise schon in die Knie gehen?” Habe mir sicherheitshalber die Antwort gespart.

        • ach, ich merke, es gibt noch viel zu schreiben, bis so manche männliche Sicht aus weiblicher Sicht nachvollziehbar wird.

          • Lass mich den Mann doch ein wenig necken, er hat so inbrünstig und hoffnungsvoll gemurmelt. Ich übe Anbetung und Ehrfurcht noch immer.
            Es gibt noch viel zu schreiben, bis männliche Sichtweisen…? Das ist eine Sisyphusarbeit und umgekehrt ebenso kompliziert. Weibliche Sichtweisen Männern verständlich machen? Wenn sie nicht denken, sie haben eine Irre vor sich, dann sicherlich “ich steh im Wald…”. Viel Spaß weiterhin!

          • Ich liebe meine Sisyphusarbeit. Und auch, dass es eine Sisyphusarbeit ist, weil sonst hätte ich ja irgendwann nichts mehr zu schreiben ;-)

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© Raoul Biltgen

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