Adam spricht

über alles, was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

337 – Der feuchte Traum

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Liebe Frauen,

mir ist zu Ohren gekommen, dass auch Ihr ab und an einen feuchten Traum träumt.

Ja, ich habe gehört, dass auch Frauen von Zeit zu Zeit von Sex träumen, dass sie nächtens und schlafens Lust empfinden, dass ihr Körper in entsprechender Weise reagiert, dass sie feucht werden und einen Orgasmus erleben und juhu tralala.

Und ich kann aus zuverlässiger Quelle sagen, dass Euch, liebe Frauen, die Männer darum beneiden.

Nein, nicht dass Ihr denkt, wir Männer träumen nicht auch immer mal wieder von Sex. Dochdoch, das tun wir, keine Angst. Auch wenn wir es als erwachsene Mannsbilder weit weniger oft tun, als wir das noch als wangen- und sackbeflaumte Teenager getan haben. Damals, ich kann’s Euch sagen, da waren unsere Nächte sehr sehr feucht. Da ging es ab in der Nacht, da können aber die ganzen Möchtegernsexfilmchen einpacken. Auch wenn unsere damaligen Phantasien sicherlich von eben diesen Möchtegernsexfilmchen stark geprägt waren. Aber damals krachte es ja auch noch in der Lederhose. Da blieb noch ein wenig Spielraum für die lustige Phantasie im hormonüberfluteten Gehirn eines heranwachsenden Männleins. Und es mussten nicht immer nur die Sexfilmchen sein, nein, ich kann mich da doch auch noch erinnern, da spielte eine gewisse Szene aus dem Film „La Boum“ eine gewisse Rolle in einem meiner Träume. Aber aber, wir werden älter und haben dann irgendwann sogar ganz echten Sex, und nicht nur mit der eigenen Hand, und liegt es daran oder dass die Hormonausschüttung bei den meisten Männern sich dann doch wieder halbwegs einpegelt?, auf jeden Fall träumen wir im Laufe der Jahre immer weniger von Sex. Aber wir tun es nach wie vor. Und in Sexträumen geht es zu, wie es nunmal in Träumen zugeht, also nicht immer alles ganz so realistisch, wie im wahren Leben. Was ja auch ganz schön schön sein kann. Scließlich kann man nicht alles ausleben, wovon man träumt. Und ganz ehrlich, ich möchte auch nicht alles ausleben, wovon ich träume.

Aber neben der Häufigkeit der sogenannten feuchten Träume, spielt auch noch der Feuchtegrad der feuchten Träume eine Rolle, denn auch der verändert sich. Und da sag ich: Hurra. Denn als Teenager landet doch recht oft die ganze Soße in der Hose. Ein Grund, warum Teenager auf jeden Fall nicht zu früh auf den Geschmack des Nacktschlafens kommen sollten. Und es kann passieren, dass es mehr als einmal in einer Nacht passiert. Ja, passiert. Und auf jeden Fall: peinlich am nächsten Tag. Peinlich, da man weiß, dass Mama den Pyjama zusammenlegen wird, weil man in diesem Alter ja noch nicht gelernt hat, dass man sowas auch selber machen kann. Und, ich kann mich erinnern, dass ich das mal zu einem Mädchen gesagt habe, das mich danach gefragt hat, ehrlich wie ich war: Als junge Spritzpistole hofft man, dass man nicht durch das Ejakulieren wach wird, denn wenn man einfach weiterschläft und nicht einmal mitbekommt, dass man sich gerade in die Hose gespuckt hat, dann ist es am nächsten Morgen vielleicht schon halbwegs weggetrocknet, ohne dass man Umstände hatte. Wird man wach, muss man wischen, denn sonst ist es unangenehm, in der Sauerei zu liegen. Ja, halt so eine Teenie-Logik.

Als erwachsener Mann hingegen wird man dann doch viel eher wach. Sprich: Auch wenn man von Sex träumt und die Latte steht und pumpt und alles für den Abschuss bereit ist, reagiert der Körper gerne mal rechtzeitig und man kann unterbrechen. Oder aufstehen und dort Hand anlegen und es zu Ende bringen, wo man nicht die Bettwäsche anmacht. Und das finden wir Männer vernünftig.

Und genau deswegen beneiden wir Männer Euch Frauen um Eure feuchten Träume. Weil Ihr sie durchträumen könnt. Ohne Konsequenzen. Ohne Euren Körper auf Unterbrechung trainieren zu müssen. Ohne dass Ihr Eurem Mann am nächsten Morgen irgendetwas erklären müsst. Aber wir Männer, wenn es uns dann doch mal passiert, wir sitzen da, Ihr neben uns, und wir kommen uns vor wie vor all den Jahren, als uns das noch täglich geschah und unsere Rechtfertigung ein stoisches Ignorieren aller Tatsachen gegenüber dem Blick der Mutter war.

Die mit ignoriert hat.

Ihr müsst nicht ignorieren. Ihr könnt ja neidvoll zugestehen, dass Ihr leider in dieser Nacht offensichtlich nicht so viel Spaß hattet. Dann können wir uns denselben vielleicht das eine oder andere Mal auch wieder zugestehen. Denn in Träumen kann alles passieren. Und nichts ist verboten. Und ich schwöre Euch, wir träumen selbst in den abgefahrensten Traumszenarien wesentlich öfter von Euch, als Ihr Euch denkt.

Euer Adam

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© Raoul Biltgen

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