Adam spricht

über alles, was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

362 – Die Indianerin

| 3 Kommentare

Liebe Frauen,

Männer schauen.

Bild: Radio Voice of America

Bild: Radio Voice of America

Gerne.

Die Augen sind ihr wichtigstes Sinnesorgan.

Sie sind visuell veranlagt.

Im Gegensatz zu Frauen, die hören und riechen und fühlen und noch so vieles mehr, was uns, ach, armen Männern auf ewig wird verwehrt bleiben, denn wir sind, ach, leider ausschließlich aufs Schauen reduziert. Und daran sind wir ganz sicher nicht selber schuld, neinnein, das ist die vermaledeite Evolution, die das mit uns gemacht hat, so.

Und wo wir gerade über Evolution sprechen: Das eine will dem anderen Geschlecht gefallen. Im Tierreich meistens die Männchen den Weibchen. Die Männchen haben das buntere Gefieder und dicke Hautsäcke, die sie aufblasen können, und Hörner und Geweihe und überhaupt. Und all das zielt worauf ab? Richtig, auf die richtige Optik. Dass sie den Weibchen gefallen. Weil die davon auf die Fruchtbarkeit und genetische Gesundheit und so schließen.

Bei den Menschen aber sind die Männer zwar meist muskulöser, können aber ansonsten nicht unbedingt mit besonderen Auffälligkeiten aufwarten. Müssen sie auch nicht, denn … nicht die Frauen, sondern die Männer sind so aufs Schauen fixiert.

Logisch wäre nun, dass die menschlichen Weibchen also besondere Merkmale aufweisen. Ja, Brüste und Hintern, ja, aber die sind jetzt nichts wirklich Außergewöhnliches, wenn ich das mit einem Rad schlagenden Pfau vergleiche. Aber der Mensch kann ja nachhelfen. Weshalb es die Frauen sind, die sich aufputzen. Sich mit fremden Federn schmücken. Mit Kleidern, die ihnen besonders schmeicheln, mit Schmuck, mit Frisuren, die dem Federkleid des männlichen Pfaus tatsächlich in manchen Fällen in nichts nachstehen. Und mit Make-up natürlich. Die Augen werden umrandet, die Wimpern getuscht, die Fältchen weggeschminkt, die Wangen betupft und die Lippen gefärbt, dass ja der Eindruck entsteht, die vor einem Mann stehende Frau sei bereit für Sex mit eben diesem. Denn das ist es, was Make-Up vorgaukelt: Gute Durchblutung, welche durch sexuelle Erregung hervorgerufen wird. Also geweitete Pupillen, gerötete Wangen, rote Lippen.

Und wo wir grad dabei sind: So ein wenig gesunde Farbe im Gesicht kann auch nichts schaden, da greifen wir doch gerne mal in den Farbtopf braun. Und schmieren, schmieren, schmieren. Und während die männlichen Exemplare unserer Spezies sich wohl das eine oder andere Mal als Cowboy wähnen, einsamer Held, der mit seinen Waffen umzugehen weiß, sehen die Frauen aus wie Indianerinnen. Und ich meine durchaus nicht die Native Americans, sondern jenes Klischee, welches wir Europäer von Indianern haben. Rothäute. Ungezähmt. Mit Kriegsbemalung.

Liebe Frauen, nicht jeder Mann ist ein Cowboy. Nicht jeder Mann steht auf Fasching. Wenn Ihr Euren gefunden habt, der darauf steht, dass Ihr Euch möglichst bunt bemalt, Glückwunsch. Ich aber bitte Euch, es nicht zu übertreiben. Khaki-farbene Frauengesichter und entsprechende Dekolletés sind nicht das, was meine müden Männer-Äuglein erblicken wollen. Und Ihr wisst doch, ich als Mann, ich muss schauen, ich kann nichts anderes als schauen, meine Bitte ist also eine rein egoistische.

Ich danke recht schön.

Euer Adam

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3 Kommentare

  1. Da hst du völlig recht. Wir haben nicht die geringste Ahnung, warum irgendwem Kriegsbemalung oder seltsam gefärbte Solarium-Lederhaut gefällt. Ich frage mich sogar noch, wer das anfassen mag. Geschmäcker sind und bleiben eben verschieden.

  2. Auch wir Frauen sind Augentiere, auch wir haben gerne was zum ansehen (siehe 356). Stephan und ich haben diesen Beitrag gerade zusammen gelesen und wir sahen aus wie Wackeldackel. Lesen, nicken… lesen, nicken.. lesen, heftiges Nicken. Wir sind mit dir einer Meinung, diese übertriebene Kriegsbemalung Richtung Rothaut bzw. generell Unmengen Makeup mögen wir auch nicht, sieht so schrecklich unnatürlich aus. Stephan sah mich eben prüfend an und versuchte, sich das von dir beschriebene Schminkvorgehen bei mir zu visualisieren. “Du bist ein Rotschopf mit dieser sehr hellen Haut rothaariger Frauen. Horrorgedanke, mir dich so angemalt vorzustellen.” Sicher kann Makeup durchaus hilfreich sein(ich habe ja auch das, was man Concealer und Puder und Lippenstift nennt) aber bitte in Maßen und dem Hautton entsprechend. Siehe 339, ebenso gruselig.

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© Raoul Biltgen

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