Adam spricht

über alles, was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

377 – Der Job-Wichser

| 14 Kommentare

Liebe Frauen,

Ihr kennt sie sicher auch, die Wichser im Job.

Bild: Franz von Bayros

Bild: Franz von Bayros

Man kann nicht alle Menschen mögen. Und manche Menschen werden von recht wenigen anderen gemocht. Weil sie einfach Wichser sind. Ist so. Kann man aus dem Weg gehen. Manchmal. Manchmal aber auch nicht. Denn wenn sie Kollegen sind, dann hat man unter Umständen ein Problem. Das noch größer ist, wenn es sich unter Umständen auch noch um den Chef handelt

Aber.

Es gibt auch viele Kollegen, die man eigentlich ganz gerne hat. Und trotzdem sind sie Wichser. Ja, und zwar im eigentlichen Sinn. Sie holen sich einen runter. Onanie.

Gut, wer tut das nicht? Und ich inkludiere ganz klar Euch, liebe Frauen. Das gehört dazu, auch wenn wir nicht so gerne drüber sprechen. Es zugeben. Und jeder kann tun und lassen, was er will, wenn er zuhause in seinen eigenen vier Wänden ist und …

Und manche tun es eben nicht nur dort, sondern auch am Arbeitsplatz.

Und wenn ich manche sage, dann meine ich viele. Ich meine sogar mehr, als Ihr Euch vielleicht so denkt. Tatsächlich wichsen die meisten sogar am Arbeitsplatz. Nicht alle ständig, aber doch irgendwie schon dann eben doch. Schließlich wird Porno auch am meisten vom Arbeits-PC aus konsumiert. Und was glaubt Ihr, liebe Frauen, dass sich die wehrten Herren Kollegen dann die schön angewachsene Erektion aufbewahren, bis sie nach Feierabend wieder daheim sind? Mitnichten. Da wackeln sie mit zusammengepressten Oberschenkeln zum Klo und rubbeln los. Und wenn auch manche Porno-Portale die Anzahl solcher Kandidaten kennen, so möchte ich anmerken, dass nicht jeder Mann Porno anschauen muss, um sich aufzugeilen. Manche schauen sich die Kolleginnen an. Oder auch die Kollegen. Und manche schauen gar nichts an, die haben die Bilder im Kopf. Von was auch immer.

Doch bevor Ihr jetzt losschreit und alle Wichser Wichser nennt, möchte ich darauf hinweisen, dass ich aus zuverlässiger (nämlich weiblicher) Quelle weiß, dass dies durchaus nicht nur ein männliches Phänomen ist. Nennen wir’s halt Masturbieren.

Nun könnte man annehmen, der Arbeitsplatz sei vielleicht nicht unbedingt der aufgeilendste Ort auf dieser Welt.

Richtig, ist er nur selten.

Und genau das ist der Grund, warum man sich genau da dann doch gerne mal einen runterholt. Weil man einen Ausgleich braucht. Herrgott, das entspannt doch auch. Und wenn man Abgaben hat und Stress und schlecht sitzt und wenig frische Luft hat und die Kollegen alle Wichser sind, dann muss man sich seinen eigenen Weg finden, wie man das aushält. Also warum nicht über diesen?

Denn die meisten Menschen sind nach der Selbstbefriedigung erstmal befriedigt. Hurra, denn dann nagt nicht mehr so sehr der Wunsch nach mehr, nach was anderem, nach allem, nur nicht nach dem, was grad nicht möglich ist, weswegen sie konzentrierter sein können auf das, worauf es eigentlich ankommt. In dem Fall halt der Job.

Also schimpft die Wichser nicht mehr Wichser, sondern Arschlöcher, weil Wichser sind wir alle, und das ist gar nicht mal so schlecht.

Euer Adam

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14 Kommentare

  1. adam du bist ganz im trend mit diesem artikel..
    guck mal hier:

    https://www.welt.de/kmpkt/article164509953/So-nutzt-du-als-Nichtraucher-deine-Raucherpausen.html?

    Zwei Psychologen haben dem englischen Magazin „Metro“ im Januar bestätigt, dass sie Masturbierpausen bei der Arbeit für eine gute Idee halten.

    Stressabbau, kurz mal rauskommen aus dem Ganzen, Entschuldigung, Bürobums, ein bisschen Bewegung bekommen, und so weiter.

    stichworte
    gesundheitsförderung, freiheitsgefühl, bewegung und entspannung..

    nur die zigarette danach entfällt ;-)

    • A propos Zigarette danach: auch die Zigarettenpause ist durchaus sinnvoll, da sie dem Raucher – ähnlich dem Wichser – einfach mal den Kopf frei macht. Aber wichsen ist eindeutig gesünder ;-)

  2. “Gewaltige Dunkelziffer”. Wie hoch mag wohl der betriebswirtschaftliche Schaden durch nicht korrekt genutzte Arbeitszeit sein?

    • Ich bin zutiefst überzeugt, dass Selbstbefriedigung am Arbeitsplatz zu gesteigerter Produktivität führt. Weil Pausen nunmal wichtig sind. Gesünder als Rauchpausen allemal.

      • Zum Glück muss man kurzzeitige Abwesenheit vom Arbeitsplatz nicht ausführlich erklären. Stelle mir gerade das Gespräch mit meinem ehemaligen Arbeitgeber vor und seinen Gesichtsausdruck für das Argument zum Thema gesteigerte Produktivität.

        • Ich glaube, männliche Chefs würden ihren weiblichen Angestellten jederzeit eine etwas längere Pause zum Masturbieren einräumen, weil allein der Gedanke daran sie anmachen würde.

  3. ;-)

    sehr fein beobachtet, adam. frauen tun ES auch.. im job!

    • ich möchte nur das “beobachtet” relativieren, nicht dass mir da vorgeworfen wird, den Frauen am Klo nachzuspionieren :-P

    • Genau richtig, auch Frauen tun das. Wer muss, der soll ruhig. Ist eindeutig besser, als miesepetrig und knurrend, weil gestresst warum auch immer unter Druck stehend, am Arbeitsplatz rumzuschleichen. Dann lieber ein klein wenig Entspannung suchen und finden. Ich habe jahrelang den großen Luxus meines eigenen WCs am Arbeitsplatz genossen, vor dem Büroausgang einfach mal rechts abbiegen. Das hatte nicht nur den Vorteil, das Klo nicht mit der Masse teilen zu müssen.

      • Sollte es sich herumsprechen, wie oft das dann doch auch auf der Arbeit vorkommt, könnte ein ganz neues Arbeitsklima dabei rauskommen. Und dass manche Menschen wieder wissen, warum sie montags zur Arbeit gehen.

      • Das ist mir aber eine eigenartige Form von Luxus, das muß ich schon sagen. Und wenn Sie im Beruf unter Druck stehen, sollten Sie vielleicht die wahren Ursachen solcher Schweinereien bekämpfen, als zu glauben, die Probleme ließen sich durch “Selbstbefriedigung” am Arbeitsplatz abstellen. Der Arbeitgeber wird sich über solchen “Widerstand” geradezu kranklachen oder -wichsen.

        • Tja, wenn der Arbeitgeber kein zusätzliches Personal einstellt und der Personalrat (war in dem Fall ein zahnloser Tiger) das ebenso sieht, ist man ziemlich hilflos. Wir waren 3 Sekretärinnen und 5 Schreibkräfte, uns fehlten konkret 3 Mitarbeiterinnen (wurde vom Controlling nach Überprüfung des täglichen Arbeitspensums mehrfach bescheinigt). Da wird es schwer bis unmöglich, die Ursachen zu bekämpfen. Meine tägliche Arbeitszeit sah am Ende so aus: Beginn um 06:30 Uhr und Ende um 18:00 Uhr. Verletzung der Arbeitszeitgesetzte dem PR ebenfalls bekannt, nichts passierte (konsequenz am Ende nach 5 Jahren = Kündigung). Da habe ich hin und wieder das WC ausgesucht und nicht zum “normalen” Toilettengang, kurzer Moment der Entspannung. Habe ja auch nicht behauptet, dass die Probleme dadurch gelöst wurden. Ich fand diese eigenartige Form von Luxus hingegen durchaus angenehm.

          • Luxus definiert sich ja auch dadurch, dass man es nicht unbedingt braucht (das wären andere Arbeitsumstände gewesen), sondern dass man sich mal was gönnt, was das andere unter Umständen leichter zu ertragen macht.

          • Und hin und wieder ist Luxus gar nicht so unnütz, obwohl man ihn nicht unbedingt braucht!

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© Raoul Biltgen

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