Adam spricht

über alles, was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

378 – Der Fleischer und sein Blutpenis

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Liebe Frauen,

Menschen suchen immer nach Anhaltspunkten, um sich im Vergleich zu anderen einordnen zu können.

Bild: Kitagawa Utamaro

Bild: Kitagawa Utamaro

Das ist normal, das gibt Sicherheit.

Oder Unsicherheit. Wenn man nämlich keine oder die falschen Anhaltspunkte findet. Und wenn man entdeckt, dass man sich selber in so mancher Hinsicht unterhalb der Vergleichspopulation einordnen muss. Also: Mein Auto ist kleiner als das von meinem Chef, mein Verdienst ist kleiner als das meines Mannes, mein Gras ist brauner als das meines Nachbarn.

Aber gottseidank ist der Mensch immer wieder erfinderisch, wenn es ums Vergleichen geht, also vergleicht er sich mit wem anderen. Dem Untergegeben, dem Cousin zweiten Grades, dem Nachbarn auf der Schattseite. Und schon ist die Welt wieder in Ordnung.

Manchmal ist das aber nicht so einfach.

Und manchmal nimmt so mancher manches auch sehr sehr wichtig.

Und manchmal sind Männer auch nur Menschen.

Und sie wollen einfach nicht wahrhaben, dass alle in der Umkleide nach dem Fußballspiel denken: Hihi, der hat aber einen kleinen Schniedel. Weil Männern geht es ja immer nur um sein bestes Stück. Oder etwa nicht?

Doch, eben. Und deswegen gibt es eine verwegene Theorie. Und mich würde es brennend interessieren, ob Ihr, liebe Frauen, diese eigentlich bestätigen könnt, oder uns lieber mal in unserem Glauben lasst, dass es so sein könnte. Nämlich die Theorie der Fleisch- und Blutpenisse.

Grundsätzlich kann man demnach Penisse in zwei Kategorien einteilen: Fleischpenisse sind jene, auf die die anderen neidvoll schauen, wenn sie in Sauna und so zur Schau gestellt werden: Da hängen die fetten Fleischteile rum, dass es uns um die Ohren schlackert, so richtig lang und dick und was nicht noch. Aber: Fleischpenisse sind im schlaffen Zustand prächtige Exemplare, im erigierten werden sie dafür nicht unbedingt viel größer. Sie richten sich halt auf. Danke, reicht.

Auf der anderen Seite gibt es die Blutpenisse, die leiderleider hängend eher unscheinbar sind, maximal normal, halt so Zipfelchen. Aber wenn sich das Blut in ihnen staut, dann lohnt es sich, mein lieber Herr Gesangsverein, dann hebt sich ein massiver Stamm gen Himmel, der wächst und wächst und wächst, in Umfang und Länge, und am Ende können die ganzen Fleicherektionen aber einpacken, tja, wer hätte das gedacht?

Der Hintergrund der Theorie ist, meiner bescheidenen Meinung nach, nichts anderes als der Versuch der weniger groß bestückten Männer, den Eindruck entstehen zu lassen, dass es ihre Durchschnittswürschtel sind, die am Ende, wenn es nämlich darauf ankommt, die wahren Helden am Tummelplatz der Liebe sind. Während die anderen, die Angeberprügel, abkacken.

Und ich bin natürlich vollkommen und absolut der Meinung, dass diese Theorie absolut und unwiderlegbar so stimmt.

Woraus Ihr so einiges ableiten könntet.

Tut Ihr aber nicht.

Ihr seid ja nicht so.

Deswegen, bittebitte, sagt, dass es so ist, das mit den Fleischern und Blutern, und macht viele Männer glücklich.

Weil sie sich weiterhin vielleicht, aber eben nur vielleicht, in die Hosentasche lügen können.

Euer Adam

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6 Kommentare

  1. Und Überraschungen sind doch erst das Salz in der Suppe, weil man eben nicht weiß, was einen erwartet! Außerdem: wahre Größe beweist sich erst im Einsatz.

  2. Ich finde das ist wie bei den Überraschungseiern… erst kaufen, dann auspacken, zusammensetzten und dann spielen um zu sehen ob es funktioniert…. bis zum Schluß weißt du nicht ob sich die Ausgabe gelohnt hat. Aber spannend ist es jedes Mal…

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© Raoul Biltgen

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