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383 – Das Wichsen

7. Mai 2017

6 Kommentare

  • Penis
  • Sex

Liebe Frauen,

Männer sind Wichser.

Alle.

Aus.

Sie tun es täglich, wöchentlich, monatlich, ja, manche jährlich und ein paar ganz ganz seltene Exemplare haben es seit vielen Jahren nicht mehr gemacht, der Papst vielleicht, oder der Dalai Lama, aber ich bin zutiefst überzeigt dass selbst die es irgendwann mal gemacht haben, sich einen runtergeholt, sich selbst befriedigt, Hand angelegt, gerubbelt. Weil auch sie halt nur Männer sind. Und das ist es, was Männer tun: Sie nehmen ihren Schwanz in die Hand und reiben los. Und wenn’s vorbei ist, ist es vorbei, und sie denken nicht mehr dran. Mehr ist es nicht. Mehr verbinden Männer nicht damit. Das heißt auch: Wichsen hat nichts mit Sex zu tun. Und ich meine jetzt den Sex mit einem anderen Menschen. Es verhält sich so wie bei richtig gut essen gehen und Fast Food. Manchmal geht man einfach zu McDonalds, weil man auf die Schnelle was in den Magen bekommen will, manchmal hat man sogar richtig Lust auf McDonalds. Aber das hat nichts damit zu tun, ob man gerne gut isst. Wichsen ist kein Ersatz für guten Sex. Wichsen ist kein Ersatz für Sex zu zweit. Wichsen will nicht bewertet sein, weil genau das das Schöne am Wichsen ist: Es ist, was es ist, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Nicht das alleine Glücklichmachende, aber dann doch ganz gut.

383 - das Wichsen | Adam sprichtMit anderen Worten: Wenn Euer Mann wichst, hat das nichts mit Euch zu tun. Weder im positiven noch im negativen Sinn.

Außer natürlich, er denkt an Euch beim Wichsen.

Und Ihr denkt natürlich: Er denkt an eine andere.

Woran wir Männer also beim Wichsen denken? Oder besser: An wen? An alles Mögliche. Ja, hin und wieder stellt man sich eine Frau vor, und das ist hin und wieder auch nicht die Frau, mit der man gerade in Beziehung ist.

Und ist das jetzt schon Fremdgehen?

Ich weiß es nicht, das könnt nur Ihr sagen. Wie gesagt: Wir bewerten nicht. Wir wichsen nicht, weil wir an eine bestimmte Person denken, wir denken an eine bestimmte Person, weil wir an jemanden denken wollen, wenn wir wichsen. Na gut, ganz stimmt das natürlich nicht, es gibt auch Männer, die wichsen ganz klar, weil sie an eine ganz bestimmte Person denken, und ja, das resultiert dann tatsächlich aus dem Wunsch nach mehr als nur ein paar Wichsgedanken. Aber ich kann Euch versichern, dass viel mehr Männer viel öfter an Euch denken, wenn sie sich einen runterholen, als Ihr für möglich haltet.

Und wenn Ihr dies forcieren wollt, wenn Ihr wollt, dass Eure Männer beim Masturbieren an Euch denken, schlage ich folgende Vorgehensweise vor: Holt ihm hin und wieder einfach mal spontan einen runter. Zeigt einfach, dass Ihr versteht, dass es dabei nicht darum geht, eine große Liebesnacht zu veranstalten. Greift ihm in die Hose, wenn Ihr grad vor der Glotze sitzt, und fangt an. Am Anfang werden die meisten Männer das als eindeutige Aufforderung für mehr sehen. Gut, macht mit. Aber Ihr könnt ihm auch einfach Einhalt gebieten, weitermachen, bis er kommt, ihm ein Papiertaschentuch reichen, und wieder fernsehen, wie wenn nichts gewesen wär. Die TV-Programmauswahl ist vollkommen egal. Und vor allem: Nicht drüber reden. Tut so, als sei es das Normalste der Welt. Wie ein Kuss im Vorübergehen. Ran an die Wurst, abbeißen, gut. Keine romantische Musik, kein Kerzenschein, kein Massageöl. Kein Gestöhne. Kein dirty talk. Und schon verbindet Euer Mann auch das Wichsen automatisch vor allem mit Eurer Hand.

Und wenn er doch mal nicht an Euch denkt: Wisst Ihr es? Nein. Also macht Euch keine Gedanken darüber, denn in Wahrheit laufen die allermeisten Wichsvorgänge rein mechanisch ab. Da gibt es gar keine Phantasien im Schädel, es ist einfach nur ein Stück Fleisch, das plötzlich und ohne besonderen Anlass bewegt werden will, bis was rauskommt, egal, was man dabei denkt, also denkt man an nichts und schon gar nicht an eine Frau.

Der einzige Gedanke, der dabei störend ist, das ist die Sache mit dem erwischt Werden. Deshalb: Wenn Ihr mal einen von uns erwischt, dann schließt nicht beschämt die Tür oder fangt ein großes Gezeter an. Fragt: „Kommst du klar oder darf ich einsteigen?“ Und meint es so. Ihr werdet Euren Mann glücklich machen.

Euer Adam

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6 Kommentare zu "383 – Das Wichsen"

      • Dieser Artikel kommt mir seltsam vertraut vor. Die Männer meiner Familie sind ohnehin der Ansicht, dass es beim Wichsen nicht sehr viel zu denken gibt, ergo nicht viel gedacht wird, und dass die Vorstellungskraft eher selten zum Einsatz kommt.
        Und stellt man(n) sich dabei tatsächlich mal eine andere als die eigene Frau vor, kann man das schon als Fremdgehen bezeichnen? Frag mal meine Frau. Sie sagt entschieden \“Nein, ist es nicht. Vorstellungskraft erzeugt kreativ innere Bilder. Also ich mag meine inneren Bilder, die durch alles mögliche ausgelöst werden. Soll ich dir verbieten und wie soll das gehen, welche zu haben, oder deshalb gar zicken?\“
        Ich finde, ich habe großes Glück. Wenn sie mich wirklich mal \“erwischt\“, macht sie nicht beschämt/verschämt die Tür wieder zu, sondern stellt eine der Fragen aller Fragen: \“Soll ich bleiben oder willst du alleine sein?\“ Diesbezüglich ist es mir in früheren Beziehungen öfter sehr viel schlechter ergangen.

  • Hallo Adam,
    das ist mal wieder ein sehr guter Beitrag.

    Du hast gefragt: „Und ist das jetzt schon Fremdgehen?“ Normaler Weise nicht. Aber wenn ein Mann wichst und seine Frau vernachlässigt, dann ist das nicht nur Fremdgehen, ich würde es abnormal bezeichnen, vielleicht krank.

    Es ist schon einige Jahre her. Ich war mit dem Auto unterwegs, als ich eine gigantische Lust bekam. Ich konnte mich nicht mehr aufs Auto fahren konzentrieren, bin auf einen Parkplatz und habe mit einen runter geholt. Der Schuss musste raus. Wahrscheinlich hatte ich nicht mal an eine Frau gedacht. Dann konnte ich entspannt weiter fahren.

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