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392 – Der Nippelblitzer

9. Juli 2017

7 Kommentare

  • Körper

Lieber Frauen,

Nippel, Nippel, Nippel.

Brustwarze, Brustwarze, Brustwarze.

Mamille.

Igelschnäuzchen.

Habe ich nicht er-, sondern nur gefunden. Letzteres.

392 - der Nippelblitzer | Adam sprichtFacebook verbietet Nippel. Weibliche Nippel. Und man fragt sich, warum das so ist. Warum das auch nur so sein könnte. Warum, um himmelswillen, darf man eine weibliche Brustwarze nicht zeigen?

Ich sag es Euch: Damit sie interessant bleibt. Damit eben nicht das passiert, was Aktionen wie #freethenipple erreichen wollen, dass nämlich ein ganz normaler, entspannter Blick auf die weibliche Brust und deren Spitze geworfen wird. Denn das würde das Ende eines der wichtigsten Errungenschaften modernen Journalismus‘ zerstören: Den Nippelblitzer.

Habt Ihr das gesehen? Jennifer Lawrence hatte ein Kleid an am roten Teppich, da hat sie sich mal kurz runtergebeugt, huch, da war er zu sehen, zartrosa und vollkommen entblößt. Oder war er eher dunkelbraun? Oder war das der von Sophie Marceau? Oder doch der von Paris Hilton? Nein, der nicht, der war schon so lang nicht mehr zu sehen. Was ist eigentlich aus Paris Hiltons Brustwarzen geworden? Das gleiche wie mit ihrem Schritt: Uninteressant. Weil sie eh jeder kennt. Was regt es die Menschheit noch auf, wenn Paris Hiltons Nippel zu sehen ist? Langweilig. Aber ist es möglich, dass man den Schatten einer Spitze auf den berüchtigten gar nicht mal so-nackt-Fotos von Emma Watson sieht? Ja, da lauert die Presse doch schon seit Jahren drauf. Und mit der Presse die gesamte Menschheit. Oder die halbe. Die eine Hälfte. Wir wollen Emma Watsons Brustwarze sehen. Jetzt.

Nippelblitzer sind wichtig für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Sie zeigen den Männern immer wieder aufs Neue auf, dass Frauen Dinge besitzen, und zwar alle Frauen, die sind, so banal sie erscheinen mögen, so ganz besonders und exzeptionell, dass es sich lohnt, ein Riesenbahö drum zu machen. Und weil das so ist und Facebook und Konsorten genau dies als unglaublich wichtig erkennen, tun sie nichts anderes, als dieses wichtige Erbe der Menschheit zu bewahren. Für uns alle.

Und dafür sind wir Männer Herrn Zuckerberg dankbar. Denn wir sind es, die wollen, dass die weibliche Brust und vor allem der Nippel so extraordinär bleiben, weil wir durch allzu viel Normalität plötzlich noch denken könnten, dass ihm etwas Ordinäres anhaftet. Und das geht ja gar nicht.

Euer Adam

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7 Kommentare zu "392 – Der Nippelblitzer"

  • Es wird deutlich zu viel Theater darum gemacht. Was ist so skandalös an Nippelblitzern (oder gar an durch Stoff sichtbare Nippel)? Würde die Weltpresse nicht solch einen Affentanz deswegen veranstalten…
    Ende der 90er Jahre spielte Clooney Batman. Ich kann mich noch daran erinnern, dass entrüstet und mokiert über das Kostüm diskutiert wurde, weil Brustwarzen auf dem Batsuit sichtbar.

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