Adam spricht

über alles, was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

403 – Das Sextoy für den wahren Mann

| 2 Kommentare

Liebe Frauen,

denkt nur nicht, Männer würden nicht auch ganz gerne mal mit Spielzeug hantieren.

Und was fällt Euch ein, wenn Ihr Euch einen Mann vorstellt, der sich, das Gesicht hinter dem aufgeschlagenen Mantelkragen des Trench Coats versteckt, in den Sex Shop schleicht?

Richtig, an Gummipuppen.

Was soll ich sagen: Ja, sie werden gekauft, die Gummipuppen, und das nicht nur von Brautjungfern zum Jungesellinnenabschied, haha, lustig. Stellt Euch eine solche Puppe mal vor, und dann stellt Euch den lieben Bräutigam vor, dem Ihr Eure beste Freundin am nächsten Tag bis zum Ende ihres Lebens anvertrauen wollt, wie er auf der Puppe draufliegt, sie begattet, seinen Penis in ihre Plastikvagina steckt und rein und raus und spritz und aus. Oder er packt sie beim Hinterkopf und nutzt die ach so anpassungsfreudigen Lippen in O-Form, um … Bild da? Schön. Werdet Ihr jetzt auch nicht mehr so schnell los. Und ich wiederhole: Genau zu diesem Zwecke werden diese Puppen hergestellt. Und genutzt.

Aber nur von den Männern, die nicht mehr ganz so up to date sind.

Der Hipster von heute weiß nämlich, dass es aber sowas von naturgetreu geformte Sexroboter gibt, zu denen ich mich an anderer Stelle ja bereits ausgelassen habe (385 – der Sexroboter).

Und auch die Handmuschi ist nach wie vor ganz en vogue. Auch wenn ich es nicht wirklich nachvollziehen kann, was daran so gut sein soll, denn weder Gefühl, noch – schon gar nicht – Aussehen erinnern in irgendeiner Weise an das, woran es doch erinnern soll. An eine Muschi. Vaginae kann man nicht einfach so in die Hand nehmen, da hängt nämlich ein Mensch dran. Aber vielleicht liegt es ja auch genau daran, dass sie so beliebt sind: Sie reduzieren, juhu tralala, die Frau auf das, was Männern an ihnen wichtig ist.

Tatsächlich aber sagt mir mein Bauchgefühl, dass der trend in einer andere Richtung geht, und die ist voll für’n Arsch.

Während es sich die oftmals wesentlich experimentierungsfreudigen schwulen Geschlechtsgenossen schon länger herausgenommen haben, jene Gerätschaften, die doch für die vaginale Stimulation gedacht sind, also Dildos und Vibratoren, in den Po zu stecken, entweder allein oder zu zwein, haben sich die angeblich wahren Männer, also die Heten unter uns, doch immer geziert, dass ihnen da was rückwärts in den Körper kommt. Aber der moderne Mann von Welt hat es dann doch vielleicht mal ausprobiert und den Zeigefinger ganz ganz vorsichtig ins Loch geschoben, – hoffentlich sieht das keiner, hoffentlich klebt da nicht Kacke unter meinem Fingernagel, wenn ich fertig bin -, und ist so draufgekommen, dass das, jaja, dochdoch, ganz gut tut. Prostata anstupsen und so. Intensiver Orgasmus garantiert. Und das will der Mann ja: Bis auf die Zimmerdecke spritzen. Aber ein Mann wär ja kein echter, würde er sich nicht technisches Gerät zur Performancesteigerung einfallen lassen. Und deshalb gibt es immer mehr sehr sehr stylische Teile in Schwarz und Chrom, die er sich gepflegt rektal einführen kann, ohne sich die Frage nach seinen möglichen Homo-Anteilen stellen zu müssen. Und es muss natürlich was für den Mann sein, Frauendildo, bitte.

Bitte, liebe Frauen, ich habe es ausprobiert, sucht mal ein wenig im Inhaltsverzeichnis, Ihr werdet den entsprechenden Artikel sicher aufstöbern.

Und das Fazit: Auch Männerwollen Sexspielzeug. Endlich. Hand reicht nicht mehr aus. Männersexspielzeug. Harr, harr.

Und dann lächelt er müde über Euren blauen Delphin, der im Nachtkasten sein einsames Dasein fristet, vertrocknet und verstaubt, denn er hat natürlich eine Lederschatulle für sein Gerät, das er nach Gebrauch mit Sicherheit zerlegt und säubert und einölt und sobald es einen Turboaufsatz dafür gibt, wird er sich auch den besorgen. Und tiefer legen wird er es sicher auch.

Euer Adam

P.S.: Cockrings sind keine toys, bitte, da geht’s ja nicht ums Spielen an sich, sondern lediglich um die Aufrechterhaltung einer Latte für die nächsten acht bis dreiundzwanzig Stunden.

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2 Kommentare

  1. “Aber vielleicht liegt es ja auch genau daran, dass sie so beliebt sind: Sie reduzieren, juhu tralala, die Frau auf das, was Männern an ihnen wichtig ist.”

    Dildos und phallusähnliche Vibratoren: Sehen auch nicht mehr gerade so danach aus, an das sie doch erinnern sollten. Penisse kann man auch nicht gerade so in die Hand nehmen, daran hängt immer noch ein Mensch. Aber vielleicht liegt es ja auch herade daran, dass sie so beliebt sind: Sie reduzieren den Mann auf das, was Frauen an ihnen wichtig ist. Und es soll ja auch vibrierende Gummimuschis geben.

  2. Lieber Adam,
    Was sagt das jetzt über mich aus, wenn ich bei dem Titel “Sexspielzeug für Männer” eben NICHT an Gummipuppen denke???
    Mal ganz davon abgesehen, dass jeder der jemals mit aufblasbarem Wasserspielzeug oder auch nur Schwimmflügeln zu tun hatte, genau weiß wie schmerzhaft die Schweißnähte von diesen Dingern sein können….

    Aber wieso sind Cockringe kein Spielzeug? Auch nicht die vibrierenden???

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© Raoul Biltgen

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