Zum Hauptmenü Zum Inhalt

469 – Der Hund im Bett

30. Dezember 2018

4 Kommentare

  • Liebe

Liebe Frauen,

schmeißt Eure Männer aus dem Bett, lasst Eure Hunde hinein.

Das solltet Ihr zumindest tun, wenn Ihr besser schlafen wollt. Denn ich bin mal wieder auf ein paar lustige Studien (1 und 2)gestoßen, die genau dies besagen.

Der störende Mann

Ach ja, was wollen wir mehr, als neben dem Menschen, den wir lieben, aufzuwachen. Schön. Wir drücken ihm ein Bussi ins Gesicht und die Sonne scheint durch weiße Vorhänge und der Kaffee duftet auch schon durch das ganze Haus.

469 - der Hund im BettUnd dann werden wir wach, weil wir merken, das war alles nur ein Traum.

Oder eher: Ihr werdet wach. Weil der Mann neben Euch schnarcht, dass die dünnen schwedischen Bettgestellbeinchen jeden Moment zu brechen drohen. Und weil er Euch die Decke geklaut hat. Und weil er auf Eurer Seite des Bettes liegt. Und weil er so warm ist, ekelhaft, da schwitzt man ja weniger in einer Sauna, wah, wie wenn sich ein fetter LKW-Fahrer nackig neben Euch zwängen würde (sorry an die LKW-Fahrer, ist nur so als Klischee gemeint). Und an wieder einschlafen ist nicht zu denken. Vor allem weil Ihr jetzt auch noch an nackte LKW-Fahrer denken müsst. Die zudem ziemlich sauer sind, weil sie nun schon zum zweiten Mal als Beispiel für einen unangenehmen Zeit- und Bettgenossen herhalten mussten. Und nackte, wütende LKW-Fahrer, nein, mit denen will nun wirklich niemand was zu tun haben. Und schon gar nicht neben sich im Bett liegend. (Abermals: tutleid.) Aber worauf ich hinauswill: Ein Mann stört. Und in der Früh stinkt er aus dem Mund. (Ja, Ihr auch.) Und der Kaffee muss erst gemacht werden. Und die blöden weißen Vorhänge halten gar nichts ab von wegen lichtundurchlässig, vollkommen sinnlos, das Zeug.

Und dann wundert man sich, wenn Paare in getrennten Schlafzimmern schlafen wollen.

Der beruhigende Hund

Der Hund hingegen ist ein wesentlich angenehmerer Zeitgenosse. Ja, er schnarcht auch, aber ist das nicht süß? Und er drückt auch mit seinen Beinchen das liebe Frauchen aus dem Bettchen. Aber das macht er doch nur, weil er sich so wohl fühlt bei ihr. Und er spendet Wärme in den tiefsten Winternächten, es ist ein Genuss.

Und Hunde geben Sicherheit. So lange der Hund friedlich vor sich hin mümmelt, weiß Frauchen, dass keine bösen Männer ums Haus schleichen. Und wenn doch, schnappt Hundchen zu. Das würde der Mann nicht machen. Der würde sich nur grunzend umdrehen und das Kopfkissen über die Ohren ziehen. Feigling.

Und wenn er träumt, der Hund jetzt, ist das nicht herzallerliebst, ein träumender Hund? Er japst und zappelt mit seinen kleinen süßen Pfötchen. Na, was der wohl gerade im Traum erlebt? Beim Mann wissen wir es. Wenn der japst, dann hat er sicher einen Sextraum. Und sicher nicht mit Euch, sondern mit der heißen Nachbarin, Kollegin, Ex. Kennt man ja. Muss gar nichts erzählen von wegen, er träumt immer nur von Euch, jaja.

Auch da ist der Hund der zuverlässigere Partner im Bett. Der träumt nicht fremd.

Und wisst Ihr was? Das Schöne daran ist, dass Ihr Euren Mann sowieso recht schnell aus Eurem Bett geekelt habt, wenn Ihr Euren Hund hineinlasst. Denn egal wie haarig er selbst ist, der Mann steht in der Regel nicht so auf andere haarige Lebewesen im gleichen Bett. Kommt wohl die Eifersucht durch. Nutzt sie. Bringt Eurem Vierbeiner bei, wo er sich zur Ruhe zu legen hat. Neben Euch. Auf Herrchens Seite. Denn dann werdet nicht Ihr die Hundebeine im Rücken spüren, sondern Euer Mann. Oder die sabbernde Schnauze im Nacken. Oder den Hundeatem im Gesicht.

Und wo wir gerade dabei sind: Endlich gibt es etwas, worin Hunde besser sind als Katzen, denn Katzenfrauchen berichten, dass ihre Tiere genauso störend sind wie die menschlichen Bettgenossen.

Euer Adam

Dir gefällt mein Artikel? Dann sag's bitte weiter:


4 Kommentare zu "469 – Der Hund im Bett"

  • Im großen und ganzen stimme ich dir sowas von zu. Aaaaaaaber ich ziehe letztendlich meine Katze vor. Sie riecht eindeutig besser als die Hunde meines Bruders und sie hat die richtige Grösse.
    Bevor ich zur Katze kam und als unser Sohn sehr klein war, habe ich meinen Mann durch Baby und (damals wohnten wir in einer fast gänzlich ungeheizten süditalienischen Wohnung) heizbare Matratzenauflage ausgetauscht. Trotz mehrmaligem nächtlichen Stillens war das erholsamer. Von der italienischen Unsitte durchgehender Lattenroste und Matratzen sowie Bettdecken in deutlich kürzeren und schmäleren Betten mal ganz zu schweigen…
    Es wundert mich, dass die dortige Scheidungsrate nicht höher ist.
    Besser wurde es mit der Eröffnung eines bekannten schwedischen Möbelhauses: 10 cm mehr Matratzenlänge und getrennte Roste und Matratzen. Die Bettdecke hatte ich schon vorher durch geteilte in Übergrösse ersetzt! Und Ohrstöpsel gekauft….

Kontaktformular

Schreibe einen Kommentar zu Monica Biel Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*