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491 – Der Sex mit sich selbst

2. Juni 2019

1 Kommentar

  • Sex

Liebe Frauen,

was ist das Schöne an der Selbstbefriedigung?

Man weiß, was man will. Und wie man es sich gibt.

Was ist das Blöde an der Selbstbefriedigung?

Man muss es sich selbst geben.

Allein, allein

Na gut, manchmal weiß man nicht, was man will. Und manchmal weiß man nicht, wie man es sich gibt. Aber man kann es ja ausprobieren. Weil niemand da ist, der einen beurteilt.

Auch wieder falsch, man beurteilt sich ja auch selbst. Vor allem dann, wenn es um Sex geht. Wenn es um Phantasien geht. Wenn die Phantasien plötzlich Dinge hervorspülen, wo man sich denkt: Wo kommt denn das auf einmal her? Oder: Echt? Darauf steh ich? Wie bin ich denn drauf?

Wenn Ihr allein, allein seid, ist es egal, wie Ihr drauf seid. So lange Ihr niemandem damit schadet. Aber es ist ja nur Eure Phantasie. Da ist das Risiko, wem anderen weh zu tun gottseidank recht gering. Und wenn Ihr von vorneherein denkt: Was könnte da jetzt alles kommen?, dann wird wohl eher wenig kommen. Und dann kommt auch das nicht, was Euch unter Umständen viel Spaß bereiten könnte.

Allein zu zweit

Aber wenn man mal weiß, was man will, und wenn man dann auch noch weiß, wie man es sich besorgt, dann kann der Spaß losgehen.

Aber ist es nicht gerade spannend, wenn man es sich nicht selbst besorgen muss, wenn man nicht immer nur selbst für das eigene Wohlergehen und die eigene Lust und die eigene Geilheit und so weiter sorgen muss?

Nur wenn wer anderer ins Spiel kommt, muss man den mal dazu bringen, das alles zu checken. Dem das erklären. Sex erklären? Geheime Wünsche darlegen? Die vielleicht gerade deswegen so super sind, weil sie geheim sind? Und kann man das überhaupt? Ist es möglich, das in Worte zu fassen, was man wirklich wirklich will?

Nur schwer.

Ach, wie schön wäre es, sich spalten zu können, zwei zu sein. Sex mit dem eigenen Klon, das wär’s, weil der weiß alles, spürt alles, will alles, was man selbst weiß und spürt und will. Und gibt. Hurra, ein Hoch auf die Forschung, dass wir endlich unsere idealen Sexpartner finden. Uns.

Das Fremde

Wobei in diesem Fall homosexuelle Menschen eindeutig im Vorteil sind. Denn wollen Heteros nicht eben gerade das andere Geschlecht? Dann funzt das mit dem Klon nicht so. Mist.

Allerdings hege ich dann doch den Verdacht, dass es auch bei heterosexuellen Menschen nicht nur darauf ankommt, dass man als Frau mit einem Menschen mit Penis, als Mann mit einem Menschen mit Vagina Sex hat. Der Unterschied ist ein weitreichender. Und der Unterschied ist einer, der dann auch von Homosexuellen gewünscht wird. Sex mit sich selbst zu haben, könnte auf Dauer ganz einfach langweilig werden. Weil Überraschung gibt es dann nicht mehr. Und auch keine Herausforderung. Keine Forderung des anderen. Man muss sich nicht mehr auf etwas einlassen, was man vorher nicht einmal im Sinn hatte. Man muss sich nicht auf wen anderen einlassen.

Und Sex ist dann doch vor allem das: Sich auf wen anderen einlassen. Und jemand anderen auf sich selbst einlassen lassen. Ohne dass man weiß, was kommt. Ja, und auch ohne dass man weiß, ob alles so über drüber super ist.

Der Sex mit sich selbst ist also am Ende doch nur die halbe Sache.

Euer Adam

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