Zum Hauptmenü Zum Inhalt

492 – Die Währung Sex

9. Juni 2019

3 Kommentare

  • Liebe
  • Sex

Liebe Frauen,

habt Ihr Kinder?

Wenn ja (aber wahrscheinlich auch wenn nicht), wisst Ihr, wie bestechlich Kinder sind. Wenn du deine Hausaufgaben machst, darfst du eine halbe Stunde länger fernsehen. Wenn du brav bist, kriegst du ein Eis. Wenn du mich am Sonntag eine halbe Stunde länger schlafen lässt, kriegst du ein Pony.

Ja, wir können sagen, Kinder werden für ihr gutes Benehmen belohnt. Das nennt man Erziehung. Kinder lernen, dass es sich lohnt, das zu tun, was die Eltern wollen. Und dafür lassen sie sich bezahlen. Heißt ja auch Lohnarbeit. Und alles ist gut, denn das Gegenteil wären Strafen. Und wir leben ja in einer aufgeklärten Zeit, in der nicht mehr mit negativer Pädagogik im wahrsten Sinne des Wortes um sich geschlagen wird. Fördern statt einschränken, heißt die Devise.

Männer sind keine Kinder

Aber ganz egal ob Ihr Kinder habt oder nicht, einen Mann habt oder hattet Ihr oder werdet Ihn wieder haben. Und Männer sind halt nicht immer ganz so wohlerzogen, wie man sich das wünscht. Die pupsen und rülpsen, sie sind Machos und faul, sie trinken zu viel und reden zu wenig und überhaupt, es ist eine Qual mit ihnen, echt. Aber Ihr, liebe Frauen, wisst Euch zu helfen. Und was bei Kindern funzt, das funzt bei Männern sicher auch. Sind ja alles Kindsköpfe. Also: Erziehung muss sein.

Nur können sich Männer ihr Eis selbst bezahlen, sonntags bleiben sie eh lieber liegen, und statt ein Pony reiten zu wollen, fahren sie BMW. Ja, gut, man könnte sie mit Fernsehentzug bestrafen, wenn sie mal wieder länger als zwei Bier unterwegs waren, aber würden sie sich das gefallenlassen?

Männer sind keine Kinder. Deswegen müsst Ihr Euch überlegen, was Männer wollen, was sie nur von Euch bekommen.

Natürlich müsst Ihr nicht überlegen, denn es ist klar: Es ist Sex.

Staubsaugen gegen Blasen

Also wird nur noch der Wert der Währung Sex festgelegt, und alles ist gut. Einmal staubsaugen: einmal Blow Job. Wäsche aufhängen und wieder einholen: Grabschen lassen. Einmal Massage: einmal Massage (mit „Happy End“). Auf die Kinder aufpassen, ein Wochenende lang: Ja, da dürfte sogar Penetration drin sein.

Am besten, Ihr legt eine Liste an mit Dingen, die Ihr von Euren Männern wollt, und dahinter steht, was er dafür bekommt. Und dem friedvollen Miteinander steht nichts mehr im Weg.

Oder?

Die gierige Bank

Oder nicht.

Denn in dieser Rechnung seid Ihr die Bank, die vorgibt, Geld auszugeben, tatsächlich aber nur scheffelt und hortet. Außer Acht bleibt dabei, dass Ihr vielleicht auch mal Sex wollt. Das aber nicht mehr könnt. Denn sonst droht eine Inflation. Was ist denn dann noch ein Missionar wert, wenn Ihr ihn verschenkt? Warum sollte er was dafür tun, wenn Ihr nichts dafür wollt?

Nein, das Problem ist noch ein ganz anderes: Sobald Sex eine Währung ist, ist Sex nichts mehr Wert. Denn warum machen wir denn Sex? Weil wir, wie die Kinder, Schoko haben wollen? Hoffentlich nicht. Hoffentlich wollen wir Sex, weil es etwas ist, das beide wollen. Was etwas Gemeinsames ist. Was Ausdruck aller Gemeinsamkeiten ist. Was nichts mit dem ganzen alltäglichen Kram zu tun hat. Wenn Sex eine Währung für Alltägliches ist, ist Sex auch nichts anderes als Staubsaugen und den Kindern den Arsch auswischen. Und das wollen wir doch alle nicht.

Euer Adam

Dir gefällt mein Artikel? Dann sag's bitte weiter:


3 Kommentare zu "492 – Die Währung Sex"

    • Ich bin mir sehr sicher, dass es sehr viele Frauen gibt, für die das so ist. Weil es sehr viele Männer gibt, die sich sehr gerne auf diese Art von Tauschhandel einlassen. Und zugleich würden sie wahrscheinlich sagem, dass sie niiiieeeemals zu einer Prostituierten gingen.

  • Ich habe das mit meiner Frau besprochen und den Spieß umgedreht. Im Spaß natürlich.
    Entweder du machst heute Mittag Steaks oder ich bumse nicht mit dir.

Kontaktformular

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*