Adam spricht

über alles, was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

346 – Das Vorwichsen

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Liebe Frauen,

wichsen ist nicht gleich vorwichsen.

Aber was ist dann vorwichsen?

Letzte Woche habe ich Euch, liebe Frauen, darum gebeten, Euren Männern doch die Erlaubnis zu geben, ja, ihn dazu zu ermutigen, sich öfter mal einen runter zu holen. Wozu? Zu Eurem Vergnügen. Und zwar im Falle der Problems des zu frühen Kommens. Hat er am Tag zuvor gewichst, also vor-gewichst, hält er später länger durch. Vorwichsen ist genau das. So wie vorglühen. Was wiederum nichts mit dem schon vor dem Ausgehen sich Ansaufen zu tun hat, sondern mit Autos. Klar, ich Mann, ich denke an Autos. Diesel. Da muss man auch vorglühen lassen, den Motor. Damit es nachher besser geht. Vor also zeitlich gesehen.

Aber auch vorwichsen ist nicht gleich vorwichsen. Und aus zeitlich wird örtlich. Und Ihr sitzt Eurem Mann gegenüber, nackig, und Euer Mann sitzt Euch gegenüber, nackig, und Ihr seid geil und bereit und Ihr wollt es wollt es wollt es. Und Ihr tut es nicht. Nämlich: Übereinander herfallen und ineinader stoßen und Seeeeex.

Stattdessen legt Ihr Hand an.

Und er.

Er wichst, während er dabei zuschaut, wie Ihr wichst, während Ihr dabei zuschaut, wie er wichst, während er dabei zuschaut, wie … Ich weiß, manche Frauen finden es blöd, es wichsen zu nennen, wenn sich Frauen selbst befriedigen, denn es hat mit der Bewegung des Wichsens (bei Schuhen zum Beispiel) nur sehr sehr wenig zu tun. Aber das tut es auch bei Männern. Wenn sie nämlich nicht einfach nur wichsen, um zu kommen, sondern wenn sie wichsen, um das Wichsen zu genießen. Und vielleicht auch zu zeigen, was sie tun. Männer, die für sich selber wichsen, masturbieren, onanieren, die machen das in den meisten Fällen recht pragmatisch: Reiben, bis es spritzt.

Jetzt aber: Genießen.

Genießen, zu sehen, wie Ihr Euch befriedigt. Genießen zu wissen, dass Ihr seht, wie er sich befriedigt. Und sich daran aufgeilen.

Menschen sind Voyeure. Sie schauen. Vielleicht nicht im Vergleich zu den Falken, aber im Vergleich zu den meisten Säugetieren ist der Sehsinn des Homo Sapiens recht ausgeprägt. Sonst würde ja auch Porno nicht funktionieren. Aber das, was ich beschreibe, das Vorwichsen, hat nichts mit Porno zu tun, denn es findet doch auch Interaktion statt. Ohne den anderen zu berühren. Aber übers Sehen. Übers Zuschauen und zuschauen Lassen. Und wir sehen, wie Ihr schneller werdet, Ihr seht, wie wir rumspielen (ich wollte jetzt „rumeieren“ schreiben, fand das dann aber doch ein wenig zu blöd). Und wenn Ihr plötzlich schneller an Euch werdet, werden wir schneller an uns. Und wenn wir fester an uns werden, werdet Ihr fester an Euch. Oder genau anders rum.

Und es ist ein immenses Vertrauen vonnöten. Denn ja, wenn wir uns selbst berühren und jemanden dies beobachten lassen, geben wir sehr viel von uns preis. Und am Ende liefern wir uns ihm aus. Wenn wir kommen. Wenn wir es zulassen, im Angesicht des anderen zu kommen, indem wir es uns selbst besorgt haben, wie wir es wollen. Und Vertrauen ist sexy.

Und ein besonderer Reiz besteht natürlich darin, nicht nachzugeben. Nicht dann doch hinzugreifen, wo man hingreifen will.

Und dann: Kann man natürlich auch was lernen. Nämlich für das nächste Mal, wenn man wieder den anderen ranlässt. Weil vielleicht hat er oder sie sich ja das eine oder andere gemerkt, was man selber gar nicht mal so schlecht gefunden hat.

Wichst Euch was vor.

Euer Adam

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5 Kommentare

  1. Ich liebe es Vorzuwichsen! Besonderes für viele frauen!
    Wer Lust hat zuzusehen, gern melden
    cfnm@gmx.net

  2. Und dann: Kann man natürlich auch was lernen… Ja genau! Ein sicher nicht zu vernachlässigender Nebeneffekt für uns “Augentiere”. Sollte man durchaus mal abspeichern, wie sich deine Partnerin/dein Partner selbst gerne berührt. Hilfreiche Erkenntnisse, um zu wissen, wie sie/er gerne angefasst werden will. Fällt allerdings manchmal verdammt schwer, die Flossen bei sich zu behalten!

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© Raoul Biltgen

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