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414 – der Sex mit Hund (jetzt aber)

10. Dezember 2017

5 Kommentare

  • Sex

Liebe Frauen,

was treibt Ihr so mit Eurem Schoßhündchen?

Einige von Euch treiben nämlich ES mit ihm. Oder ihr, das ist in dem Moment wurscht.

Und während ich mich (gefühlt) vor Jahren bereits einmal vor dem Thema herumdrücken wollte, ist mir nicht entgangen, dass es genau jener Artikel war, der von allen (ja, von allen allen allen) Artikeln am meisten angeklickt wurde: Der Sex mit Hund.

Ich kann mir die Enttäuschung der vielen Männer, die in der Hoffnung, einschlägiges Bildmaterial mithilfe der Schlagwörter „Sex Hund Frau“ zu finden hofften, recht gut vorstellen. Was soll ich sagen: Auch in diesem Artikel werden sie nicht zu ihrem kommen. Obwohl ich es diesmal tu: Ich schreibe über Sex mit Hunden. Oder Tieren. Und nicht nur über Sex in deren Anwesenheit.

414 - der Sex mit Hund | Adam spricht

Und eines möchte ich gleich vorausschicken: Ich schreibe über etwas Verbotenes. In Deutschland erst seit 2013, in Österreich seit 2005. In vielen Ländern nicht. In Österreich ist es auch verboten, Werbung für Sex mit Tieren zu machen. Und die Darstellung von Sex mit Tieren ist ebenso verboten. In Deutschland auch? Weiß ich grad nicht. Also, liebe Männer, die Ihr bisher weitergelesen habt: Das werdet Ihr bei mir sicher niemals zu sehen bekommen. Und zwar nicht nur, weil ich mich nicht strafbar machen möchte.

Worum geht es denn beim Sex? Und ich meine im Allgemeinen.

Es geht darum, dass alle Beteiligten gleichermaßen ihren Spaß haben.

Doch das ist nur dann möglich, wenn alle Beteiligten wissen, was sie tun, worauf sie sich einlassen, was die möglichen Konsequenzen sind. Das können Tiere nicht. Oh, ich höre sie schon, die selbsternannten Tierliebhaber, dass doch der Hund freudig mit dem Schwanz wedelt, wenn er seinem Herrchen den Honig vom Pimmel lecken darf. Und dem Frauchen von der Vagina. Und wo soll denn das bitte dem armen Tier schaden? Das Viech weiß ja nicht, dass Herr- und Frauchen das geil finden. Leckt Honig, ob vom Finger oder von der Muschi. Das Tier liebt ja den Menschen.

Aber nicht auf die gleiche Weise.

Das Tier verspürt keine sexuelle Anziehung durch einen Menschen.

Nein, nicht einmal die Hunde, die sich gerne Beine von Menschen grabschen und sie begatten. Das hat nichts mit sexueller Leidenschaft zu tun, sondern ist eine Überprungshandlung, die auf übermäßigen Stress hindeutet, der in dem Moment nicht anders abgeleitet werden kann. Das ist ein Zeichen, dass es dem Tier eben gerade nicht gut geht, mit irgendwas nicht fertig wird, es ihm zu viel ist, was nicht einordnen kann. Und so weiter. Gegenteil von sexueller Anziehung auf jeden Fall.

Nur: Warum wollen Herr- und Frauchen denn dann Sex mit einem Tier?

Übersprungshandlungen?

Vielleicht?

Vielleicht aber muss die Frage vielmehr lauten: Warum ziehen diese Menschen Tieren einem Menschen vor? Was stört sie an anderen Menschen? Und da komme ich doch wieder darauf zurück, dass ich gemeint habe, alle Beteiligten sollten gleichermaßen Spaß an der Sache haben: Das geht nämlich nur dann, wenn sich beide auf Augenhöhe begegnen. Doch genau das scheint für so manchen regelrecht gefährlich zu sein. Dann muss man nämlich auch Nähe zulassen, die nicht nur körperlich ist. Man muss sich so richtig mit einem anderen Menschen auseinandersetzen. Gar mit ihm reden. Zumindest aber erkennen, dass dieser andere Mensch ein Lebewesen mit eigenen Wünschen ist, mit eigenen Vorstellungen von der Welt und vom Leben und davon, wie zufriedenstellender Sex vonstatten zu gehen hat. Und wenn ein Tier, sei es ein Hund, sei es ein anderes, dazu gebracht wird, Sex mit einem Menschen zu haben, so sehe ich da nicht die Erfüllung der eigenen Wünsche und Vorstellungen, sondern lediglich, dass da ein Lebewesen – wie ein Dildo, als ein nicht fühlendes Objekt – zur Erfüllung der Phantasien des Menschen benutzt wird.

Nein, ich werde nicht anfangen, Menschen, die Sodomie oder meinetwegen Zoophilie praktizieren wollen, zu verteufeln. Auch wenn ich das Verbot für gerechtfertigt halte. Aber sie sollten sich dessen bewusst sein, dass sie ihr geliebtes Tier wie einen Gegenstand behandeln. Und dass sie es sich einfach machen. Sehr einfach. Viel einfacher, als sie es mit einem Menschen je hätten. Weil sie, so scheint es mir, nicht dazu bereit oder in der Lage sind, Sex mit einem Menschen zu haben. Oder eine gleichberechtigte Beziehung.

Euer Adam

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5 Kommentare zu "414 – der Sex mit Hund (jetzt aber)"

  • ICH bin noch nicht mal auf den Gedanken gekommen Sex mit einem Tier zu haben. Deshalb hatte ich bei Nr. 411 Strapse geschrieben: „Was ich brauche ist Haut. Ich muss Leben fühlen und auch spüren, dass die Frau was spürt.“ Sexuelle Gegenliebe kann ein Tier nicht haben.

    Bei manchen anderen Leuten habe ich aber oft das Gefühl, dass ein Tier der Ersatz für einen Menschen ist. Sicherlich kein Sex, aber zum Unterhalten, Streicheln und Verwöhnen.
    Ich schreibe gelegentlich mit einer Frau über Facebook. Habe auch schon telefoniert. Sie war mal verheiratet. In fast 10 Jahren alleinstehend hatte sie nur 2 Jahre einen Partner. Sie hat mir gesagt, dass ihr Sex nicht wichtig ist. Sie postet ständig etwas über Tiere, meistens Hunde. Das ist so außergewöhnlich intensiv, dass es schon nach einem Ersatz riecht.

    • Natürlich ist ein Tier für viele Menschen ein Ersatz für einen anderen Menschen. Und das muss nicht immer unbedingt schlecht sein, so lange ganz klar ein Unterschied gemacht wird zwischen Tier und Mensch. Tiere sollte man auf keinen Fall „vermenschlichen“, und das gilt nicht nur für die sexuelle Ebene.

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