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195 – Das Spielzeug

30. September 2013

7 Kommentare

  • Sex

Liebe Frauen,

wieviele von Euch haben einen Dildo im Nachtkasten? Oder einen Vibrator im Badezimmerschrank? Bitte aufzeigen. Seid ehrlich.

Eben, doch so einige, hab ich‘s mir gedacht.

Und was tut Ihr damit? Euch selbst verwöhnen? Wenn Ihr alleine seid?

Sicher.

195 - das Spielzeug | Adam sprichtOder holt Ihr die treuen Geräte auch mal hervor, wenn ein Mann dabei ist?

Aha, da fliegen weit weniger Hände in die Luft.

Warum?

Weil Männer das nicht wollen? Weil Männer der Meinung sind, das alles auch ohne technische Hilfsmittel zu leisten? Weil sie wahre Männer sind und Plastikspielzeug nicht ihr Ding ist?

Oder weil Männer Angst davor haben, weil die wenigsten Männer haben die Länge oder den Umfang der meisten „originalgetreu“ nachgeformten Dildos. Und ihre Teile könne auch nicht vibrieren. Oder sich drehen. Und sie haben auch keine kleine Kitzelaufsätze, mit denen sie die Klitoris stimulieren können, während ein innwändig angebrachter Knubbel den G-Punkt anstupst.

Und so bleibt der stramme Max in der Schublade.

Dabei haben Männer gelernt. Sie haben sich angepasst. Sie wissen, dass so ein Ding durchaus auch ihnen Spaß bereiten kann. Und ich meine jetzt nicht, weil er ihnen eingeführt wird. Obwohl … doch, ein wenig meine ich auch das, aber selbst jene Männer, die immer noch eine panische Angst schieben, wenn es darum geht, dass ihnen irgendwas in den Allerwertesten gesteckt werden soll, können damit umgehen, dass eventuell sie einer Frau etwas in die Vagina stecken, was nicht an ihnen festgewachsen ist. Weil sie gelernt haben, dass auch frau ihren Spaß haben will. Und eben auch so erfahren kann. Während sich dadurch wiederum viele weitere Möglichkeiten des Sexspiels eröffnen. Etwa einen geblasen bekommen, während man die Frau penetriert. Ganz was Neues.

Der Dildo ist also nicht mehr der Konkurrent, sondern der brave Helfer auch des Mannes, wenn es um die Befriedugung der Frau geht. So war es und so ist es. Den Feind zum Verbündeten machen, die andere Firma einfach aufkaufen und unter dem eigenen Namen weiterprodizieren lassen.

Die neue Aufgeschlossenheit ist also im Grunde nur eine vermeintliche, denn das Prinzip ist uralt: Nutze, was geht, um deinen eigenen Gewinn zu maximieren. Neu ist nur, dass doch immer Männer Gewinn daraus schlagen, Euch Frauen zu Eurem Vergnügen zu verhelfen, weil sie sich das ja dann wieder als Ehrenmedaille auf die eigene Brust heften können.

Und man höre und staune: Wenn man sich durch die einen oder anderen unteren Schubladen von Männern wühlt, entdeckt man sogar die eigenen Utensilien, den eigenen Dildo, Gleitgels, plüschbesetzte Handschellen und Federzeug. Nicht weil das auf einmal männlich wär, sondern weil die Männer wissen, was sie bieten müssen. Oder denken, dass sie bieten müssen. Dienstleistung. Oder so.

Aber wie immer, wenn Männer was Neues für sich entdecken: Sie neigen dazu, es zu übertreiben. Wenn Ihr also genug davon habt, mit Federn am ganzen Körper bepinselt zu werden und blaue Delphine in Euch rumeieren zu lassen, und einfach nur wieder mal einen Mann spüren wollt, habt keine Hemmungen, es zu sagen, den Mann wird’s am Ende freuen.

Euer Adam

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7 Kommentare zu "195 – Das Spielzeug"

  • Das Thema ist zwar schon über ein Jahr alt, aber ich habe gerade etwas dazu erfahren.

    Meine Frau hatte ein Gespräch mit einer geschiedenen Freundin. Zu deren Kreis gehören 12 Frauen, von denen jetzt 8 zugegeben haben, dass sie einen Vibrator benutzen.
    Wenn jetzt daran denke, was Frauen für Forderungen an Männer stellen, wundert mich das sehr.
    Es erstaunt mich auch, dass hier keine Leserin kommentiert hat. Ist das also immer noch ein Geheimnis?

      • Ich glaube, ich habe es schon mal geschrieben: mir ist es vollkommen egal was andere machen, wenn sie mich dabei nicht stören. Ob schwul, lesbisch, Vibrator, oder ganz ohne, oder wie auch immer.
        Viele Frauen sagen, dass sie Sex ohne Liebe nicht wollen und einen ONS energisch ablehnen.
        Lieben die ihre Hand oder den Vibrator?
        8 von 12 Frauen haben einen Vibrator. Das hat mich halt doch überrascht. Eben wegen dieser Aussagen.

        Ich kenne einen Mann, der die Höflichkeit in Person ist. Und Geld hat er auch noch. Er ist nie laut, nicht mal energisch. Er würde auch nie eine Frau zum Sex drängen. Er wurde geschieden und weiß nicht warum.
        ABER: ich habe noch nie eine Frau gesehen, die sich für ihn interressiert hat.

        • Für die Liebe reicht halt Höflichkeit und Geld und so weiter nicht aus. Nicht zu wissen, warum man geschieden ist, ist leider kein Zeichen dafür, dass es keinen Grund gegeben hat, sondern dass man schon vorher irgendwas übersehen hat.

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