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448 – Der Grund, ein besserer Mensch zu sein

5. August 2018

3 Kommentare

  • Liebe

Liebe Frauen,

für wen seid Ihr der Grund, ein besserer Mensch zu sein?

Oder ist der Mensch, für den Ihr dieser Grund sein könntet, eh perfekt?

Na dann, herzliche Gratulation. Jetzt müsst nur noch Ihr dieser Vorlage gerecht werden und selber besser werden. Wenn nicht gar perfekt. Und? Ist er dieser Grund für Euch?

Oder denkt Ihr vielleicht eher: Ich bin wie ich bin, also nimm mich so und nicht anders?

Eben.

446 - der Grund ein besserer Mensch zu sein | Adam sprichtBesser geht’s nicht

Jack Nicholson ist als Melvin in „Besser geht’s nicht“ wahrlich ein Arschloch der Sonderklasse. Aber, weil es Hollywood ist, wird alles gut. Und auch er. Auch wenn er lange braucht. Und dann sitzt er da mit der hübschen Angebeteten und sie regt sich auf und er sagt den Satz aller Sätze: „Ihretwegen möchte ich ein besserer Mensch sein.“

Habt Ihr es gehört, Ihr alle? Liebe Frauen? Ja, das ist eine Liebeserklärung, wie sie nur im Film vorkommt.

Oder etwa nicht?

Das wahre Leben

Also wenn ich mich so umhöre, dann dürfte es dies wohl auch zur Genüge im wahren Leben geben. Schließlich gibt es zur Genüge äußerst verbesserungswürdige Arschlöcher männlichen Geschlechts da draußen. Und es gibt in etwa ebenso viele Frauen, die bereit sind, trotzdem mit ihnen zusammen zu sein, sie zu lieben. Und was denken sich all diese Frauen, alle alle alle? Er ist vielleicht ein Arschloch, aber er hat versprochen, sich zu bessern. Er hat gesagt, er wird nie mehr sein Geld für Autozubehör ausgeben. Oder es verspielen. Oder versaufen. Er mir versichert, er wird nie mehr Alkohol trinken. Zumindest nicht zu viel. Er weiß, dass er ab jetzt nicht mehr anderen Frauen nachgaffen soll. Und er geht ganz ganz sicher nicht mehr mit anderen Frauen ins Bett. Und letzten Sonntag war es auch das letzte Mal, dass er mich geschlagen hat. Aber das war ja auch, weil ich …

Ehrlich, liebe Frauen, die Arschlöcher dieser Welt, die Euch hoch und heilig versprechen, sich zu bessern, für Euch, die sind sehr sehr gut im Versprechen. Aber sehr sehr schlecht im Halten der Versprechen. Meistens. Und Ihr glaubt Ihnen trotzdem. Und dann findet Ihr seine neuen Felgen echt super, Ihr zahlt seine Schulden und verzichtet dafür auf den nächsten Familienurlaub, Ihr wischt ihm die Kotze vom Kinn, Ihr seht darüber hinweg, dass er nicht wegsehen konnte, und Ihr wisst ja, dass es dieses Mal wirklich das letzte Mal war, der Sex mit Eurer besten Freundin. Und weil Ihr ihm das nicht schon vorher geglaubt habt, habt Ihr es Euch verdient, dass er …

Habt Ihr nicht.

Verändert Euch nicht

Wollt geliebt werden, für das, was Ihr seid, und für das, wie Ihr seid. Wollt Euch nicht verändern. Schon gar nicht für ihn. Seid wie Ihr seid, also soll er Euch so nehmen und nicht anders. Und tut ihm und Euch den Gefallen, gleiches für ihn gelten zu lassen. Er ist wie er ist und Ihr nehmt ihn so. Oder eben nicht. Ihr müsst nicht ein Arschloch heiraten, in der Hoffnung, dass er irgendwann mal keines mehr ist. Die Wahrscheinlichkeit ist eher gering. Leider. Aber ob Ihr es glaubt oder nicht, es gibt da draußen Männer, die keine Arschlöcher sind, oder nur kleine, die müssen nicht noch lange Versprechen abgeben, sich zu bessern, sie sind gut genug. Vielleicht nicht perfekt, aber das seid Ihr doch auch nicht.

Und wenn sich nun eines der lustigen Arschlöcher wirklich bessern will, vielleicht sogar Euch zuliebe, dann soll es es tun. Statt blöde rumzufaseln. Ich sage ja oft, Männer könnten ruhig mal mehr über sich reden. In diesem Fall dürfen sie gerne auch gleich handeln.

Euer Adam

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3 Kommentare zu "448 – Der Grund, ein besserer Mensch zu sein"

  • Lieber Adam,

    die Aussagen Deines Artikels sind für beide Geschlechter relevant, beide können Arschlöcher sein.

    Nein, ich war noch nie bereit, mich für einen Mann komplett umzukrempeln, schon gar nicht dazu bereit, war er wirklich eines der beschriebenen Arschlöcher mit charakterlichen „Mankos“ in derart ausgeprägter Form, mit einem Mann zusammenzubleiben und letztlich darüber hinwegzusehen, dass er eigentlich der absolute Vollpfosten war. Das hätte beinhaltet, mich selbst völlig aufzugeben, weil seine Versprechen genau dies für alle Zeiten geblieben wären: Versprechen, die nie umgesetzt werden.

    Er geht mit meiner besten Freundin ins Bett? Die wäre danach garantiert nicht mehr meine beste Freundin. Er schlägt dich? Geh, das erste Mal ist bereits einmal zu viel und die Gefahr der Wiederholung nicht auszuschließen, wurde diese Grenze einmal überschritten. Aber wie oft liest man, dass Frauen das über Jahre (Jahrzehnte) über sich ergehen lassen und den leeren Worthülsen, die sich der Tat anschließen, Glauben schenken, als „Ausrede/Rechtfertigung“ gar die Schuld bei sich selbst suchen?
    Dass müssen nicht immer Schläge in handgreiflicher Form sein, man kann einen Menschen auch psychisch vernichten. Worte können eine extrem gefährliche Waffe sein. Ich weiß es nicht, kann mir jedoch vorstellen (es gibt auch Gewalt gegen Männer in vielfältiger Art und Weise), dass sie eher eine Waffe darstellen, zu der eine Frau greifen würde.

    Das Denken „ich bin, wie ich bin und so bleibe ich auch…“(in die Kategorie darf ich mich ohne Zweifel einordnen) schließt hingegen Kompromisse im Alltag nicht aus. Sich in einer Partnerschaft nur auf dem absoluten Egotrip zu befinden ohne Rücksicht auf Verluste, wie lange soll das auf Dauer gutgehen? Manchmal hat man als Frau unglaubliches Glück, noch lange nicht jeder Mann ist ein „Totalausfall“ (oder jede Frau), es gibt wirklich viele tolle Männer auf der Welt, und du triffst den einen, der dich akzeptiert wie du bist, und der dich bleiben lässt, wie du bist, der damit umgehen kann, dass du nicht immer ein pflegeleichter Charakter bist. Sind beide Seiten bereit, ihre Ansichten und Handlungsweisen hin und wieder auch zu hinterfragen, auf den Partner einzugehen und auch mal einen Kompromiss zu schließen, ist das mehr als nur förderlich für die Beziehung.

    Stephan ist nicht perfekt, muss er auch nicht sein, ich bin es ebenfalls nicht. Perfektion kann auch langweilig werden, ist zu „glatt“, bietet keine Reibungspunkte. Trotzdem ist er für mich der perfekte Mann, weil er mich weiterhin sein lässt, wie ich bin, das schlichtweg akzeptiert. Ebenso lasse ich ihn bleiben, wie er ist. Keiner erwartet vom anderen, dass er eine 180°-Wende vollzieht. Dann wäre das in beiden Fällen nicht mehr der Mensch, in den man sich verliebt hat.

    • „Das Denken „ich bin, wie ich bin und so bleibe ich auch…“ schließt hingegen Kompromisse im Alltag nicht aus.“ – schöner Gedanke, denn wenn ich bleibe, wie ich bin, versetzt mich das ja erst in die Lage, Kompromisse einzugehen. Ohne eben mich selber dabei zu verlieren.

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