Zum Hauptmenü Zum Inhalt

479 – Das erlernte Trennen

10. März 2019

0 Kommentare

  • Liebe
  • Singles

Liebe Frauen,

wie viele Männer hattet Ihr denn schon?

Nein, ich meine nicht im Bett, sondern in einer Beziehung.

Mit wie vielen Männern wart Ihr schon zusammen? Wie viele habt Ihr geliebt. Von wie vielen wurdet Ihr geliebt? Mit wie vielen habt Ihr gelebt? Von wie vielen habt Ihr Euch wieder getrennt?

Zahlen

Keine Angst, ich werde jetzt nicht anfangen, den Zeigefinger zu erheben und tadelnd mit ihm zu wackeln, weil Ihr aller Wahrscheinlichkeit schon mehr als einen Mann hattet, mehr als zwei, mehr als fünf, mehr als zehn.

Zehn? Echt? So viele?

479 - Das erlernte Trennen | Adam sprichtJa.

Eine der vielen netten Statistiken, die man so im Netz findet, besagt, dass eine Frau im Durchschnitt 12,5 Beziehungen hat, bevor sie den Mann fürs Leben findet. Eine andere ebenso nette Statistik sagt, dass jeder Mensch im Durchschnitt in Deutschland 5,8 Sexualpartner in seinem Leben hat. Erkennt Ihr das Problem?

Richtig. Ihr dürft nicht mehr nur die zählen, mit denen Ihr in die Kiste steigt. Sonst könntet Ihr ja auch getrost bis zur Pension warten, ehe Ihr Euch wirklich mal auf wen einlasst. Ist ja dann doch auch nicht so lustig.

Also lassen wir die Statistiken beiseite und müssen trotzdem feststellen: Aller Wahrscheinlichkeit nach seid Ihr nicht beim ersten Mann geblieben. Muss ja auch nicht.

Der Schmerz

Das heißt aber, dass Ihr schon mal eine Trennung mitgemacht habt. Oder durchgemacht. Oder überlebt.

Nein, Trennung ist nie wirklich lustig, nicht einmal wenn man der Trenner ist, derjenige, der sich vom anderen trennt, aber noch viel weniger schön findet es der Getrennte, der sich eigentlich noch auf das eine oder gemeinsame Jährchen eingestellt hatte, keine Probleme gesehen hat, alles gut? Alles gut.

Und trotzdem habt Ihr Euch aller Wahrscheinlichkeit nach doch irgendwann auf wen anderen eingelassen. Alles gut? Alles gut.

Und trotzdem besteht immer noch eine recht hohe Wahrscheinlichkeit, dass auch das nicht so recht gehalten hat.

Und am Ende könnte man meinen, all dieses ständige Trennen, das führt dazu, dass man irgendwann aufgibt, nicht mehr will, dies Nase voll, die zweite Doppelbettseite leer?, dann kommt mir halt ein Hund rein oder eine Katze. Die schnarcht auch nicht so sehr.

Erstens: Tut sie doch. Zweitens: Interessanterweise führt das ständige Trennen tatsächlich zu einem Aufgeben, aber nicht etwa der Suche nach dem Richtigen, sondern nach dem Festhalten an einer Beziehung.

Weil man gelernt hat: Ja, Trennen tut weh, aber es geht vorbei. Und es ist nicht das Ende der Welt. Um die Ecke steht ein anderer. Und dann ist wieder alles gut. Und wenn was nicht passt? Dann wird’s nicht etwa passend gemacht, dann wird getrennt, wieder, ist ja nichts dabei, hab ich ja schon drei Mal gemacht, vier Mal, fünf Mal, zehn Mal. Alles gut, alles gut, alles gut, immer und immer wieder.

Trennen verliert seinen Schrecken. Und dann ist man das eine oder andere Mal auch vielleicht ein klein wenig zu schnell dabei, beim Trennen.

Deswegen: Trennt Euch weniger, werdet getrennt. Dann tut’s wieder weh. Und das braucht man wohl das eine oder andere Mal dann doch. Dann ist nichts gut. Freut Euch drauf.

Euer Adam

Dir gefällt mein Artikel? Dann sag's bitte weiter:


Kontaktformular

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*