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486 – Die Nächstenliebe

28. April 2019

2 Kommentare

  • Liebe

Liebe Frauen,

liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

Ich weiß, ein Satz, der immer mal wieder für so vieles herhalten muss. Und nun mach ich das auch noch. Bitte nicht.

Doch. Weil in diesem kurzen Satz einige Wahrheit steckt. Oder weil er so formuliert ist, dass man recht leicht vermeintliche Wahrheiten hineininterpretieren kann. Hurra.

Die Wahrheit

Die Wahrheit ist, dass Männer in ihrer überwiegenden Mehrheit das Prinzip „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ verfolgen, wenn es um den Umgang mit Frauen geht. Ob sie es wissen oder nicht.

Aber wie jetzt? Männer, die in ihrer eventuell tatsächlich überwiegenden Mehrheit die Frauen wie ein Stück Scheiße behandeln, tun dies aus Nächstenliebe?

Ja. Weil sie die Frauen nicht wie ein Stück Scheiße behandeln, um sie wie ein Stück Scheiße zu behandeln, sondern weil sie sie so behandeln, wie sie selbst gerne behandelt werden würden.

Wie ein Stück Scheiße?

Nein. Als Stück begehrenswertes Fleisch.

Der Körper

Männer kommen sich super vor, wenn sie das Gefühl haben (berechtigt oder nicht), von jenen Menschen begehrt zu werden, die sie selbst als begehrenswert empfinden. Also heterosexuelle Männer von Frauen. Und Männer beziehen das dann doch ganz gerne mal auf das rein Äußerliche. Und ja, auch Geld ist etwas rein Äußerliches. Sie wollen hören, dass sie die geilste Sau auf Muttergottes Erdball sind. Und sie wollen hören, dass sie den größten Penis der Welt haben. Tierwelt eingeschlossen. Und sie erhoffen sich, dass nicht nur jene Frauen so denken, die es auch aussprechen. Die anderen verstummen ob ihrer Überwältigung beim Anblick dieses Mannes.

Natürlich wollen Männer auch mal hören, wie klug sie sind, vielleicht sogar verständnisvoll (ist ja grad sehr in), und vor allem, dass sie nicht so wie alle anderen Männer sind, die nur auf Äußerlichkeiten gehen. Aber wenn dann die klugen und verständnisvollen Männer, denen nur wichtig ist, dass ihre inneren Werte anerkannt werden, hören, dass sie einen Knackarsch haben, dann freuen sie sich auch. Und wackeln mit besagtem Popo nur noch mehr.

Was das mit Nächstenliebe zu tun hat?

Das Zurückgeben

Männer, die gerne hören, wie geil sie nicht sind, geben dies natürlich auch gerne dem Prinzip der Nächstenliebe folgend weiter. An Euch, liebe Frauen. Sie lieben Euch, wie sie sich selbst lieben. Und das zeigen sie Euch, wie sie es selbst gerne gezeigt bekommen. Männlich.

Was sie dabei übersehen: Dass Ihr das vielleicht ein wenig anders seht.

Was sie dabei noch übersehen: Dass sie von Euch nicht das bekommen, was sie sich erhoffen, nämlich all die vielen aber sowas von eindeutigen Komplimente ihre Ausstattung betreffend. Und warum: Aus Nächstenliebe. Weil auch Ihr jene Männer, die Ihr liebt (oder auch nur gut findet), natürlich so behandeln wollt, wie Ihr von ihnen behandelt werden wollt. Und das entspricht nicht so wirklich dem, wie Männer das sehen.

Also sollte man seinen Nächsten, wenn es um Männer und Frauen geht, vielleicht nicht ganz so sehr wie sich selbst lieben. Sondern versuchen herauszufinden, wie er denn gerne geliebt werden wollen könnte.

Euer Adam

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2 Kommentare zu "486 – Die Nächstenliebe"

  • Lieber Adam,
    ich weiß nicht, mit welchen Männern du dich umgibst. Solche Männer kenne ICH nicht. Vielleicht habe ich sie übersehen. Ich kenne aber nicht wenige Frauen, die Männer wie Untertanen behandeln. Die man ausnutzen kann, weil es den Frauen ständig so erzählt wird.

    • ach, macho, heute wirst du mal wieder deinem Namen sehr gerecht. Es gehört nämlich zum Wesen der von mir oben beschriebenen Männer dazu, dass sie eben dies nicht erkennen. Zu ihrem eigenen Leidwesen, denn so werden sie auch nicht das bekommen, was sie wollen. Und sich vielleicht wie Untertanen behandelt fühlen 😉

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