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494 – Die 201 Fragen für besseren Sex

23. Juni 2019

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  • Liebe
  • Sex

Liebe Frauen,

nein, auch mit 36 Fragen hat man nicht die Garantie, dass sich das Gegenüber in einen verliebt.

Schade aber auch.

Aber man lernt sich besser kennen.

Gut aber auch.

Aber worauf es wirklich ankommt, das ist doch ganz was anderes, nicht?

Worauf es wirklich ankommt, das ist der Sex.

Besserer Sex

Auf jeden Artikel in irgendeinem Frauenmagazin, in dem es um die große Liebe geht und wie man sie findet, geht es um den Sex und wie man ihn verbessert. Oftmals nämlich entweder um die große Liebe zu finden (ganz nach dem Motto: Welcher Mann verliebt sich nicht in die beste Bläserin der Welt?), oder um die große Liebe zu behalten (ganz nach dem Motto: Welcher Mann verlässt nicht die schlechteste Bläserin der Welt?). Tja, aber weil ich nicht so bin, verweigere ich Euch an dieser Stelle das absolute Geheimnis des besten Blowjobs der Welt, mit dem Ihr alle Männer für immer und ewig für Euch gewinnen könntet, und weiche stattdessen auf jemanden aus, der sich seit vielen vielen Jahren damit beschäftigt. Nein, nicht mit dem besten Blowjob der Welt. Oder vielleicht doch? Nein, mit Sex. Und damit, was man tun kann, wenn man nicht ganz so zufrieden damit ist, wie er ist. Zum Beispiel in Langzeitbeziehungen. Ich glaube, auch ich habe schon mal erwähnt, dass es nach sechs Jahren nicht mehr so ist wie nach sechs Wochen. Nicht einmal nach sechs Monaten ist es noch so. Und trotzdem denken wir immer alle, es müsste so sein. Wir müssten über Jahre und Jahrzehnte hinweg nichts lieber tun, als uns gegenseitig das Hirn aus dem Schädel vögeln zu wollen. Tun wir nicht. Und das ist auch gut so.

Und doch beklagen sich die Menschen, sie wollen besseren Sex.

Keine Anleitung

Es gibt keine Anleitung für besseren Sex.

Besseren Sex hat man dann, wenn man sich damit beschäftigt.

Mit besserem Sex?

Auch.

Aber auch mit schlechterem.

Und vielem mehr.

Und um die Beschäftigung anzuregen, kann man damit beginnen, sich Fragen zu stellen. Solche Fragen hat der Sexualtherapeut Ulrich Clement in seinem Buch „Das indiskrete Fragebuch“ zusammengestellt. Und ja, die Fragen sind indiskret.

Aber was bedeutet „indiskret“?

Es bedeutet, dass die Fragen – vielleicht auch im Gegensatz zu den 36 Fragen der letzten Woche – die Oberfläche verlassen und nach dem fragen, was einen tatsächlich beschäftigt. Das heißt, es geht auch um Unangenehmes, um schlechte Erfahrungen, die man gemacht hat. Warum? Dann macht es doch keinen Spaß.

Weil es zu uns gehört. Das Miese, das uns widerfahren ist. Das Miese, das wir selbst getan haben. Weil wenn wir sehen, dass es zu uns gehört, können wir drauf schauen, dass es nicht mehr vorkommt. Sowohl jenes, das wir verursacht haben, wie das, welches uns gegenüber verursacht wurde.

Aber keine Angst, es geht nicht nur darum.

Es geht um mehr.

Um unsere Erfahrungen, Phantasien, Wünsche, Vorstellungen.

Es geht um uns.

Und das Schöne an Clements Buch: Er gibt nicht eine Regel vor, wie man mit dem Buch umzugehen hat, damit aber auch sowas von garantiert das gewünschte Resultat folgt. Denn das gibt es nicht (nein, nochmal, auch nicht mit den 36 Fragen der letzten Woche). Er sagt auch selbst, dass man die eine oder andere Frage vielleicht blöd findet. Na und? Und man muss sie nicht einmal jemand anderem beantworten, das kann man auch ganz allein für sich.

Was die Sache nicht unbedingt einfacher macht.

Aber lohnend.

Ulrich Clement: Das indiskrete Fragebuch (zum Beispiel beim großen A, aber auch überall sonst erhältlich).

Euer Adam

P.S.: Ein weiteres empfehlenswertes Buch von Ulrich Clement, dessen Titel schon alles sagt: Guter Sex trotz Liebe: Wege aus der verkehrsberuhigten Zone (ebenfalls beim großen A, aber auch überall sonst erhältlich).

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