Adam spricht

über alles, was sich Frauen nicht zu fragen und Männer nicht zu sagen trauen

209 – Die heiße Schulter

| 5 Kommentare

Liebe Frauen,

Ihr wollt doch was über die Abgründe der männlichen Natur erfahren, oder?

Bild: Franz Eybl

Ja, gebt es zu, das wollt Ihr, so seid Ihr, voyeuristisch und veressen darauf, nachher „iiih“ und „Oooh“ und „Pfui“ zu sagen.

Na gut, Ihr habt es nicht anders gewollt, nun folgt einer meiner ganz persönlichen Abgründe.

Schwarzenegger.

Nein, das war’s noch nicht ganz. Schwarzenegger hat, es ist noch nicht einmal so lange her, eine beachtliche Karriere als Schauspieler hingelegt. Jaja. Das heißt nicht, dass er gut war, aber er hat es trotzdem gemacht. Und hier ist nicht der Platz, sich darüber auszulassen, wie jemand wie der solchen Erfolg haben konnte. Auf jeden Fall waren doch tatsächlich auch ein paar Filme dabei, die wirklich gut waren. Nicht weil er drin war, eher obwohl er drin war. Terminator I etwa, oder Total Recall oder True Lies. Und unter die Komödien fällt auch ein Film mit dem wunderbaren Titel „Kindergarten Cop“. Und Herr Schwarzenegger spielt darin einen Polizisten, den es, durch welche an den Haaren herbeigezogenen Gründe auch immer, in einen Kindergarten verschlägt, wo er einen ebensolchen Kindergärtner mimen muss. Weil in diesem Kindergarten der Sohn der Frau eines bösen Bösen ist. Er weiß aber nicht, wer der Sohn ist. Oder die Frau. Es gab ja damals noch keine NSA, die hätte ihm das schon gesagt. Aber dann wär es nicht zum Film gekommen, denn die Frau, die er sucht, ist Lehrerin an der gleichen Schule. Weiß er nicht. Also verliebt er sich in sie. Gespielt wurde die von Penelope Ann Miller. So, und nun kommen wir so langsam zum Punkt. Dieser Film war ein typisch amerikanischer Film für die ganze Familie. Also durften sich die beiden zwar ineinander verlieben, aber mehr war nicht drin. Erst nach dem Abspann. Gut so. Brav. Nun mag es an meinem damaligen Alter gelegen haben, ich war Teenager, oder daran, dass ich aufgrund meines damaligen Alters den Film einfach nicht mehr wirklich gut finden können durfte, dass mir ganz etwas anderes aufgefallen ist. Nämlich die Schulter von Penelope Ann Miller. In mindestens einer Szene trägt sie einen Pullover mit einem weiten Auschnitt, welcher so zur Seite rutscht, dass eine Schulter freiliegt. Und nun kommt es: Ich bin dahingeschmolzen. Nein, nicht wirklich, denn sowas tut man ja als Tennager nicht. Ich fand das geil. Harmlos bis zum Horizont, und doch, und doch …

Und doch muss ich mir heute die Frage stellen: Hat sich damals etwa ein verborgenes Fetisch offenbart oder war es dieser Moment, der mich prägen sollte, denn, ja, tatsächlich finde ich nach wie vor nackte Schultern ganz besonders erotisch. Ich muss es präzisieren: Wie zufällig nackte Schultern. Ein Shirt, das mal kurz über die Schulter rutscht, kann um so viel sexier sein als eine Frau in Bikini, bei der die Schulter das mindeste ist, was man sieht. Und von irgendwelchen Ballkleidern, welche schulterfrei daherkommen, möchte ich nicht reden.

Manchmal ist muss es also weder viel noch offensichtlich sein, was eine Frau von sich zeigt, um einen Mann um den Verstand zu bringen. Und so wie es für mich die Schulter ist, so ist es für einen anderen Mann was anderes, ein Fuß oder ein Ellenbogen oder was weiß ich.

Allerdings muss ich ein Detail erwähnen: Die freigelegte Schulter Penelope Ann Millers wies mitnichten den Schulterriemen eines BHs auf. Was die Schlussfolgerung, zumindets in meinem pubertären Hirn, nahelegte, dass sie keinen BH trug. Und allein diese Vorstellung, ja, so primitiv geht es zu in einem hormonüberfluteten Kopf, machte die ganze Sache natürlich erst interessant. Wie ist es heute? Ja, stimmt, auch heute finde ich eine nackte Schulter ohne Hinweis auf etwas darunter nach wie vor spannender als mit.

Witzigerweise mag ich auch, wenn Frauen im Sommer den Blick auf die Träger nicht eines BHs, sondern eines Bikinioberteils unter einem Shirt freigeben. Warum das wieder so ist, weiß ich nicht, da überlasse ich Euch die freie Wahl der Interpretation.

Viel Spaß.

Euer Adam

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5 Kommentare

  1. Es hat mal jemand gesagt: wenn immer der Ellenbogen bedeckt ist, dann wird das irgendwann eine erotische Stelle

    • Es kann wohl alles zu einer erotischen Stelle für manche werden, ich glaube aber nicht, dass es so schlicht und einfach geht.

      • Du hast doch mal geschrieben, warum eine weibliche Brust erotisch ist und eine männliche nicht. Faktisch ist die Differenz etwas Speck.
        Selbst ein ganz kleiner Busen ist erotisch. Jedenfalls für mich.
        Oder nimm mal ne Muschi. Es sind doch nur ein paar Haare und trotzdem werden sie auf allen Gemälden mit nackten Frauen verdeckt.
        Es spielt sich alles im Kopf ab.

        • Klar ist es im Kopf, sonst gäb’s ja auch nicht so viele so verschiedene Geschmäcker. Manche Menschen finden die weibliche, manche die männliche Brust erotischer. Bei Heterosexuellen ist das halt meistens die Brust des anderen Geschlechts. Aber nicht einmal das muss sein.

  2. Da ergeht es dir wie mir: Je mehr die Phantasie gefordert wird, umso erregender ist es! :-)

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© Raoul Biltgen

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