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415 – Das Sperma

17. Dezember 2017

2 Kommentare

  • Penis
  • Sex

Liebe Frauen,

na?, schon gekostet vom Sperma, dem Nektar des Lebens?

Ja, das kann natürlich nur einem Mann einfallen, das Sperma „Nektar des Lebens“ zu nennen, schon klar, schwülstiger geht es wohl kaum.

Dabei weiß doch jedes Kind, dass Sperma kein Nektar ist. Sperma ist Saft. Nektar enthält maximal 50% von dem, was wir wollen, Saft aber ist das wahre Ding, unverdünnt, echt. Und Sperma ist ein ganz besonderer Saft. Und ja, Sperma ist ein eindeutig besondererer Saft als Blut, das gemeinhin und nicht nur vom netten Mephisto zwecks Unterfertigung teuflischer Verträge so genannt wird. Denn Blut hat jeder. Sperma nur die Hälfte der Menschheit. Die Hälfte der erwachsenen Menschheit. Also seid Euch dessen stets bewusst, wenn wir ach so verschwenderischen Mannsbilder 415 - das Sperma | Adam sprichtEuch eine Kostprobe dessen geben, was uns am Ende ausmacht als Mann. All unser Streben zielt doch auf nichts anderes ab, als dieses Ambrosia, das wir zu erzeugen erschaffen wurden, mit Verantwortung und wohldosiert in die weibliche Innenwelten zu entlassen.

Es ging noch schwülstiger.

Und davon abgesehen werfe ich mal die gewagte Schätzung in den Raum, dass wesentlich mehr Sperma durchs Klos geht, als tatsächlich dort ankommt, wo es hingehört: in Euch. Und noch weniger davon verrichtet dort jene Aufgabe, für die es entsteht: Ei besamen. Und wenn ich Euch frage, ob Ihr davon gekostet habt, so müsste es hierzu in Eurem Mund gelandet sein. Wo es ja, seien wir mal ehrlich, nicht wirklich hingehört. So rein biologisch betrachtet. Aber immer wieder hinkommt. So rein sexuell betrachtet. Zur großen Freude sehr vieler Männer.

Und obwohl Männer im Allgemeinen (selbst ihr eigenes) Sperma eher eklig finden und eher nicht mit einer Frau, nachdem sie ihm einen Blowjob verpasst hat, rumknutschen, – und wenn doch, so zählt das eindeutig als etwas Außergewöhnliches, – so ist uns diese Körperflüssigkeit doch auf der anderen Seite geradezu heilig. Ein wenig zumindest. Oder wir sind der Meinung, Euch sollte sie heilig sein. Mehr als nur ein wenig zumindest. Und wir sind es, die uns daran laben, wie wir sehen, wie Ihr Euch daran labt, an unserem Sperma. Nicht umsonst ist es doch immer das, worauf es im Porno ankommt: Sperma sehen, Abspritzen sehen, Gesichter vollgespritzt, aus Vulvae quellend.

Sperma ist das Zeichen unserer Männlichkeit, und damit unserer Macht. Wir können. Wir tun. Und weil wir wissen, wie eklig Sperma ist, macht es uns so an, zu sehen, wie Ihr so angemacht seid dadurch, nur weil es aus uns herauskommt. Wenn Ihr bereit seid, sogar das glibbrige Zeug zu schlucken, dann tut Ihr wahrlich alles für uns.

Was wir Männer aber dabei übersehen, ist, dass es natürlich aufs Gegenteil hinausläuft.

Wir tun alles für Euch, um Euch dazu zu bekommen, das zu tun. Ihr seid es also, die die Macht habt, uns das Gefühl zu geben, die Macht zu haben. Wer hat sie dann, die Macht?

Yoda hat sie.

Deswegen kann er auch so gut mit seinem Lichtschwert umgehen.

Und während wir den anderen Männern besser verschweigen, dass Lichtschwerter nur auf der Kinoleinwand existieren, sage ich ganz gerne und aus vollem Herzen:

Liebe Frauen, möge die Macht mit Euch sein.

Euer Adam

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2 Kommentare zu "415 – Das Sperma"

  • wir haben die macht. weil wir wollen, dass nicht nur wir uns kennen, sondern wir wünschen uns, dass auch ihr euch kennt. das führt zu einer weitaus befreierenden und offenen sexualität, als wir sie bisher hatten. ich habe bisher noch jeden mann dazu bekommen, sein sperma zu „kosten“. ich lege auch großen wert darauf, mich zu „kennen“. und ich finde gerade eine mischung aus mir und ihm spannend. wer will das nicht „schmecken“?

    • „wer will das nicht „schmecken“?“ – sich selber schmecken zu wollen zeugt, glaube ich, von Selbstsicherheit. Und da die nicht immer vorhanden ist, ekelt es auch viele davor, sich selbst zu „schmecken“.

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