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430 – Der Ehebauch

1. April 2018

1 Kommentar

  • Körper
  • Liebe

Liebe Frauen,

auch mal wieder zugenommen?

Jaja, das kommt in den besten Ehen vor.

Und es passiert natürlich nicht nur Euch, nein, auch die Männer leiden darunter.

Falsch, die Männer leiden natürlich nicht darunter, die Frauen leiden darunter, dass die Männer in einer Beziehung plötzlich statt des sexy Sixpacks nur mehr ein Bierfass mit sich rumschleppen. Und die Frauen leiden noch mehr darunter, dass die Männer aber sowas von überhaupt nicht darunter leiden. Da können sie den Mannsbildern noch so unterschwellig mit Hanteln zum Geburtstag und einem Abo im Fitnesscenter zu Weihnachten kommen, die checken das einfach nicht, dass Ihr ihnen mitteilen wollt, dass sie doch gefälligst mal wieder ein wenig mehr auf sich achten sollen. Nur weil man in einer fixen Beziehung ist, heißt das noch lange nicht, dass man nicht auch noch ansehnlich daherkommen sollte. Eben gerade, möchte man meinen, hat es doch die Frau, die man liebt, verdient, dass man gut für sie ausschaut.

430 - der Ehebauch | Adam sprichtUnd was ist?

Nichts ist. Der Mann, der sich nicht mehr auf die Pirsch begeben muss, um fetten Beute zu machen, der setzt sich auch nicht mehr abends ans Lagerfeuer, um den Speer schön spitz und die Füße geschmeidig zu halten. Mit anderen Worten: Warum sollte er noch auf sein Äußeres achten, wenn ihm die Frau, die ihn liebt, eh sicher ist.

Eben.

Und Euch geht es doch genauso, oder etwa nicht?

Lügt nicht.

Danke für die Ehrlichkeit. Früher habt Ihr also auch besser auf die Ernährung geachtet und habt dreimal in der Woche Pilates gemacht und an den anderen Tagen Yoga, Ihr habt Euch täglich die Beine rasiert, die Achseln auch, und natürlich auch die Muschi. Ihr wart ein Abbild der Göttin Aphrodite, wenn Ihr Euch hergerichtet habt. Und jetzt liegt Ihr am Sofa in Jogginghosen, statt damit um den Block zu sprinten, und manchmal entfleucht Euch gar ein Lüftchen hinterwärts, das Ihr am Anfang der Liebschaft noch auf Kosten von Darmkrämpfen zurückzuhalten Euch bemüht hättet.

Also, lasst Euch nicht gehen.

Lasst uns nicht gehen.

Oder …

Oder eben nicht.

Die Zufriedenheit

Ja, es hat wohl seine Grenzen, wie weit man bereit ist, sich und dem anderen die Freiheit zu lassen, so zu sein, wie man ist, wenn man nicht ständig auf der Hut ist, Dinge zu tun, die man aber sowas von gefälligst zu unterlassen hat.

Aber der kleine Bauchansatz, der nach dem einen oder anderen Jahr Beziehung entsteht, die Speckröllchen vielleicht, die sind doch vor allem Zeichen einer einzigen Sache: Dass man sich wohlfühlt. Dass man gerne in der Beziehung ist, in der man ist. Dass man es nicht mehr für notwendig hält, in jedem Moment perfekt auszusehen, um ja nicht die Chance auf eine Abschleppung zu verpassen, weil man gar keine Abschleppung will. Und wenn es Miley Cyrus oder Cindy Crawford (je nach Geschmack und Alter) höchstpersönlich ist, die anläutet und die man mit seiner Wampe abschrecken könnte. Na und? Geh doch nach Hause, Miley, was soll ich mit dir, Cindy, ich bin, wo ich bin, und ich bin, mit wem ich bin, und der Mensch, mit dem ich bin, kann so sein, wie er will, ich bin gerne bei ihm und bleibe gerne bei ihm und ich weiß, dass es ihm genauso geht mit mir. Und meinem Ehebauch.

Euer Adam

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1 Kommentar zu "430 – Der Ehebauch"

  • Dass man sich im Alter verändert hatten wir schon besprochen. Männer bekommen einen leichten Bauchansatz und bei Frauen werden die Hüften breiter. Na und? Wie immer: Die Dosis macht das Gift! Zuviel ist es, wenn die Bewegung nicht wegen des Alters, sondern wegen des Fetts eingeschränkt wird.

    Eine ganz andere Frage ist, ob man sich hängen lässt und schlampig wird. So nach dem Motte: Was soll ich dem Bus nachlaufen, wenn ich drin sitze. Deshalb:
    Einen Partner zu finden ist keine Kunst. Ihn zu halten ist Kunst!

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